Im Konkursverfahren gegen die A3 Trading GmbH mit Sitz in Klagenfurt-Wölfnitz geht es jetzt Schlag auf Schlag: Über das Unternehmen wurde Anfang Dezember auf Eigenantrag das Insolvenzverfahren eröffnet. Massive Umsatzeinbrüche wurden als Grund angegeben. Bereits damals wurde ein Sanierungsplan vorgelegt. Am Dienstag fand die erste Prüfungssatzung statt. Im Verfahren selbst wurden bis dato Insolvenzforderungen von 1,3 Millionen Euro angemeldet, wovon derzeit vorerst vom Insolvenzverwalter Forderungen in der Höhe von 624.658 Euro als zu Recht bestehend anerkannt wurden.

Zunächst ging man noch von einer Fortführung der insgesamt sieben Filialen, allesamt Modeboutiquen im osttirolerischen Lienz und in der Kärntner Landeshauptstadt (und zwar die Geschäfte Zero, Tally Weijl, Leo und Emilia sowie Sillis im Südpark in Klagenfurt und s.Oliver, Tally Weijl und Street One/Cecil in Lienz), aus.

Elf Dienstnehmer betroffen

Jetzt ist alles anders: "Da einige Filialen nur mit einem wirtschaftlichen Ausfall für die Gläubigerschaft bzw. nicht positiv fortgeführt werden können, werden die beiden Filialen in Lienz mit Ende Jänner geschlossen", erklärt Beatrix Jernej vom Alpenländischen Kreditorenverband (kurz AKV). Das s.Oliver am Hauptplatz in Lienz soll Ende Feber 2023 geschlossen werden. Von diesen Schließungen sind insgesamt elf Dienstnehmer betroffen.

Auch den Geschäften im Klagenfurter Südpark droht nun das Aus, nämlich dem Zero und dem Tally Weijl. Aktuell sind dort noch sieben Dienstnehmer beschäftigt. "Die Fortführung des Betriebes mit den Geschäften Leo und Emilia und Sillis ist angedacht", weiß Jernej. Vonseiten der Schuldnerin bleibt der Abschluss eines Sanierungsplanes mit einer Quote von 20 Prozent aufrecht. Die Abstimmungstagsatzung findet am 21. Feber 2023 statt.