Großprojekt Kärntner bauen im Herzen von Laibach

Die Unternehmen RM Bauträger GmbH und EWO GmbH mit Sitz in Klagenfurt haben um 25 Millionen Euro mitten in Laibach ein Grundstück ersteigert und wollen dort in den kommenden Jahren Einkaufszentrum, Wohnungen und Büros errichten.

Das Projekt der Klagenfurter Bauträger in Laibach © KK
 

Die Kärntner Unternehmen RM Bauträger GmbH und EWO GmbH mit Sitz in Klagenfurt haben Laibach den Komplex „Toba(c)na mesto“ – eine ehemalige Tabakfabrik – um 25 Millionen Euro ersteigert. Die Kaufverträge wurden am vergangenen Freitag unterzeichnet. "Es war ein Glücksfall, dass wir den Komplex in bester Lage mitten in der Altstadt von Laibach ersteigern konnten", sagt Geschäftsführer Jakob Miklau, der in Kooperation mit Investoren Wohnungsprojekte in Österreich und Deutschland umsetzt.

"Die Ausschreibung war öffentlich, wir waren die Bestbieter", so Miklau, der bisher in Slowenien nicht tätig war. Unter den Bietern war auch das Unternehmen VG Dienstleistungen des nach Deutschland ausgewanderten Slowenen Vincenc Grabnar, der für den Komplex eine Summe von 36,2 Millionen Euro bot, dafür aber keine Bankgarantie vorweisen konnte. Außerdem das slowenische Unternehmen "KPL in MG Mind", das aber mit einem Angebot von 23,1 Millionen Euro unterlag. "Ich wundere mich, dass die großen Player dieses Juwel verschlafen haben", sagt Miklau. Der Wert des Komplexes "Tobacna mesto" werde laut Miklau von Experten auf ein Vielfaches geschätzt.

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Jakob Miklau investiert in Laibach © KK

Die Pläne für den Ausbau des 12 Hektar großen Areals sind genehmigt, mit dem Umbau ist bereits vom Vorbesitzer Imos-G, der 90 Millionen Euro investierte, aber im Jahre 2015 in Konkurs ging, begonnen worden. "Mit den Bauarbeiten starten wir im Herbst", kündigt Miklau an.

In einer Bauzeit von drei Jahren werden rund 500 Millionen Euro investiert werden. Gebaut werden laut Miklau 18.000 Quadratmeter Einkaufszentrumsfläche, 100.000 Quadratmeter Wohnfläche in neun riesigen Wohnblöcken, 20.000 Quadratmeter Büroflächen in teilweise denkmalgeschützten Gebäuden sowie ein 57 Meter hohes Hotelgebäude mit 400 Zimmern und einem Kongresszentrum, eine vierstöckige Tiefgarage mit 3700 Stellplätzen und ein Jugendgästehaus.

"Die Wohnungen werden wir am freien Markt vermieten oder verkaufen", sagt Miklau. Er rechnet mit Quadratmeterpreisen zwischen 5000 und 6000 Euro. Hauptmieter der Büroflächen werden Abteilungen der Slowenischen Bundesregierung sowie des Magistrates Laibach sein. Umgesetzt werden soll das Projekt laut Miklau hauptsächlich mit Mitarbeitern und Partnern aus Österreich.

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