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2,4 Millionen Euro SchadenDas durchschaubare politische Spiel im Klagenfurter Untreue-Skandal

Warum gehen Mathiaschitz und Jost mit ungeeigneten Mitteln gegen Mitarbeiter vor? Welche alten Rechnungen werden hier beglichen? Eine Analyse.

Sujets Neuer Platz, Rathaus, Lindwurm (bei Nacht)
Sujets Neuer Platz, Rathaus, Lindwurm (bei Nacht) © (c) Lisa Steinthaler KLZ
 

Die Art, wie im Klagenfurter Rathaus mit dem Untreue-Skandal umgegangen wird, verwunderte schon im März. Damals war es Magistratsdirektor Peter Jost, der sich an der Seite von Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) als Aufdecker im Fall der mutmaßlich veruntreuten 1,76 Millionen Euro inszenierte.
Nun, ein halbes Jahr und ein Gutachten durch die Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG später, war es wieder Jost, der in einer Pressekonferenz maßgeblich das Wort führte und den Leiter der Abteilung Rechnungswesen und den Direktor des Kontrollamts massiv angriff, ihnen „blindes Vertrauen“ in ihre Mitarbeiter nachsagte – das er, Jost, etwas zirkelschlüssig, in seine Abteilungsleiter hingegen schon haben dürfe.

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CuiBono
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Merkt's Euch das endlich

Klagendorf ist anders.
Definitiv.

Wer dachte, dass es nach dem bierschlegelschwingenden Gesangstalent vom Fuße des Wörthersees - dem ehemaligen Tennistaschenträger vom Jörgl-selig - nicht noch schlimmer kommen könnte, hat sich gehörig getäuscht.

Seit mittlerweile Jahrzehnten herrscht in diesem einst so lieblichen, aber jetzt kontinuierlich zu einem x-beliebigen Provinzkaff zerbröselnden, Städtchen Stillstand.
NEIN - nicht ganz.
In der Politik und Verwaltung geht es drunter und drüber.

Die Leidtragenden sind die Bürger und, ich hab das schon mehrmals gesagt, eigentlich könnte mir das als nicht-Klagendorfer - wurscht sein.
Aber dieser Kaff von Unfähigen-"Gnaden" ist immerhin auch (meine) Landeshauptstadt.

Ich bin schon neugierig, wie die nächsten Gemeinderatswahlen im Februar 2021 ausgehen werden.
Die Hoffnung auf irgendwelche, wenn auch nur marginale, Änderungen zum Positiven stirbt zuletzt, aber ich befürchte, sie stirbt doch.

mrbeem02
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DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PRIVATWIRTSCHAFT UND KOMMUNEN

In der Privatwirtschaft haftet in jedem Fall die Firma, bzw. die Firmenleitung, auch wenn kriminelle Aktionen stattgefunden haben. Die Haftung umfasst auch die unterlassene Kontrolle, und die Steuern sind für eventuell von Mitarbeitern durch kriminelle Tätigkeiten hinterzogene Beträge von der Firma (mit voller Geschäftsführerhaftung) zu bezahlen.
In Klagenfurt werden der 12 Jahre lang (studierter Diplomkaufmann) oberste Verantwortliche geehrt, da sie ja nichts gesehen und gehört haben, und nicht in der Lage waren, ein normales ordentliches Kontrollsystem aufzubauen. Auch der Magistratsdirektor ist verantwortlich, da er Vertrauen vor einem Kontrollsystem gesetzt hat. IN DER PRIVATWIRTSCHAFT REAGIEREN IN SOLCHEN FÄLLEN DIE KOMMUNALEN UND STAATLICHEN BEHÖRDEN RIGOROS.

archiv
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"Kritik am Vorgehen" auch von den Gemeinderäten ...


Im Stadtrecht Klagenfurt steht nichts zum Punkt "Kritik durch Gemeinderäte", vielmehr steht da, dass die Gemeinderäte zum Wohl der Stadt etc. zu arbeiten hätten.
Welche Aktivitäten bzw. nachvollziehbaren Lösungsvorschläge haben die im Bericht genannten Gemeinderäte im Zusammenhang Untreue-Skandal schon gesetzt?

Und warum hört man nichts vom "KONTROLLAUSSCHUSS"?

Obmann: GR Dipl.Ing. Elias Molitschnig (Grüne)
Stellvertreter: GR Karl Werner Voitischek (ÖVP)
GR Ines Domenig, BEd (SPÖ)
GR Mag.art Manfred Jantscher (ÖVP)
GR Dr. Manfred Mertel (SPÖ)
GR Dr. Andreas Skorianz (FPÖ)
GR Sandra Wassermann (FPÖ)

Und welche Verantwortung/Maßnahmen gibt es beim
FINANZAUSSCHUSS

Obmann: GR Robert Münzer (SPÖ)
Stellvertreter: GR Ing. Herbert Taschek (ÖVP)
StR. Mag. Franz Petritz (SPÖ)
GR Dipl.Ing. Dr. Judith Michael (SPÖ)
GR Mag.iur Iris Pirker-Frühauf (FPÖ)
GR Johann Rebernig (FPÖ)
StR. Frank Frey (Grüne)



gonde
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Ich kann mir gut vorstellen, daß jetzt Konsequenzen erfolgen müssen

und einige der höchsten Beamten auf extrem labilen Sesseln sitzen!

shaba88
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Kommentar

Das Klagenfurter Rathaus scheint ein Schlangennest zu sein....

Bond
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Ein guter Tag..

...beginnt mit einer gescheiten Analyse.