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FeistritzIndustriegemeinde zeigt wieder Bärenstärke

Vor 20 Jahren wurde das „Bären Batterie“-Werk in Feistritz im Rosental stillgelegt. Mit Neuansiedelungen schaffte man den Sprung in die Zukunft.

12 Unternehmen mit rund 200 Beschäftigten arbeiten im Gewerbepark. „Wir sind jetzt voll“, ist Bürgermeisterin Sonya Feinig stolz © Markus Traussnig
 

Die traditionelle Industriegemeinde Feistritz im Rosental hat wieder zu alter „Bären-Stärke“ zurückgefunden: Nach der Stilllegung des weltweit bekannten Vorzeigebetriebes „Bären Batterie“ vor 20 Jahren und den damit verbundenen Verlust von bis zu 200 Arbeitsplätzen sah die Zukunft in der 2600-Einwohner-Gemeinde alles andere als rosig aus. Um den Arbeitsplatzmangel nach dem Aus der „Bären Batterie“ auszugleichen, wurde 1999 der Feistritzer Gewebepark ins Leben gerufen. Mit dem Bemühen um Ansiedelung von Unternehmen folgte man der Tradition des Standortes. „Wir sind immer schon eine Industriegemeinde gewesen“, sagt Bürgermeisterin Sonya Feinig nicht ohne Stolz. Eine Tradition, die man sich bewahren wolle.

Heute kann Feinig, sie arbeitet seit 1988 als Gemeindebedienstete und ist seit 2004 Bürgermeisterin, auf eine stolze Bilanz verweisen: Im Gemeinde-Gewerbepark sind zwölf Unternehmen angesiedelt, über 200 Mitarbeiter werden beschäftigt. „Wir sind jetzt voll belegt“, freut sich Feinig. Eine Vergrößerung des Gewerbeparks sei aus Rücksicht auf die Anrainer aber nicht geplant.
Auch auf dem sanierten, fünf Hektar großen Industriegelände der „Bären Batterie“ am Eingang des Bärentales ist wieder reger Betrieb: Acht Firmen sind im „Bären Industriepark“ angesiedelt, darunter das Postverteilerzentrum Feistritz. Insgesamt gibt es am „Bären-Areal“ derzeit rund 70 Arbeitsplätze. Abseits des Gewerbe- und Industrieparks hat es ebenfalls zahlreiche Neuansiedelungen gegeben: Von Supermarkt-Ketten über ein österreichweit bekanntes Tattoo-Studio bis hin zu einer Kassen-Zahnärztin, die derzeit im Ort Feistritz ein Ordinationsgebäude errichtet.

Auf dem Gelände der alten "Bären-Batterie" ist wieder reger Betrieb Foto © Markus Traussnig

„Arbeitsplätze sind das Um und Auf“, sagt die Bürgermeisterin. Im Vorjahr konnte man 570.000 Euro Kommunalsteuer einheben. Dass der Standort Feistritz für viele Unternehmer interessant ist, sei keine Selbstverständlichkeit. „Vielleicht liegt es ja daran, dass ich immer im Amt, eben immer erreichbar bin. Und dass bei uns alle Genehmigungen flott erteilt werden. Das hat einige Unternehmer schon positiv überrascht“, sagt Feinig. Außerdem sei es wichtig, dass die Voraussetzungen für einen modernen Betriebsstandort vorhanden seien. „Ohne ein schnelles Internet geht heute gar nichts.“ Deshalb werde in der Gemeinde das Breitbandnetz kontinuierlich ausgebaut. Innovation in einer traditionsreichen Gemeinde, wo der gelbe Bär, das Logo der „Bären Batterie“, immer noch allgegenwärtig ist.

Die Metallkunstmeile in Suetschach ist ein Hingucker Foto © Markus Traussnig

Die Projekte

Das Gemeindeamt wurde 2018 generalsaniert, das Bauhofgebäude aufgestockt, die Windeltonne eingeführt. Geplant ist für 2019 die Erneuerung der Suetschacher Einfahrt bis zum Dorfplatz, die Errichtung einer UV-Anlage im Hochbehälter Matschach und der Ankauf eines Mehrzweckfahrzeuges für die FF Feistritz.

Amtsleiterin Brigitte Stefaner freut sich über das sanierte Foyer des Gemeindeamtes Foto © Markus Traussnig

Kommentare (1)

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georgXV
0
1
Lesenswert?

???

alle sprechen über e-Mobilität und die dafür DRINGEND notwendigen (leistungsfähigeren) Batterien !!!
Warum wird diese Riesenchance NICHT in Feistritz / Kärnten / Österreich wahrgenommen ???
Hier könnten hunderte NEUE Arbeitsplätze geschaffen werden !!!
Stattdessen entstehen diese neuen Fabriken außerhalb Österreichs !!!

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