WolfsbergAnrainer über „Rattenhaus“ erbost

Ein verwahrlostes Haus in St. Johann sorgt für Ärger bei den Anrainern. Amtsärztin, Bezirkshauptmannschaft und Ortsbildpflegekommission wurden von Gemeinde eingeschaltet.

Laut Anrainern rennen Ratten ein und aus: Dieses Haus in St. Johann steht einem Jahr leer © Bettina Friedl
 

St. Johann zählt zu den teuersten Wohnvierteln in der Gemeinde Wolfsberg. Umso mehr ärgern sich die Anrainer über einen „Schandfleck“: Ein seit einem Jahr unbewohntes Haus in St. Johann. „Alles ist total verwahrlost, alles ist zugewachsen und der Garten ist voller Gerümpel. Man kommt gar nicht mehr ins Haus hinein. Teilweise sind die Fensterscheiben kaputt und die Ratten laufen ein und aus. Vielleicht ist dort sogar schon eine Brutstätte von Ratten, die Krankheiten übertragen können“, ärgert sich ein Bewohner aus St. Johann, der lieber anonym bleiben möchte.

„Beim Auto der Hausbesitzer, das seit einem Jahr vor der Garage parkt, rinnt außerdem bereits Öl aus. Ich weiß zwar, dass man auf Privatgrund machen kann, was man will, aber es kann doch nicht sein, dass die Gemeinde überhaupt nichts dagegen unternimmt“, schimpft der Anrainer weiter.

 

Teilweise sind sogar die Fensterscheiben des Hauses kaputt. Die Besitzer wohnen in Klagenfurt Foto © Bettina Friedl

Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz ist der Fall bekannt. Er habe auch schon interveniert. „Wir haben bereits vor längerer Zeit die Amtsärztin, die Bezirkshauptmannschaft sowie die Ortsbildpflegekommission eingeschaltet. Die Besitzer des Hauses wohnen derzeit in Klagenfurt und wollen angeblich wieder nach St. Johann in ihr Haus ziehen“, sagt Schlagholz.

Hände gebunden

Der Bürgermeister gibt zu bedenken: „Leider sind uns die Hände gebunden, da man auf Privatgrund nichts angreifen darf. Wir können nur an die Vernunft der Besitzer appellieren und einmal mehr Kontakt zu ihnen aufnehmen, in der Hoffnung, dass so rasch wie möglich Maßnahmen gesetzt werden.“ Schlagholz werde sich der Sache mit Nachdruck annehmen: „Mit Ratten ist nicht zu spaßen, da sie Krankheiten übertragen können.“

Die wuchernden Hecken an der Grundstücksgrenze haben bereits Teile des Gehsteigs Richtung Volksschule blockiert. „Um die Sicherheit am Gehsteig zu gewährleisten, haben wir die Hecken auf Gemeindekosten geschnitten. Dafür haben wir vorab das Einverständnis der Besitzer eingeholt, da wir ansonsten verklagt hätten werden können“, sagt Schlagholz.

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Danke für Ihr Verständnis.

jaenner61
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aus den auto rinnt angeblich öl aus

auch wenn es sicher sehr unangenehm ist, so ein verwahrlostes haus in seiner nachbarschaft zu haben, bezweifle ich, dass aus dem auto öl ausrinnt. die ölwanne, die als einziger teil rosten könnte, und von innen ja mit öl bedeckt ist, rostet in einem jahr sicher nicht durch. das ist die übliche panikmache der nachbarn, weil mit öl, erdreich und umwelt kann man heutzutage ja so schön druck in der öffentlichkeit ausüben.

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CuiBono
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Seltsame Ansichten eines Bürgermeisters

"„Um die Sicherheit am Gehsteig zu gewährleisten, haben wir die Hecken auf Gemeindekosten geschnitten. Dafür haben wir vorab das Einverständnis der Besitzer eingeholt, da wir ansonsten verklagt hätten werden können“, sagt Schlagholz."

Wenn die Hecke ÜBER die Grundstücksgrenze hinaus wächst und die Sicherheit am öffentlichen Gehsteig gefährdet, braucht es sicherlich keine Genehmigung der Grundstücksbesitzer mehr um hier korrigierend einzugreifen.

Und
"„Beim Auto der Hausbesitzer, das seit einem Jahr vor der Garage parkt, rinnt außerdem bereits Öl aus."

Das geht ja schon gar nicht.

Der Herr Bürgermeister sollte sich tunlichst umgehend bewegen.
Ansonsten Mittäterschaft bei Umweltvergehen droht.

Irgendwie stinkt die Angelegenheit.
Wörtlich.

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lucie24
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Besserwisser?

Ich nehme an, die haben die Erlaubnis zum Heckenschneiden nicht zum Spaß eingeholt. Besser sie informieren sich, bevor sie so etwas schreiben.

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