Hohes Defizit Corona brachte auch der Kirche ein Finanzloch

Staatlicher Zuschuss konnte größeres Minus für katholische Kirche in Kärnten abfedern. Kirchenbeiträge relativ stabil. Rückgang bei Kollekten in Pfarren um fast 50 Prozent. Auch 2021 bleibt schwierig.

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Ein Bauprojekt 2020: Das Dach des Pfarrhofes St. Stefan/Gail wurde neu gedeckt
Ein Bauprojekt 2020: Das Dach des Pfarrhofes St. Stefan/Gail wurde neu gedeckt © KK/Diözese/Obernosterer
 

Hohe Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Lockdowns: Die Folgen der Coronapandemie haben auch die Kärntner Kirche finanziell erwischt. Im am Freitag präsentierten Jahresabschluss 2020 der Diözese Gurk zeigt sich ein Defizit von 273.000 Euro. Betrieblichen Gesamteinnahmen von rund 39,2 Millionen Euro stehen Gesamtaufwendungen von 39,5 Millionen gegenüber. Das Geschäftsjahr 2020 war deutlich geprägt von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen rund um die Covid-19-Pandemie wie z. B. dem vollständigen Einnahmenausfall bei den kirchlichen Bildungshäusern sowie dem Rückgang bei den Kollekten in den Pfarren um bis zu 50 Prozent infolge der Lockdowns“, so  Finanzkammerdirektor Gerhard Salzer und  Diözesanökonom Burkhard Kronawetter. Gesamt hätte es noch schlimmer kommen können. Doch das Kirchenbeitragsaufkommen sei relativ stabil geblieben, so Salzer. Das Minus gegenüber 2019 betrug 1,6 Prozent  oder 441.000 Euro. Und der staatliche Zuschuss aus dem Coronafonds habe 900.000 Euro ausgemacht. So konnte das Defizit für 2020 gering gehalten werden, andernfalls hätte der Verlust 1,5 Millionen Euro betragen, so Salzer zur Kleinen Zeitung.

Kommentare (4)
GordonKelz
1
6
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Ein einziger Skandal, daß der Kirche unser

Steuergeld quasi aufgedrängt wird....!?
Gordon

HeWa66
3
23
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Eine

der reichsten Institutionen der Welt bekommt staatlichen Coronazuschuss.
Das setzt dem Fass die Krone auf.
Ich würde gerne wissen, wer so etwas entscheidet.
Der Pöbel wirds schon richten.

joschi41
0
21
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r.k.Kirche und das liebe Geld

Gurk-Klagenfurt ist eine kleine feine Diözese, reichlich ausgestattet mit Latifundien (Bischof Schwarz machte davon flotten Gebrauch), steht wirtschaftlich gut da. Was den Menschen regelmäßig Aufreger verschafft, sind die immer wiederkehrenden Finanzskandalmeldungen aus dem Vatikan. Dort wird offenbar soviel Geld gebunkert, dass man nicht weiß, wie und wo man es am höchsten gewinnbringend veranlagen soll. Jesus schau oba!

ovis volgus
3
21
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Kollekten

Sammlungen, Geldopfer.
Meine Interpretation:
Die Masse der Gläubigen soll sich aufopfern, damit der Reichtum der Kirche erhalten bleibt.