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Lavamünd

Elektroauto soll Mobilität für die ganze Gemeinde bringen

Hannes Arthur Töfferl und die Kärntner Firma "Family of Power" möchten, nach Lavamünd, auch in Wolfsberg mit ihrem "eCarsharing"-Konzept starten. Die Gespräche laufen bereits.

Hannes Arthur Töfferl vor seinem Elektroauto in Lavamünd © Ruth-Emily Eckrieder
 

Hannes Arthur Töfferl aus Lavamünd möchte Personen in ländlichen Gemeinden mobiler machen – und das auf ökologisch nachhaltige Weise. Deshalb wurde er Mitglied der Kärntner Firma „Family of Power“, die unter anderem „eCarsharing“ anbietet. Das bedeutet, dass Personen in Gemeinden wie Lavamünd die Möglichkeit haben, sich ein Elektroauto für bestimmte Zeit zu mieten.


Auf das Angebot aufmerksam geworden ist der 55-Jährige vor einem Jahr durch Zufall bei einer Veranstaltung von „Family of Power“. „Interesse an Elektromobilität hatte ich schon seit Jahren, mir fehlte nur der Partner“, sagt Töfferl. Seit März kann man das Elektroauto ausleihen. 4,80 Euro kostet es pro Stunde, für Vielfahrer gibt es eigene Tarife (siehe Infobox). „Das Auto ist für Personen gedacht, die kein eigenes besitzen oder auch für jene, die es für kurze Strecken, wie etwa Einkäufe oder Ausflüge nach Klagenfurt brauchen“, sagt Töfferl.

Gespräche mit Wolfsberg

100 bis 160 Kilometer kann man, je nach Geschwindigkeit, mit dem vollgeladenen Elektroauto fahren. Die Zeit, bis es wieder ganz aufgeladen ist, beträgt laut Töfferl „30 bis 60 Minuten. Es kommt darauf an, wie stark der Strom an der Ladestelle ist. Im Notfall kann man das Auto auch zu Hause an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen. Das dauert dann aber erheblich länger“.

ELEKTRO-CARSHARING

Tagespreis. 48 Euro.
Monatspreis. 24 Euro. Dabei erhält man ein Kontingent von 75 Stunden für das gesamte Jahr. Sind diese verbraucht, zahlt man pro Stunde 3,84 Euro.
Kontakt. Lavamünd 23, Telefon: (0 43 56) 24 70, E-Mail: office@autohaus.toefferl.at


Bevor man das Auto ausleihen kann, muss man Mitglied der „Family of Power“ werden. „Dafür zahlt man einmalig zwölf Euro“, erklärt Töfferl, „genauso wie für die Mitgliedskarte, mit der man das Auto aufsperren und laden kann“. Ein Glück für Elektroautobesitzer, sagt Töfferl, ist, dass „der Strom dafür noch gratis und Kärnten ein Lade-Paradies ist. Allein im Tal gibt es etwa zehn Ladestationen“.
Bisher ist Lavamünd im Tal die einzige Gemeinde mit einem solchen Carsharing-Angebot. Das soll aber nicht so bleiben. „Es gibt bereits Gespräche, das Konzept auch in Wolfsberg anzubieten“, sagt Töfferl. Zuerst müsse man aber mit der Gemeinde klären, ob es die nötige Infrastruktur, wie eigene Stellplätze, gebe.

RUTH-EMILY ECKRIEDER

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