KlagenfurtNach Abriss klafft ein Loch am Domplatz

Eigentümer des Grundstückes, auf dem das Palliardi-Haus stand, hält sich über mögliche Projekte bedeckt.

Nichts zeugt mehr von dem markanten Palliardi-Haus in der Karfreitstraße. Die Fassade wurde vor Kurzem vollständig  abgerissen
Nichts zeugt mehr von dem markanten Palliardi-Haus in der Karfreitstraße. Die Fassade wurde vor Kurzem vollständig abgerissen © Traussnig
 

Das Palliardi-Haus in der Klagenfurter Karfreitstraße stand 20 Jahre unter Denkmalschutz. Zum Schluss blieben von dem traditionsträchtigen Gebäude nur mehr eine denkmalgeschützte Bauruine mit Fassade und einem Teil der Erdgeschoßgewölbe übrig.

Auch das gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Nachdem im Vorjahr wegen des fortschreitenden Verfalls der Fassade der Denkmalschutz aufgehoben wurde, zeugt an dieser Stelle nichts mehr von dem markanten Bau. Aufgrund der Baufälligkeit wurden vor Kurzem die Überreste abgerissen. Was nun mit dem Grundstück passieren soll, ist offen.

20 Jahre lang stand das Gebäude neben dem Klagenfurter Hotel Goldener Brunnen unter Denkmalschutz
20 Jahre lang stand das Gebäude neben dem Klagenfurter Hotel Goldener Brunnen unter Denkmalschutz Foto © Bauer

In der Vergangenheit gab es die eine oder andere Idee. Der Eigentümer „Wobik“ wollte ein Projekt mit 24 Wohnungen und einer Garage errichten. Schlussendlich dürfte es an einem Investor gescheitert zu sein. Dieses Vorhaben liegt allerdings schon sechs Jahre zurück. In der Zwischenzeit wurde auch über einen Verkauf des Klagenfurter Grundstückes nachgedacht.

Und heute? „Es gibt nichts Neues“, mehr ließ sich die Wobik Wohnbau in Kärnten GmbH nicht entlocken. „Für das Grundstück gibt es weiterhin eine Baubewilligung mit Wohnungen und Tiefgarage“, sagt Horst Berger von der Abteilung Baurecht und Gewerberecht des Magistrats. „Womöglich war eine Umsetzung für den Eigentümer unter den alten Voraussetzungen nicht rentabel. Die Fassade zu integrieren, wäre wohl sehr teuer gekommen.“ Vielleicht passiere jetzt etwas, wo alles abgerissen sei, spekuliert Berger. Eine grundsätzliche Verpflichtung zu einer Bebauung gebe es allerdings nicht.

Somit scheint die Zukunft des Grundstückes weiterhin ungewiss zu sein.

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