Airport-VerkaufSorgen wegen Immobilien-Deals um Flughafen

Verkauf des Klagenfurter Flughafens könnte sich auf dort ansässige Flugsportvereine auswirken. Bewertungskommission tagt Ende März.

Bis zu 74 Prozent des Flughafens sollen verkauft werden
Bis zu 74 Prozent des Flughafens sollen verkauft werden © KLZ/Helmuth Weichselbraun
 

Bis zu 74 Prozent des Klagenfurter Flughafens sollen verkauft werden. Die Bieterfrist ist abgelaufen. Offiziell gibt es keine Auskunft, aber gerüchteweise soll es nur zwei Bieter geben: Hans Peter Haselsteiner mit seiner Strabag und Franz Peter Orasch mit seiner Beteiligungsfirma Lilihill Capital Group. Genaueres wird man aber wohl erst in einigen Wochen erfahren. Denn der Termin, an dem die Bewertungskommission, die sich aus  Ex-Infineon-Vorstandsvorsitzender Monika Kircher, Kärnten-Werbung-Chef Christian Kresse, Flughafen-Aufsichtsratschef Peter Malanik und dem deutschen Berater Hansjörg Arnold von PwC zusammensetzt, hat sich – wohl auch aufgrund der Landtagswahl – nach hinten verschoben. Statt Mitte März ist er nun erst für den 26. anberaumt. Die Jury wird die Angebote prüfen und dann für die Eigentümer, Land und Stadt, eine Empfehlung abgeben.

Mit einer gewissen Sorge verfolgen die drei am Klagenfurter Flughafen ansässigen Flugsportvereine den geplanten Verkauf. „Die von uns genutzten Flächen wie die Graspiste sollen in Bau- und Gewerbegebiet umgewidmet, verkauft und bebaut werden. Dann haben wir keinen Platz mehr“, fürchtet Anton Zoff, Landessektionsleiter des Ersten Kärntner Fallschirmspringerklubs. Auch Stefan Jäger vom Motorflieger Club ist beunruhigt: „Das könnte das Aus des Flugsports am Flughafen sein.“ Das sei bitter, da die Vereine seit Jahrzehnten dort ansässig seien.

Ganz unbegründet ist die Sorge, dass die Flugsportvereine weichen müssen, offenbar nicht. Sowohl Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) als auch Stadtplanungschef Robert Piechl bestätigen, dass die Umwidmung von Flughafenflächen, die für den Flughafenbetrieb nicht notwendig sind, und deren Verkauf im Raum stehen. „Allerdings ist das für den Käufer nur mit Zustimmung von Land und Stadt möglich und wenn der Erlös in den Flughafen fließt“, betont Mathiaschitz. In Summe handelt es sich um 20 bis 30 Hektar.

Die eingezeichneten Flächen könnten umgewidmet und bebaut werden, wobei die Fläche bei im Norden entlang der Autobahn zum Teil in Privatbesitz ist
Die eingezeichneten Flächen könnten umgewidmet und bebaut werden, wobei die Fläche bei im Norden entlang der Autobahn zum Teil in Privatbesitz ist Foto © GoogleMaps

Mäßiges Interesse an diesen Grundflächen signalisiert Orasch. Es seien keineswegs Filetstücke. Der Unternehmer betont: „Unser Angebot ist eine Offensivstrategie für den Flughafen. Wir wollen ihn für den ganzen Alpen-Adria-Raum auf Vordermann bringen.“ Von der Strabag gibt es dazu keine Stellungnahme.

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Danke für Ihr Verständnis.

orbil
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Typisch Klagenfurt


zuerst verkaufen und dann umwidmen, damit der Profit nicht der Stadt zufließt sondern dem, der zuvor billig den Grund als Grünland gekauft hat.

Wieviel bekommt der, dem man den Flugplatz noch schnell um 14 Mio frisch asphaltiert hat noch dazugelegt damit er einen internationalen Top Flughafen verspricht?

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gintonicmiteis
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Wir werden uns noch wundern...

obwohl meine Vorahnung die Verwunderung wahrscheinlich nur bestätigen wird...

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