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Weinebene

Lithium-Abbau für 2019 geplant

Derzeit finden neue Explorationsarbeiten im Traudi-Stollen auf der Weinebene statt. Verantwortlich dafür ist die European Lithium GmbH. Der Abbau ist für 2019 geplant.

Gerade werden Explorationsarbeiten im Traudi-Stollen auf der Weinebene durchgeführt © Martina Schmerlaib
 

Der Traudi-Stollen auf der Weinebene – ein kaltes, feuchtes und dunkles Loch. Zumindest möchte man das auf den ersten Blick meinen, hinter der Fassade, oder besser gesagt, hinter der Gesteinsoberfläche verbirgt sich aber eines der größten Lithium-Vorkommen in Europa, nämlich 18 Millionen Tonnen.

Und genau deshalb war und ist das Projekt auf der Weinebene sehr begehrt – auch unter Forschern und Experten. Erst letzte Woche wurde wieder ein neues Explorationsprogramm gestartet. Dieses soll beweisen, dass sich die heutigen Ergebnisse mit jenen um 1980 decken.

Verantwortlich dafür ist die European Lithium Limited aus Großbritannien, die sich im Besitz des Stollens befindet. Dabei handelt es sich um eine Abspaltung der australischen Global Strategic Metals NL, die sich 2011 um zehn Millionen Euro die Schürfrechte der Kärntner Montanindustrie sicherte.

Schwere Investorensuche

„Der Markt rund um die Bergbauindustrie war im Keller, weshalb sich die Investorensuche schwer gestaltete. Wir setzen nun auf die Elektroautoindustrie, die immer mehr Lithium-Batterien benötigt. Aber nicht nur Autos, auch große Windräder und Solarzellen werden ohne zusätzliche Energie nicht mehr auskommen. Und natürlich ist die Glasindustrie für uns ein großes Feld“, sagt Geschäftsführer Steve Kesler von European Lithium, der dieser Tage in Wolfsberg zu Gast war.

Thomas Unterweissacher und Steve Kesler Foto © Martina Schmerlaib

Seine Pläne sind groß: Die derzeitigen Explorationsarbeiten werden in sieben Wochen abgeschlossen. Bis Mitte 2018 sollen alle weiteren Studien fertiggestellt sein, sodass der erste Abbau, wenn Investoren gefunden werden, 2019 erfolgen könnte.

Hinsichtlich einer geplanten Lithium-Carbonat-Umwandlungsfabrik für Wolfsberg ist aber wieder alles offen. „Wir prüfen Standorte im Süden von Wolfsberg, aber auch andere in Österreich“, sagt Kesler, der hinzufügt: „Das wäre ein komplett neuer Industriezweig für Österreich. Dieses Projekt hat das Potenzial, erster Lieferant für Europa zu werden.“

Bohrkerne zur Analyse

Eine Fabrik gleich neben dem Stollen für erste Vorarbeiten ist ebenso Teil des Plans. Wie sinnvoll diese ist, welche die beste Technologie zum Abbau und zur Sondierung sein wird, wird ebenso die Studie zeigen. Dafür werden gerade Bohrkerne mit einem Durchmesser von 50 Millimetern aus dem Gestein entnommen.

Die entnommenen Bohrkerne werden nun analysiert Foto © Martina Schmerlaib

„Zwei Bohrungen, zwischen 100 und 200 Meter tief ins Gestein, wurden bereits durchgeführt. Eine dauert drei bis vier Tage“, sagt Thomas Unterweissacher vom Technischen Büro für Geologie in Hochfilzen, der das Programm leitet: „Es handelt sich um geneigte Bohrungen, um die mineralisierten Gänge im Gestein besser zu erkennen.“ Diese Bohrkerne werden derzeit in Wolfsberg lagerstättenkundlich bearbeitet und beprobt.

Kommentare (3)

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tecmen15
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Arbeitsplätze

Jetzt sollten alle Gemeinden zusammenarbeiten und zusehen, dass sie einen Industriepark schaffen und einige Firmenansiedelungen auf diesem zukunftsträchtigen Zweig realisieren können.

Diesen Projekt sollte oberste Priorität haben um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in der Region zu erhöhen.

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Zongher
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Für private Investoren soll also von der Straße bis zum Kanal alles kostenlos gerichtet werden.

Und dann gibt es ganze 15 Arbeitsplätze dafür.

Tolles Geschäft, richtig Freunderlwirtschaftskompetent ala FPÖ und ÖVP.

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Kopfschüttler
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Die Gemeinden sollten??

Was sollen die "Gemeinden"?
Gemeinde sind alle.
Das bedeutet, alle sollten für die Firmen ihr Geld ausgeben.
Damit wenige einen Arbeitsplatz haben?
Und evtl. sollten die großen Industriefirmen noch Förderungen bekommen?
Nein Danke.
Lithium ist kostbar genug und wird in Zukunft noch viel wertvoller.
Die Firmen sollten das selber bezahlen.
Und die Gemeinden sollten sich das auch bezahlen lassen.
Immer wieder werden Firmen gefördert damit sie in einem Gebiet ihren Standort aufbauen.
Und wenn es sich nicht mehr lohnt sind sie weg, wie das Geld.
Diese Methode hat keine Zukunft.
Und diese Methode gehört verboten.

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