Die Küche ist – wie so vieles auf dem Anwesen, das seit Generationen in der Familie ist – ein Gemeinschaftswerk. Ludwig Gasser, der das Wirtshaus und die Landwirtschaft 2017 von seinen Eltern Waltraud und Josef übernommen hat, ist inzwischen in die kulinarischen Fußstapfen seines Vaters getreten: Gekocht wird in der Wirtshausküche nämlich gemeinsam.

Ludwig ist für die Vorspeisekreationen verantwortlich und unterstützt seinen Vater bei der Zubereitung der Hauptspeisen. Mutter Waltraud ist die "Süße": Sie ist die Schöpferin der köstlichen Desserts. Wer am "Kleinsasserhof" einkehrt, sollte sich, am besten schon bei der Bestellung, ein Stück der Schokoladentorte mit Mangosorbet (8,60) oder der Pinienkerntorte mit Zitronensorbet (7,10) reservieren. Es kann nämlich vorkommen, dass die süßen Stücke rasch vergriffen sind.

Kleinsasserhof: Ein Gesamtkunstwerk, welches über Jahrzehnte gewachsen ist
© Andrea Steiner

Bekannt ist die Küche für eine hohe Produktqualität, was sich auch in der eigenen Schafzucht manifestiert. Der Lammstrudel (17,80) ist eine Spezialität, die man nicht überall bekommt. Für das Bauernschweinsbratl mit Natursaftl, Sauerkraut und Knödel (16,90 Euro) kommen die Gäste von weit her, Fleisch- (15,20) und Kärntnernudel (14,80) sind Fixstarter auf der Speisekarte. Die Frittatensuppe (6,90) wird in einer großen Schüssel auf den Tisch gestellt. "Jeder soll seine Suppe selbst auslöffeln. Das fördert die Kommunikation am Tisch", schmunzelt Ludwig Gasser, der von seiner Frau Sara im Betrieb unterstützt wird.

Ansammlung von Kuriositäten: Bar und Gastraum
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Der Gesprächsstoff geht den Gästen am Kleinsasserhof aber sowieso nie aus: Nicht ohne Grund heißt das Wirtshaus auch "Villa Kuriosa". Über Jahrzehnte hat Josef Gasser den Hof und das Gasthaus innen und außen zu einem Gesamtkunstwerk kreiert.