AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Wolfsberg, VölkermarktZweiter Anlauf für das neue Verkehrskonzept

Bei Rundem Tisch in Klagenfurt wurde Lösung für Schüler des Bundesschulzentrums gefunden. Stadtgemeinde Wolfsberg arbeitet außerdem an Verbesserungen für die Berglinien.

Schüler müssen oft lange auf den Bus warten © Privat
 

Der Unmut vieler Eltern ist groß. Längere Wartezeiten, längere Busfahrten und frühere Abfahrtszeiten für Schüler werfen einen Schatten auf das neue Verkehrskonzept im Lavanttal, welches vom Verkehrsverbund und der Postbus GmbH eigentlich als „Verbesserungsschritt mit vielen Vorteilen“ angekündigt wurde.

Vor allem viele Schüler des Bundesschulzentrums in Wolfsberg haben ihrem Ärger Luft gemacht, da sie für ihren Heimweg nach Völkermarkt nun bis zu 90 Minuten brauchten. Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) befürchtete eine Abwanderung der Schüler. Aus diesem Grund wurde gemeinsam mit dem Land Kärnten nach einer Lösung gesucht – im Rahmen eines Runden Tisches, der gestern stattfand, und der auch für andere Fahrgäste Vorteile bringen soll.

„Es freut mich, dass bei einem sehr gemeinschaftlichen und konstruktiven Gespräch eine rasche Lösung erreicht werden konnte. Ab 22. Oktober wird ein optimiertes Verkehrsangebot das Problem der Wartezeiten für die Schüler in Wolfsberg lösen“, kündigt Mobilitätslandesrat Ulrich Zafoschnig an.

Verbindung durchgezogen

Und dieses sieht wie folgt aus. „Die Verbindung von Wolfsberg nach Völkermarkt wird nach der 6. Schulstunde nun durchgezogen. Bisher ging die Verbindung nur bis Griffen. Die Fahrt war mit Umstieg, Wartezeit und Reisezeitverlängerung verbunden. Diese entfallen jetzt nach der 6. Stunde und die Schüler kommen ohne Umstieg mit dem Schnellkurs von Wolfsberg nach Völkermarkt“, sagt Zafoschnig. Ebenso werde laut ihm die Wartezeit nach der 8. Schulstunde abgefangen: „Durch die Kursverlegung von 15.30 auf 15.05 Uhr wird der Umstieg für die Schüler in St. Paul Richtung Völkermarkt ohne Wartzeit ermöglicht.“

Ein weiterer Teil des neuen Paketes umfasse den Schnellkurs von Wolfsberg über Griffen nach Völkermarkt. In Griffen werde ein Bus auf den Schnellkurs warten. „Durch die Vertaktung dieser zwei Linien erreichen wir, dass die Schüler schnell und direkt aus Wolfsberg nach Griffen kommen und dann ohne Wartezeit nach Völkermarkt kommen“, sagt Zafoschnig. Die Fahrt mit der S-Bahn von Wolfsberg nach Kühnsdorf mit direktem Anschluss an die Hauptachse über Völkermarkt-Brückl bis Launsdorf ergebe sich laut dem Landesrat nun auch als zusätzliche Möglichkeit.

"Konstruktiv und zufrieden"

Zufrieden mit der Lösung und dem Gesprächsverlauf ist auch der Wolfsberger Bürgermeister: „Es war sehr konstruktiv und die Direktoren waren mit der Lösung zufrieden. Es geht dabei ja nicht nur um den Schüler- sondern auch um den öffentlichen Verkehr für alle.“ Laut Schlagholz seien auch Schülerabmeldungen bereits im Raum gestanden: „Das wäre für den Standort nicht gut gewesen, deshalb haben wir rasch gehandelt.“

Ebenso rasch soll laut ihm an einer Verbesserung der Berglinien Aichberg-Reisberg und Lading gearbeitet werden. Auch hier gab es in jüngster Zeit viele Beschwerden von Eltern, die Busse würden zu spät fahren und die Wartezeiten nicht zumutbar sein. „Wir sind im Finale und arbeiten gemeinsam mit Ist-Mobil an einer raschen Lösung. Ich hoffe, dass wir schon nächste Woche eine Optimierung vorstellen können“, sagt Schlagholz.

Jürgen Jantschgi von der HTL Wolfsberg war ebenso beim Runden Tisch, war aber für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Kommentieren