KlagenfurtWie sich die BKS Bank einen eigenen Stadtteil baut

Rund um ihr Hauptquartier investiert die BKS Bank konsequent in Immobilien. Nun werden wieder zehn Millionen investiert.

Im Hinterhof der BKS Bank entsteht ein Wohnpark
Im Hinterhof der BKS Bank entsteht ein Wohnpark © Just
 

An Baukränen wird es in den nächsten Jahren rund um den St. Veiter Ring nicht mangeln. Die Wertbau Errichtungs GmbH wird ab Herbst in der Morogasse 56 Wohnungen bauen. Auf dem so genannten Kucherhof-Areal der Landwirtschaftskammer – eine 22.000 Quadratmeter große Fläche – werden die Klagenfurter Bauentwickler Günther Kollitsch und Peter Jaritz Büros und Wohnungen errichten. Und nun kommt eine weitere Baustelle im Hinterhof der BKS dazu. „Zu Beginn stand die Frage, wie wir die Parkierung hier verdichten können“, sagt Architekt Christian Halm. Geworden ist es dann ein weit umfassenderes Projekt. Denn die Autoabstellplätze hat man kurzerhand in zwei unterirdische Ebenen verlegt und wird oberirdisch für einen modernen Wohnbau sorgen. Das besondere daran: „23 der 50 Mietwohnungen werden als betreubares Wohnen eingerichtet werden“, sagt Hertha Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank. Die nötigen medizinischen und pflegetechnischen Betreuungsleistungen kann man beim Hilfswerk buchen. „Grundsätzlich bleiben die Menschen, die hier einziehen wollen, aber weitgehend selbstständig“, sagt Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler. Mit dem nahen Stadtkern, einem barrierefreien Einkaufszentrum und kulturellem Angebot wie dem Stadttheater in Gehnähe wäre der Standort „bestens geeignet für Senioren, die aktiv bleiben wollen.“ In Summe wird die BKS Bank zehn Millionen Euro in das Projekt investieren. „Umsetzen werden wir die Maßnahmen mit Kärntner Unternehmen, die allesamt schon unsere Kunden sind“, sagt Stockbauer.

Zwei Gebäude gegenüber der Bank wurden bereits saniert
Zwei Gebäude gegenüber der Bank wurden bereits saniert Foto © Cik
Überhaupt hat sich die BKS Bank in den letzten Jahren massiv in der Immobilien-Finanzierung eingebracht. Die Gesellschaften von Investor Franz Peter Orasch gehören ebenso zu den Kunden wie das Bauunternehmen Kollitsch. Dass der Markt in Kärnten überhitzen könnte, fürchtet Stockbauer aber nicht. „Wenn man den Vergleich mit Wien hat, sind wir immer noch günstig. Und wenn mehr gebaut wird, bleiben die Wohnungen auch leistbar“, sagt die Bankerin.

Weitere Sanierung steht an

Im unmittelbaren Umfeld des Firmensitzes trat man in den letzten Jahren mehrfach selbst als Immobilien-Investor auf und verschönerte sich den Stadtteil. Direkt gegenüber des Hauptquartiers der BKS Bank sanierte man zwei Gebäude um rund drei Millionen Euro. Wenige Meter Stadtauswärts in der St. Veiter Straße wird ein weiteres Haus, das im Eigentum der Bank steht, in den nächsten Monaten in Angriff genommen und umgebaut. „Wir wollen Lebensraum in der Stadt schaffen, damit die Stadt auch lebt“, sagt Stockbauer.

Auch in der St. Veiter Straße will man ein Haus sanieren
Auch in der St. Veiter Straße will man ein Haus sanieren Foto © Cik
Eine Ansage, für die es beim gestrigen Spatenstich auch dankende Worte von Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz gab. „Durch die Bauverzögerung auf der Pischeldorferstraße hinkten wir auch hier der Zeit hinterher. Aber jetzt wird dieses Vorzeigeprojekt umgesetzt und Mitten in der Stadt entsteht eine grüne Oase.“

Kommentieren