KlagenfurtBett angezündet: Polizei jagt Brandstifter

Nach dem gefährlichen Sperrmüll-Brand bei einer Wohnanlage in Klagenfurt-St.Peter laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren.

Unbekannte setzten Bett in Brand © Klz/Odebrecht
 

Es waren dramatische Szenen, die sich vor wenigen Tagen in einer Wohnanlage im Klagenfurter Stadtteil St. Peter abgespielt haben. Die Spuren sind immer noch sichtbar: Unbekannte hatten Teile des vor dem Haus lagernden Sperrmülls angezündet. Ein Bettgestell und eine Matratze lagen direkt bei der Hausmauer, weshalb diese sofort Feuer fing. Die Fensterscheibe der darüberliegenden Wohnung ist zerborsten. Rauch zog ins Innere. In diesem hielt sich auch eine bettlägrige Frau auf. Nachbarn konnten die Frau rechtzeitig ins Freie bringen.

Christoph Lindl, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter, wohnt im zweiten Stock. Als er Brandgeruch wahrnahm, reagierte er blitzschnell. Gemeinsam mit Nachbarn alarmierte er noch jene Bewohner, die vom Brand nichts mitbekommen hatten. Danach begann er das Feuer mittels Handfeuerlöscher zu bekämpfen. Er wurde dabei von weiteren Bewohnern unterstützt. "Toll, wie alle Nachbarn in diesem Moment geholfen haben", sagt Lindl. "Gemeinsam konnten wir Schlimmeres verhindern."

Relativ rasch war klar, dass das Feuer entweder fahrlässig oder vorsätzlich gelegt worden war. Mittlerweile haben die Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufgenommen.  "Es sind Überreste sichergestellt worden", sagt Polizei-Sprecher Mario Nemetz. Und der Verdacht, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte, hatte sich erhärtet. "Es gibt allerdings noch keinen Tatverdächtigen", sagt Nemetz.

 

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