KlagenfurtEine Million Euro für die Feuerwehren der Stadt

Neue Löschfahrzeuge müssen angeschafft werden. Deutsche Firma evaluiert Berufs- und Freiwillige Feuerwehr. Erstes Ergebnis im Februar.

1200 Brandeinsätze absolvierten die Feuerwehrleute in Klagenfurt
1200 Brandeinsätze absolvierten die Feuerwehrleute in Klagenfurt © KLZ/Weichselbraun
 

Rund 3000 Einsätze absolvierten die Klagenfurter Berufsfeuerwehr und die zehn Freiwilligen Feuerwehren im Jahr 2017. „Darunter waren rund 1800 technische Einsätze wie Verkehrsunfälle und Bergungen aus einem Lift. 1200 waren Brandeinsätze“, sagt Branddirektor Gottfried Strieder. 130 Mal rückte die Feuerwehr in der Landeshauptstadt wegen Brandmelde-Alarm aus. Der Großteil stellte sich als Defekt des Gerätes heraus. „Doch wir konnten auch einige Personen aus verrauchten Wohnungen bergen, für die ansonsten vielleicht jede Hilfe zu spät gekommen wäre“, sagt Strieder. Deshalb nehme man die Fehlalarme gerne in Kauf. Feuerwehrreferent und Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) strich vor allem auch den Einsatz der Feuerwehr bei der Tierrettung heraus.

Zogen Bilanz: Georg Wurzer, Feuerwehrreferent Christian Scheider und Branddirektor Gottfried Strieder
Zogen Bilanz: Georg Wurzer, Feuerwehrreferent Christian Scheider und Branddirektor Gottfried Strieder Foto © Stadtpresse

Derzeit läuft die Evaluierung der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren durch eine deutsche Firma. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren wurden befragt und die Rüsthäuser besichtigt. „Im Februar wird es ein erstes Ergebnis geben“, kündigt Strieder an. In Folge werde die Firma, die deutsche Feuerwehren beraten hat, Verbesserungsvorschläge erarbeiten. „Diese werden wir umsetzen, wenn sie sinnvoll sind“, sagt Scheider.

Georg Wurzer betonte als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren, dass die gute technische Ausstattung wesentlich sei. Das bestätigte auch Scheider und kündigte an, dass die Stadt rund eine Million Euro für Anschaffungen der Feuerwehren 2018 locker machen werde. Unter anderem soll für die Berufsfeuerwehr ein Großtank-Löschfahrzeug, das bis zu 10.000 Liter Wasser fasst, ein Tanklöschfahrzeug und für die Freiwillige Feuerwehr Emmersdorf ein neues Löschfahrzeug gekauft werden.

2018 werden die Feuerwehren großes Augenmerk auf Ausbildung legen. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit der Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten mit der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und der Feuerwehr Villach vorbereitet. Ziel ist es, dass die drei Leitstellen im Katastrophenfall zusammenarbeiten können und alle Mitarbeiter gleich gut ausgebildet sind. „In Oberösterreich gibt es das bereits. Wenn wir das umsetzen, sind wir die zweiten in ganz Österreich“, sagt Strieder.

Kommentare (1)

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georgXV
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Klagenfurter Rathaus

na da bin ich aber froh, daß der singende Bierseidelschwinger auch wieder einmal etwas zu reden hat ...

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