Umbau im Spital

Abteilungen im Wolfsberger LKH sind kürzlich gesiedelt

Stationen werden umgebaut, verlegt, Betten reduziert: Im Zuge der 32 Millionen Euro teuren Generalsanierung des Spitals werden Abteilungen modernisiert und Betten laut Kabeg an den Bedarf angepasst.

Das ehemalige Chirurgiegebäude (rechter Gebäudeteil), das nun „Trakt D“ genannt wird, wurde komplett umgebaut © Bettina Friedl
 

Angekündigt wurde es vor Monaten, Ende Juli wurde ein Teil der Pläne umgesetzt und Betten im LKH Wolfsberg gestrichen. „Wir haben die Bettenreduktion vor Kurzem umgesetzt. Da die Auslastung auf einzelnen Stationen nicht gegeben war, wurde anhand des Bedarfs angepasst“, sagt Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig. Und so wurde die Chirurgie von 50 auf 35 Betten reduziert, auf der Internen gibt es seitdem sieben Betten weniger. Ebenso reduziert wurden die Betten auf der Gynäkologie von 25 auf 16 sowie auf der Unfallchirurgie von 44 auf 38 Betten.

„Bei Notwendigkeit gibt es Einschubbetten, aber derzeit ist das nicht notwendig. Wir haben in einzelnen Abteilungen sogar Betten frei“, sagt Wrussnig, die von einem vermehrten Andrang in der Ambulanz spricht: „Da zur Zeit viele niedergelassene Ärzte auf Urlaub sind, haben wir eine höhere Frequenz. Viele Leute kommen ins LKH, die ansonsten zu ihrem Hausarzt gehen würden.“

„Wochenchirurgie“ geplant

Die Bettenreduktion ging dem Umbau und Umzug von Stationen einher. Die Geburtshilfe befindet sich seit einem Monat im obersten Geschoß des alten Chirurgiegebäudes (Trakt D), somit sind Wochenstation und Kreißsäle auf einer Ebene. Ein Geschoß darunter siedelte sich die Gynäkologie an. Doch auch die Notfallaufnahme der Abteilung für Innere Medizin sowie die Unfall- und Allgemeinchirurgie befinden sich in Trakt D. Im zweiten Stock soll außerdem eine „Wochenchirurgie“ für Patienten mit kurzer Aufenthaltsdauer entstehen.

Bettina Friedl
Im Juli sind etliche Abteilungen gesiedelt © Bettina Friedl

In Baustufe zwei, die gerade geplant wird, werden OP- und Intensivstation in Angriff genommen. Die sieben örtlich getrennten OP-Säle werden zu vier Sälen und die zwei getrennten Intensivstationen zu einer Einheit zusammengefasst. Angesiedelt wird die Station in den nun leer stehenden Geschoßen des alten Gyn-Gebäudes.
In der dritten Baustufe soll der Bereich für Dialyse und Endoskopie adaptiert werden. In Phase vier werden Ambulanzzentrum und Tagesklinik umgestaltet und in Stufe fünf bis 2019 nicht mehr benötigte Gebäude abgerissen – wie das Ärztehaus beim Mitarbeiterparkplatz und das alte Portier-Häusl. 32 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des Spitals.

BETTINA FRIEDL

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