WolfsbergAnsturm auf die städtischen Kindergärten

519 Kindergartenkinder wurden in Wolfsberg angemeldet, 520 Plätze stehen zur Verfügung. Begehrt sind vor allem die Kindergärten Gries, St. Michael und St. Marein.

In den letzten Jahren siedelten sich viele Jungfamilien in St. Michael an. Und so gibt es für den Kindergarten im Ort mehr Anmeldungen als Plätze © Friedl
 

Die gute Nachricht vorweg: Jedem Kindergartenkind ist ab Herbst ein Platz in einem der sieben städtischen Kindergärten in Wolfsberg garantiert. 519 Kinder wurden angemeldet, 520 Plätze stehen zur Verfügung. Der Wermutstropfen: Nicht jedes Kind kommt im Wunschkindergarten unter. „Für die Kindergärten Gries, St. Michael und St. Marein haben wir mehr Anmeldungen als Plätze“, sagt Vizebürgermeisterin Manuela Karner, Referentin für Kindergärten und Schulen.

„Das heißt aber nicht, dass ein Kindergarten besser ist, als der andere. Man muss sich nur anschauen, wo die Jungfamilien zuhause sind. Eine Zeit lang sind in St. Margarethen viele neue Häuser entstanden, mittlerweile wird in St. Michael extrem gebaut“, fährt Karner fort, die auch eine Erklärung für den Ansturm auf den Kindergarten Gries beim Stadionbad hat. „Hauptgrund sind die langen Öffnungszeiten. Die anderen Kindergärten schließen um 15.30 oder 16 Uhr, nur der Kindergarten Gries hat bis 18 Uhr geöffnet.“ Außerdem hat die Einrichtung in Gries ganzjährig geöffnet, während die anderen im August geschlossen haben.

Sommerkindergarten wird gut angenommen

„Wir bieten aber einen Sommerkindergarten an. Das heißt, dass im August auch Kinder anderer Kindergärten im Kindergarten Gries betreut werden“, sagt Karner. „Der Sommerkindergarten wird sehr gut angenommen. Heuer wird es zwei Gruppen geben“, ergänzt Elke Maggauer-Hartl, Mitarbeiterin der Kindergartenabteilung.

Jene Eltern, die eine Absage für den Wunschplatz ihrer Sprösslinge bekommen haben, hat Maggauer-Hartl kontaktiert und ihnen Alternativen angeboten. „Wenn man den Eltern die Gründe erklärt, verstehen sie das meist auch. So gesehen gibt es keine Unzufriedenheiten“, sagt Karner, die betont, dass es laufend noch zu Verschiebungen der Plätze kommt. Beispielsweise, wenn Eltern umziehen oder es mit dem Sauberwerden des Kindes noch nicht hinhaut.

So teilen sich die Kindergartenplätze in Wolfsberg auf Foto © Grafik Kleine Zeitung/Fotolia

In Kindergärten mit zu vielen Anmeldungen werden Vergabekriterien angewendet. „Hauptkriterien sind der Wohnsitz und das Alter des Kindes“, erklärt Karner. Für Reding, St. Stefan, St. Margarethen und Ritzing gab es weniger Anmeldungen als Plätze. Die Skepsis mancher Eltern gegenüber dem Kindergarten Reding habe sich verflüchtigt.

„Wir halten uns strikt daran, dass der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund nicht höher als 25 Prozent ist“, sagt Maggauer-Hartl. Das war nicht immer so. Karner: „Wir haben nun einmal eine Vermischung von Kulturen, ich sehe das als Bereicherung. Doch im Sinne einer Durchmischung verteilen wir die Kinder auch auf andere Kindergärten, etwa auf Ritzing, Gries oder St. Stefan.“

Kindergartenbeitrag

Halbtags: 100 Euro für Besuch bis 11.30 Uhr; 120 Euro für den Besuch bis 13 Uhr monatlich.
Ganztags: 160 Euro. Im Kindergarten Gries kostet der Ganztagsplatz aufgrund der längeren Betriebszeit 180 Euro im Monat.
Verpflegung: 60 Euro im Monat.

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