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FlattachHeinz Schultz will in Gletscher-Ausbau investieren

2014 zog sich Investor Heinz Schultz vom Ausbau des Mölltaler Gletschers zurück. Nach aufgeflammter Diskussion im Landtag zeigt er wieder Interesse.

Das Naturschutzgebiet Kleinfragant wird wegen geplanter Talabfahrt wieder zum Zankapfel © kk/wwf
 

"Sollte das Projekt genehmigungsfähig sein, besteht unsererseits weiterhin Interesse, in den Ausbau des Mölltaler Gletschers zu investieren. Die Notwendigkeit für die Region Mölltal besteht jedenfalls“, sagt Investor Heinz Schultz gegenüber der Kleinen Zeitung. Er bezieht sich auf das 2013 bekannt gewordene Ausbauprojekt mit einer Talabfahrt vom Mölltaler Gletscher durch das Naturschutzgebiet Kleinfragant und ein 900-Betten-Hoteldorf in Flattach. 2014 zog sich die Diskussion über Monate hin. Der damalige Naturschutzreferent Rolf Holub, der Kärntner Naturschutzbeirat und Vertreter alpiner Vereine erteilten dem Bau einer Piste durch das Naturschutzgebiet eine klare Absage. Sie befürchteten eine weitere Erschließung des Skigebietes in einer Art Salamitaktik. Zudem fühlten sich Mitglieder der Agrargemeinschaft Groß- und Kleinfraganter Hochalm, deren Grund vom Bau der Talabfahrt betroffen gewesen wäre, von Schultz zu wenig eingebunden.

Touristiker und Wirtschaftstreibende im Mölltal hingegen sahen das Projekt, dass über 100 neue Arbeitsplätze gebracht hätte, als dringend notwendigen Impuls. Damals war von einer Investition über 60 Millionen Euro die Rede. Auf die Frage, ob Hans Peter Haselsteiner nach wie vor als Co-Investor im Boot sei, antwortete Schultz: „Logisch ist er noch dabei.“

APA/HELMUT FOHRINGER PK OeSTERREICHISCHER GOLFVERBAND 'RYDER CUP 2022 - BEWERBUNG': SCHULTZ
Heinz Schultz: "Logisch ist Hans Peter Haselsteiner noch als Co-Investor im Boot." © APA/HELMUT FOHRINGER

Wieder aufgeflammt ist das Thema im Vorfeld der Landtagswahl, und, weil Landtagsabgeordneter Christoph Staudacher (FPÖ) in der jüngsten Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag einbrachte. Staudacher fordert die Landesregierung auf, alle rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Realisierung des Hotelprojektes samt Talabfahrt am Mölltaler Gletscher rasch umgesetzt werden könne: „Das Land muss aktiv auf die Schultz-Gruppe zugehen und gemeinsam einen Projektzeitplan erarbeiten.“
WILLI PLESCHBERGER
Christoph Staudacher, Landtagsabgeordneter: "Die Naturschutzverordnung Kleinfragant kann – wenn das Land dazu bereit ist – sehr wohl aufgehoben werden." © WILLI PLESCHBERGER

Für Kritik bei FPÖ und Team Kärnten (TK) sorgte, dass Naturschutzreferentin Sara Schaar (SPÖ) den Bau der Talabfahrt ablehnt, weil es sowohl die Gesetzeslage als auch die Alpenkonvention nicht zuließen. Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer (TK): „Es ist unerträglich, dass es seit Jahren kein klares Urteil für dieses für das Mölltal enorm wichtige Hotelprojekt gibt. Ich fordere die Koalitionsvertreter zu einem gemeinsamen Bekenntnis auf.“

 

Chronologie

Projekt. 2013 wurde bekannt, dass Heinz Schultz, Betreiber des Skigebietes Mölltaler Gletscher in Flattach, Ausbaupläne hat. Er knüpfte den Bau eines 900-Betten-Hoteldorfes an den Bau einer Talabfahrt im Naturschutzgebiet Kleinfragant.
Absage. Naturschutz-Verantwortliche erteilten Talabfahrt 2014 eine Absage, das Hotel erhielt eine Genehmigung. Für Investor Schultz ist das Hotel nur mit Talabfahrt lukrativ. Er betonte, dass die Talabfahrt nicht mit einem Liftbau einherginge. Wirtschaftstreibende und Bürgermeister kämpfen bis heute für das Projekt.

Kommentare (2)

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schaumal
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Möglichkeit schaffen

Wenn es die derzeitige Gesetzeslage nicht zulässt, in der Kleinfragant notwendige Infrastrukturprojekte zu realisieren, so sollte die Kärntner Landesregierung mit dem Kärntner Landtag die Gesetzeslage dazu schaffen, dass es möglich wird.

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andreash
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Fpö

Naturschutz ist denen ein Fremdwort!
Nur für die Firmen und sämtliche Möglichkeiten irgendwie Profit zu schlagen bereit!
Man holt wieder alte Themen hervor um irgendwelche Probleme zu verschleiern!
Herr Staudacher, klopfen sie mal beim Hrn NR Angerer an, was mit seinem Kampf um den Erhalt der Reißeckbahn passiert ist???
Für mich fällt auch dieses Verhalten in die Kategorie Wendehals!
Siehe Fpö und 12 Stunden Tag
Siehe Fpö und Ceta!!!

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