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Gemeinderatswahl KlagenfurtScheider machte Pfarrer zu Wahlkampf-Helfer wider Willen

Christian Scheider (Team Kärnten) veröffentlichte in einem sozialen Netzwerk ein Foto, das ihn und Pater Anton Wanner zeigt. Dieser distanzierte sich davon.

Christian Scheider bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl.
Christian Scheider bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl. © Weichselbraun Helmuth
 

In seinem Wahlkampf lehnte sich Christian Scheider, der von der FPÖ zum Team Kärnten gewechselt ist und nun unter der Liste „Christian Scheider“ für die Gemeinderatswahl antritt, weit aus dem Fenster: Am 6. Jänner wurde auf Scheiders Facebook-Account ein gemeinsames Foto von ihm und dem kärntenweit bekannten Pater Anton Wanner veröffentlicht. Das Foto war mit dem Slogan „Wir für Christian Scheider“ und einem gelben Rahmen versehen, also jener Farbe, in der Scheider auf Facebook und auf seiner Homepage für seine Liste wirbt. Zudem enthielt der Beitrag ein Zitat des Paters.

Darauf angesprochen sagt Scheider: „Ich habe mich mit Pater Anton über den Text abgesprochen.“ Um Parteiwerbung handelt es sich seiner Ansicht nach nicht: „Es steht nicht dabei, welches Kreuzerl man machen soll.“ Der Bilderrahmen sei ohne Parteilogo veröffentlicht worden.
Pater Anton stößt der Post dennoch bitter auf. Er verwehrt sich gegen diese Art der Darstellung. „Das ist nicht in meinem Sinne. Kein Priester darf für eine Partei Werbung machen. Ich bin für alle Menschen gleichermaßen da.“

Beim Bild handelt es sich um ein älteres Foto. Bereits am Samstag habe er diesbezüglich Kontakt mit Scheider aufgenommen. Wanner verlangt, dass das Posting entfernt wird. Sonst werde man rechtliche Schritte überlegen.

Daraufhin reagierte man im Büro Scheider: Der Beitrag sei ein „Fehler der Social Media-Agentur“ gewesen, den man bereue: „Es tut uns sehr leid. Pater Anton ist ein herzensguter Mensch. Die Initiative ist nicht von ihm ausgegangen. Wir werden das Posting löschen“, versichert der Wahlkampfleiter.

Mittlerweile wirbt Scheider auf seiner Facebook-Seite auch mit einem Foto, das die Aufschrift „Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist“ trägt. Der Slogan wurde 1994 im Wahlkampf von Jörg Haider eingesetzt, 2008 wurde er von Heinz-Christian Strache wiederverwendet. Brisant: Strache warb damals für die FPÖ –also jene Partei, von der sich Scheider erst vor Kurzem getrennt hat.

Kommentare (5)
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Hollersekt
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Team Kärnten

das ist ja ein Sammelbecken von ganz großen Kapazundern und vor allem von ehemaligen Angehörigen anderer Parteien bei denen sie nicht zum Zug gekommen sind, ganz speziell sieht man das an der Spittaler 'Habererpartie'.

Köfer hat ja auch schon mehrere Parteien probiert, jetzt versucht er gerade mittels seinem Ghostwriter Prasch und dessen Flugblatt die Spittaler zur absoluten Unzufriedenheit aufzustacheln und sich als Retter der Gemeinde Spittal aufzuspielen. Das finanzielle Desaster mit dem Gemeindebad Spittal (Schaumrolle) sollte den Bürgern von Spittal aber noch in Erinnerung sein.

Team Kärnten: Scheider, Köfer und Co: Leitln, passt's auf !

pianofisch
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Finito

Okay, Herr Scheider. Das war‘s.

archiv
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Team Kärnten Chef "Herr Köfer" jedenfalls mit verantwortlich!


War es das schon mit der Unterstützung von "Noch-Gemeinderat " Scheider?

cathesianus
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Von der Partei hat er sich wohl verabschiedet,...

... aber deren Niveau hat er nach wie vor.... und zum "Stimmenfang" ist jedes Mittel recht! Es werden die Klagenfurter wohl hoffentlich nicht so blöd sein, diese Figur nochmals zu wählen???

Quack9020
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Es wird in den nächsten Tagen

Es wird in den nächsten Tagen noch mehr aufgedeckt werden über den Wahlkampf, die engagierten Agenturen und wie diese sich verhalten und verhalten haben.

Der Wahlkampf des Herrn Scheider wird dann frühzeitig beendet sein.