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590 nutzten UVPDer Windpark Bärofen treibt die Bürger auf die Barrikaden

Widerstand ist groß: Neben Bürgern deponierten auch Umweltanwälte und namhafte Organisationen Einwände gegen Windpark Bärofen.

Franz Dorner Windpark
Franz Dorner ist von Windrädern auf dem Bärofen überzeugt. Auf der gegenüberliegenden Handalm drehen sie sich bereits © KK/Klinger
 

Die Karten liegen im ersten UVP-Genehmigungsverfahren für einen Windpark in Kärnten endgültig auf dem Tisch. Projektgegner nutzten die Einspruchsfrist weidlich, um ihre Einwände gegen acht Windräder auf dem Bärofen (Koralpe) zu deponieren.

Kommentare (24)

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Carlo62
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Strom aus Windkraft...

...ist die mit Abstand teuerste Energie und noch dazu volatil. Das heißt, jedes kW aus Windkraft benötigt ein kW als Backup aus ständig verfügbarer Quelle. Die einzige sinnvolle Anwendung für Windparks sehe ich darin, die Energie in Form von Wasserstoff zu speichern. Das spielt es deswegen nicht, weil dann die immensen Förderungen wegfallen würden.

reinhard eberhart
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frischer wind für energieautarkheit

windkraft ist ein weg zur energieautarkheit. flusskraftwerke ja. es gibt da ganz tolle natur und tierfreundliche systeme. auch windparks können neu überlegt weden. es gibt effiziente möglichkeiten. wir denken leider immer jahrzehnte hinterher. am bau sanierungen überlegen und erst dann neubau und wenn neubau, dann keine erlaubnis ohne ökoüberlegungen. es ist schon fünf nach 12. und wir verbrauchen für energie noch immer zuviel erdöl. erdöl brauchen wir für hochwertigeres. es ist immer das selbe. wir schaffen gesetze, weg vom plastiksackerl und auf einmal geben wir gas und es gibt überhaupt nichts mehr, was nicht in plastik, nylon und zelofan verpackt wird. sogar in den bioläden. verlogene ökounregulierte welt.

Musicjunkie
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Also wenn schon Natur zerstören, dann bitte nur in Bodennähe, wie z.B. für Hotelanlagen, Almhüttendörfer, Speicherteiche,usw...

--

Bond
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UVP-Schmäh

Seit der UVP zum Gasdampfkraftwerk wissen wir: Sie ist ein abgekartetes Spiel. Die Entscheidung ist längst gefallen. Die Beamten sorgen für das Feigenblatt.

Horstreinhard
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Windkraft ist finanzieller Gewinn auf Kosten der Steuerzahler

Für Windkraft gibt es überhaupt kein wirtschaftliches Argument - die Betreiber haben null finanzielles Risiko und haben einen garantierten Gewinn auf Kosten der Strombezieher und Steuerzahler. Die Förderungen für Windenergie sollten auf Null gestellt werden und die Leitungen zur Anbindung an das Stromnetz sollte von den Betreibern selbst bezahlt werden. Es gäbe dann keinen einzigen Antrag zur Errichtung von Windparks in unseren Bergen mehr.

Don Papa
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@horst

Genau so schaut's aus. Förderungen weg, dann fällt auch das Interesse der Aktionäre weg die ja ausschließlich auf den Gewinn schauen. Da spielen doch Umweltinteressen keine Rolle. Man weiß ja dass die BayWa dahinter steckt. Wie naiv muss man sein dass man da an Idealismus glaubt...

umo10
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Ja, wieder her mit den Schweröl-Heizungen

Und mehr Atomstrom aus Krsko . Statistisch gibt es nur alle 25 Jahre einen Supergau. Fukushima ist erst 9 Jahre her.

Don Papa
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@umo

Einfach mal sinnerfassend lesen. Wo in meinem ganzen Kommentar schrieb ich was von Atomstrom oder Ölheizungen etc. Aber Hauptsache mal gleich die Keule auspacken und drauflos schlagen. Habe selbst seit 20 Jahren eine Erdwärmepumpe plus thermische Kollektoren laufen und seit 10 Jahren PV am Dach und dafür musste ich um einiges tiefer in die Tasche greifen als manch andere aber das hab ich auch zum großen Teil aus Überzeugung gemacht.

gericom7
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Profitgier vor Umweltdenken

Warum herrscht so reges Interesse an Windparks?
Weil es nahezu den doppelten Einspeistarif für Windkraft (ca 8 Cent) gegenüber Wasserkraft (3,5 Cent) gibt. Dazu natürlich massive Förderungen für den Bau der Anlagen, die Entsorgung der Sondermüllanlagen auf den Bergen nach 20 Jahren juckt keinen, man schickt die BetreibergmbH mi ihrem Mindestkapital in Insolvenz.
Ökostrom, wie zb durch Wasserkraft oder Photovoltaik ja, aber nicht zm den Preis der unwiderruflichen Zerstörung von sensiblen Ökosystemen auf unseren unberührten Bergen.
Nur unberührte Berge bringen zudem Touristen in unsere schöne heile Bergwelt.

Don Papa
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@gericom

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich hätte selbst für meine Fotovoltaikanlage lieber eine bessere Einspeisvergütung als eine Förderung gehabt. 25% für Einspeisung und 100% für Bezug und Gebühren fallen auch noch an.

Willi128
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Wozu benötigen wir Kraftwerke oder Windräder -

der Strom kommt ja eh aus der Steckdose und Energiesparen müssen sowieso nur die anderen. Sehr frei angewendet - jeder darf mit dem Auto zur Arbeit fahren, aber nicht bei mir vorbei. Mit dieser oder ähnlicher Einstellung der Menschen ist eine notwendige Energiewende nur schwer vorstell- und umsetzbar. Bitte, um mich nicht zu mißverstehen - Diskussion - ja, Polemik - nein. Schon die Einstellung "die Regierungen tun nichts für den Umweltschutz ist meiner Meinung nach nicht richtig." Ob genug getan wird ist eine andere Frage und eignet sich zur Diskussion. Nur - aus dem sofortigen Ausstieg aus der fossilen Energie entstehende Arbeitslose sind keine Kollaterialschäden, sondern Eingriff in deren Lebensqualität. Dies zu verhindern ist nicht nur Aufgabe der "Politik" sondern auch von uns allen.

umo10
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Windräder auf Almwiesen sind nicht schön

Aber ab 2500m gibts eh nur noch Geröll. Wer schon mal am reisseck war , weiß was ich meine. Ab dieser Höhe bin ich auf alle Fälle dabei; darunter wohl auch

gericom7
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Geröllwüsten ?

Die geplanten Errichtungsflächen sind auf 1800 - 2200 Meter Seehöhe, und wie im Bereich der beanspruchten Windparkanlage Kuchalm ein sensibles Waldökosystem und Rückzugsgebiet für bedrohte
Rauhfußhühner ebenso wie im Lavanttal.
Diese Rauhfußhühner, wie der Auerhahn und der Birkhahn sind keine Zugvögel und können auch nicht umgesiedelt werden.
Der ökologische Wahnsinn ist, das für Ökostrom bedenkenlos Ökosysteme zerstört werden.
Wir haben keine Umwelt II.

esoterl
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Ich versteh's nicht

Jeder will "saubere" Energie . Ich auch!!! Und wenn ich die Wahl zwischen Atomstrom oder Energie aus Windrädern habe, wähle ich die Windräder! Es ist mir nämlich lieber, dass der Auerhahn übersiedelt als dass ich, meine Kinder und Enkelkinder an atomarer Verstrahlung versterben oder wegen dieser aus unbewohnbar gewordenen Gebieten absiedeln müssen!

richeseb
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Welche Wahl???

Wir haben in Kärnten 100% Strom aus erneuerbaren Quellen! Wofür haben wir denn bloß unsere Flüsse und Bäche verbaut? Ein Blick in die Statistik Austria könnte helfen

Don Papa
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@esoterl

Es gibt aber noch etliche Alternativen, das wissen sie schon, oder.

melahide
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Jeder

will erneuerbare Energie! Aber gebaut soll wo anders werden! Wobei ich kein Freund von Mammutprojekten bin. Viele kleinere Projekte zur Basisversorgung wären nur auch lieber

wjs13
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Was braucht es Gutachter? Noch dazu 20. Wer zahlt die?

Wenn den Verantwortlichen (Politikern) die schöne Kärntner Landschaft, Fauna und Flora etwas wert sind, kann es nur Ablehnung, und zwar für sämtliche Windradprojekte geben.
Wenn den Steirern die Natur nichts wert ist und die ihre Berge verspargeln, muß das keine Vorbildwirkung für Kärnten haben.

Kristianjarnig
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Bin Kärntner @wjs13...

....Ihre Einstellung zeugt vom leider weitverbreitetem Egoismus.

Ökostrom ja, aber der soll dann von woanders kommen?(weil ohne 100% Ökostrom gibt es ja keine Förderung). Weil wir uns unsere wunderschöne Landschaft nicht mit Solar oder gar Windkraftanlagen "verschandeln" lassen wollen?

So geht es nicht und die Berge vertragen schon einige Windräder, besser als wenn der Dreck von Kohlekraftwerken aus dem Osten zu uns zieht(und ja, stellen Sie sich vor, Umweltverschmutzung macht nicht halt an Staatsgrenzen) oder gar ein erneutes Chernobyl. Da sind mir Windräder lieber. AUCH in Kärnten(warum auch nicht?).

Sollte es dann in einiger Zeit bessere grüne Energietechnologien geben kann man die Windräder wieder abbauen, die halten sowieso nicht ewig....

Seltsame Diskussion die hier geführt wird. Und wenn die "Naturfreunde" bessere, machbare Optionen anbieten können dann sollen sie das tun - einfach nur dagegen sein ist zu wenig finde ich. Als ob es wirklich eine Alternative zu Windrädern und Solarparks gäbe hierzulande.

richeseb
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Die Alternative leben wir längst in Kärnten

100% erneuerbarer Strom aus Wasserkraft und Biomasse (ca.5TWh) dazu laut E-MAP ein Rieseneinsparpotential (1,3 TWh).
Wir brauchen keine Windindustrieanlagen in unserer wunderbaren Kärntner Berglandschaft!

wjs13
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Was Tschernobyl und Kohlekrafrtwerke in Kärnten zu tun haben müssen Sie erst einmal erklären,

die Schwerfahrzeugstrassen durch Wälder auf die Berge mit reichlich Verkehr, gechoppte Vögel und Fledermäuse, der ständige Lärm den die Windräder verursachen, Hochspannungsleitungen, völlig ungeklärte Entsorgung der Windräder, etc. aber sehr wohl.
Abgesehen davon auch wirtschaftlich sinnlos, da sich die Dinger ohne Förderung nie rechnen würden, das heißt, dass wir Kärntner uns die Verschandelung der Landschaft für die anderen Bundesländer (Kärnten hat schon jetzt reichlich grünen Strom) auch noch selbst bezahlen dürfen.
Außerdem habe ich mit keinem Wort PV abgelehnt.

Don Papa
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@wjs

Bin da ganz bei Ihnen. PV ja, Windkraft nein. Außerdem die PV zunächst auf bereits versiegelten Flächen wie Dächer etc., dann erst weiter. Das tut keinem weh und ist lautlos. Ich kann nicht verstehen warum hier auf biegen und brechen in Kärnten Windräder aufgestellt werden sollen, wo man außerdem weiß dass sie bei uns ausnahmslos am Berg wo man sie hunderte Kilometer weit sieht, funktionieren. Übrigens, Kleinwasserkraft wäre auch noch ein riesengroßes Gebiet.

tecmen15
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Windkraft und KW nein!

Kleinwasserkraft zerstört sensible Ökosystem und bringt gar nichts.
Das einzige was wirklich nützt und keinen Nachteilt hat ist PV!

wjs13
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Danke

genauso sehe ich das auch