Klagenfurter Köpfe

Zweifachmama entwirft Kinder-Shirts mit abnehmbaren Motiven

Die Klagenfurterin Michaela Schicho (37) lässt Kinderherzen höher schlagen. Sie hat Applikationen für Kinder-Shirts entwickelt, die man immer wieder auf Leibchen anbringen und abnehmen kann.

Designerin Michaela Schicho Kinder T-Shirts Lakesidepark Klagenfurt Mai 2015
Inspiration holt sich Michaela Schicho bei ihren Töchtern Larissa (links) und Isabelle, bei denen derzeit Tiermotive angesagt sind © Markus Traussnig
 

Viele Eltern können wohl ein Lied davon singen: Das Kind will in der Früh unbedingt sein Lieblings-Shirt anziehen, obwohl es dreckig ist. Ein anderes kommt nicht infrage. Dieses Theater hat auch die Klagenfurterin Michaela Schicho mit ihren Töchtern Larissa (9) und Isabelle (4) Tag für Tag mitgemacht.

„Ich habe mich gefragt, warum man die Figur auf dem Shirt nicht abnehmen und auf ein frisches geben kann?“ Da Schicho nichts Derartiges finden konnte, begann die 37-jährige Informatikerin zu tüfteln und entwarf eine Applikation, die man immer wieder auf ein Leibchen anbringen und abnehmen kann. „Aber so, dass das darunterliegende Stoffgewebe nicht zerstört, der Tragekomfort nicht beeinträchtigt wird und das An- und Abbringen einfach ist“, sagt die Klagenfurterin, die die HBLA für Mode absolvierte. Damit das gewünschte Motiv auch auf der Kleidung haftet, braucht es eine „Leinwand“ aus einem samtartigen Stoff. „Diese dient als Bühnenbild für die Applikation, die auf der Unterseite eine Häkchenkomponente hat“, sagt Schicho, die sich vor Kurzem mit ihrem Start-up „Sticklett“ selbstständig gemacht hat.

Verkauft werden die zertifizierten Bio-Baumwoll-Shirts für Kinder von drei bis zehn Jahren derzeit nur über den Onlineshop www.sticklett.com. „Bald will ich auch regionale Boutiquen beliefern“, sagt Schicho, die laufend neue „Stickletts“ designt. Derzeit hat sie rund 30 im Sortiment – von Prinzessin über Dino bis hin zum Monster.

„Fürsorgliches“ Sticklett

„Weiters arbeite ich an einer Babykollektion, die im Herbst herauskommt. Die Stickletts dafür sind aber nicht nur nett anzusehen, sondern fördern auch die kognitiven und physischen Fähigkeiten“, sagt die 37-Jährige, die mit ihrer Idee den build!-ImpulsFrauenpreis gewonnen hat.

Neben einem „Sticklett“Kinderbuch, für das sie schon eifrig Geschichten schreibt, ist Schicho im Rahmen des build!-Gründerzentrums dabei, eine „fürsorgliche Applikation“ zu entwickeln, die den Vitalzustand eines kranken Kindes beurteilen kann. Dabei kommt der Naturliebhaberin ihre mehrjährige wissenschaftliche Erfahrung im Bereich Bioinformatik zugute: „Die Applikation hat die Form eines kleinen Marienkäfers. Diese ist mit Sensoren ausgestattet, die die Vitalparameter wie Herzfrequenz, Atmung und Körpertemperatur messen. Fiebert ein Kind zum Beispiel in der Nacht, wird am Smartphone der Eltern ein Signalton ausgelöst. So können sie frühzeitig reagieren und das Kind wird schneller gesund“, sagt die Unternehmerin.

 

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