Zwei Tage vor Weihnachten wurden Sie als Stadträtin angelobt. Darf man fragen, was seither geschah?
Sandra Wassermann: Ich hatte viele Gesprächstermine, verschaffe mir einen Überblick über die Projekte in den Referaten. Gerade bei der Friedhofsverwaltung gibt es viel zu tun. Die Nachfrage nach Urnenbestattungen steigt, auch die Naturbestattung wollen wir bekannter machen. Das ist mir auch als Pfarrgemeinderätin ein Anliegen, dass diese Themen nicht mehr länger tabu sind. Ein anderes Thema ist der jüdische Friedhof in St. Ruprecht, den wir besser schützen müssen.

Sie haben alle Agenden von Christian Scheider übernommen – bis auf das Feuerwehrreferat, das die Bürgermeisterin nahm.
Als die Bürgermeisterin plötzlich die neue Referatseinteilung verlesen hat, war ich geschockt. Wir haben mit Wolfgang Germ einen Experten, ich selbst bin schon dem Ausschuss vorgestanden, wir haben auch dagegen gestimmt. Aber es wurde uns eben entzogen.

Der Plan für eine große Verkehrslösung muss nun warten.
Wieso?

Sie rechnen damit, nach der Wahl noch Stadträtin zu sein?
Ich sehe das Amt langfristig, ja. Und zur Verkehrslösung: Wir haben jetzt die Zwölftelregelung, also kein Budget für große Projekte. Aber wir führen viele Gespräche über innovative Ideen, etwa über digitalisierte Lösungen für den Verkehr. Und wir haben 14 Millionen Euro für Verkehrssicherheitsprojekte veranschlagt.

Mit welchem Ergebnis rechnen Sie bei der Wahl?
Ich gehe davon aus, dass Wolfgang Germ und ich weiter im Stadtsenat arbeiten werden.