Kärntner UnternehmenExpo öffnete Weissenseer die Tür nach Kasachstan

Der Greifenburger Passivhaushersteller Weissenseer errichtet in der kasachischen Hauptstadt Astana 200 energieautarke Häuser.

Solche Passivhäuser werden errichtet
Solche Passivhäuser werden errichtet © KK
 

In nur 30 Tagen, vom 22. Juni bis 22. Juli, errichtete Weissenseer anlässlich der kürzlich zu Ende gegangenen Expo im kasachischen Astana (Motto: „Future Energy“) ein Ausstellungshaus, vom Aushub bis zur Möblierung. Es ist das erste energieautarke Haus Kasachstans – angepasst an extreme klimatische Bedingungen: Im Winter sinkt das Thermometer auf minus 40 Grad, im Sommer steigt es auf bis zu plus 40 Grad.

Weissenseer ist Weltmarktführer in der Fertigung energieeffizienter Gebäudehüllen in Holzbauweise und beschäftigt sich seit mehr als 80 Jahren mit ökologischem Bauen. „Danexpo“ lautet der Projektname des Musterhauses, beispielgebend für ein ganzes Wohngebiet: In der kasachischen Hauptstadt soll „Energy City“, eine Wohnsiedlung aus Passivhäusern entstehen. Es ist ein großer Coup, der Weissenseer gelungen ist: Bis 2020 sollen 200 Einfamilienhäuser entstehen, die untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren; „Das ist wichtig, um hundertprozentig autark agieren zu können. Wenn ein Hausbesitzer in Urlaub ist, kann der andere den eingespeisten Strom mitnutzen“, sagt Christof Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Weissenseer GmbH. Den Strom liefern Photovoltaikanlagen, ergänzt durch Batteriespeicher, darüber hinaus wird Erdwärme genutzt.

Ohne Partner vor Ort sei die Marktbearbeitung in postkommunistischen Ländern kaum möglich. Mit TU-Wien-Absolventen Alexandr Kravchenko wurde ein bestens vernetzter Partner für die „Weissenseer JV Ost GmbH“ gefunden. Das Potenzial sei, so Müller, groß: „Allein durch das Expo-Haus haben wie im Schnitt vier bis fünf Anfragen täglich.“ Ein Musterhaus kostet rund 450.000 Euro.

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