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KLAGENFURT

Geisterbus wird abgeschafft

Busliniennetz der Klagenfurter Stadtwerke wird überarbeitet und einiges eingespart. Trotzdem soll es keine Verschlechterungen für die Kunden geben.

Der neue Linienplan sieht vor, dass neben der Linie 10 in den Sommermonaten auch die Linie 20 das Strandbad anfährt.
Der neue Linienplan sieht vor, dass neben der Linie 10 in den Sommermonaten auch die Linie 20 das Strandbad anfährt. © Helmuth Weichselbraun
 

Die Klagenfurter Busse sollen für die Stadt billiger werden, aber ohne Verschlechterung für die Kunden – diesen Spagat versucht man derzeit mit einer Überarbeitung des Liniennetzes zu machen. „Wir sparen intelligent. Das heißt, wir setzen vor allem bei Dingen an, die nicht gebraucht werden“, sagt der zuständige Stadtrat Frank Frey (Grüne).

Als Beispiel nennt er die Linie 62, die im Zuge der Einsparungen gestrichen werden soll. „Der Bus von der S-Bahn-Haltestelle West zur Uni ist immer als Geisterbus unterwegs“, sagt Frey. Deshalb werde man ihn abschaffen. Stattdessen werde die Linie 60 die Haltestelle West anfahren. Das habe den Vorteil, dass es auch eine Anbindung an die Innenstadt gäbe. Genau das sei nämlich ursprünglich bereits bei der Linie 62 vorgesehen gewesen, dann aber aus Kostengründen nicht umgesetzt worden, wie Reinhold Luschin, Leiter der Stadtwerke-Mobilität, erläutert.

Einige Änderungen wird es auch für die Bewohner von Wölfnitz geben. Für die Linie 31 wird künftig in der Mantschehofstraße in Feschnig Endstation sein. Dafür werden die Linie 30 und 33, wie es unter anderem in Ebenthal bereits der Fall ist, verschränkt geführt. „Dadurch gibt es für die Wölfnitzer einen Halb-Stunden-Takt“, sagt Frey. Unangetastet bleiben die Nachtbusse und die Tickettarife. Wie bisher wird die Stadt bei jedem Klagenfurter zur Monatskarte 13 Euro zuschießen. Immer wieder hieß es, das Einsparungspotenzial bei den Bussen liege bei 500.000 Euro. „So viel ist es nicht. Heuer werden wir maximal 100.000 Euro einsparen“, sagt Frey.

Aktuell kritisiert der Verein Fahrgast Kärnten die Anbindung vom Heiligengeistplatz zum Strandbad. „Der klimatisierte Bus könnte für viele eine attraktive Alternative zum Auto sein, allerdings nicht mit einem Takt von 30 Minuten. So lange in der Hitze zu warten, schreckt viele ab“, sagt Obmann Markus Lampersberger. Luschin sagt dazu, dass in Stoßzeiten nach Bedarf Busse eingeschoben werden. Diese werden allerdings nicht im Busplan ausgewiesen. In Zukunft sollen sie jedoch in der Fahrplan-App Quando aufscheinen. Darüber hinaus ist in der Überarbeitung des Liniennetzes vorgesehen, dass die Linie 20 auch das Strandbad anfährt. Dieses Konzept muss jedoch erst im Gemeinderat beschlossen werden.

BETTINA AUER

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Danke für Ihr Verständnis.

iwoarsnet
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Abschaffung Linie 62

Da die Linie 60 nun das Strandbad nicht mehr anfährt, kam es selbstverständlich zu Verschlechterungen. Da aber unsere Politiker scheinbar alle gute Autos und Chauffeure haben, sind sie ja nicht auf die Öffis angewiesen.

Die bereits von anderen erwähnte Taktung von 30 min wochentags und 60 min am Sonntag ist für eine Landeshauptstadt nur noch peinlich und ihrer unwürdig.

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Monte570
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Sonntagsfahrplan

Mit dem 30 er in die Stadt und dann zum Strandbad am Sonntag.
zu Fuß geht es schneller.

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Leheneck
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Wölfnitz ist ein Stadtteil

von Klagenfurt. Innerhalb des Stadtgebiets nur im 30- Minutentakt zu fahren, ist zu wenig.

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gintonicmiteis
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Bitte nicht den Gemeinderat etwas beschließen lassen...

Warum sollen das nicht jene entscheiden, die
1. dafür bezahlen und
2. diese Busse auch nutzen?

Auch hier sollten mehr die Bürger eingebunden werden (bzw. Bürgervertretungen wie dieser Verein), damit eine praxisnahe Lösung rauskommt.

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