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HermagorHistorisches Kreuz muss Straße weichen

Das Hermagorer "Honditschkreuz", dem Ingeborg Bachmann eine Novelle gewidmet hat, muss verlegt werden, weil auf dessen Standort eine Straße zur Erschließung einer neuen Holzdämmplatten-Fabrik errichtet wird.

Künstlerin Inge Lasser vor dem Honditschkreuz in Hermagor © LEOPOLD SALCHER
 

Für das historische Honditschkreuz am Obervellacher Feld nahe Hermagor braucht es bald einen neuen Standort. Denn es steht gleichsam der Zukunft Hermagors im Weg. Konkret der Verkehrs-Erschließung für die Holzdämmplatten-Fabrik Schneider. Was wohl die große Literatin Ingeborg Bachmann (1926-1973) dazu sagen würde? Als Achtzehnjährige machte sie 1944 mit ihrer kriegsverachtenden historischen Novelle „Das Honditschkreuz“ auf sich und die französische Besetzung Hermagors aufmerksam. Diese Beziehung zur Region und Geschichte ist schnell erklärt. Bachmann verbrachte ihre Schulferien gerne in Obervellach. Im Elternhaus ihres Vaters Matthias fühlte sie sich ausnehmend wohl. Geschichtliche Aufzeichnungen, vor allem jene des Hermagorer Dechanten Herbert Pietschnig, erweckten bei der jungen Frau großes Interesse. Und so entstand in den letzten Kriegsjahren diese Novelle um das Schicksal des jungen Obervellacher Theologiestudenten und Honditschbauern-Sohnes Franz Brandstetter.

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