Wenn eine Heilige siedelt, dann bedarf es der Hilfe von oben. In diesem Fall einen riesigen Kran, der die 2,35 Meter hohe Hemma von Gurk über die ehrwürdige Mauer, die den Garten des Klagenfurter Doms umgibt, hebt. Die aus Krastaler Marmor von Bildhauer Herbert Unterberger aus Hermagor gefertigte Statue wiegt zwei Tonnen, dieses irdische Gewicht wird künftig auf dem Platz vor dem Glockenturm der Klagenfurter Hemmakirche lasten. Hemma muss vom Domgarten weichen. Wie auch die Pforte der Barmherzigkeit. Das mächtige Tor hat der Görtschitztaler Künstler Werner Hofmeister gestaltet. Die Inschrift „Durch ihn. Mit ihm. In ihm“ wird künftig im wahrsten Sinne des Wortes in Annabichl für Gläubige erlebbar sein. Durch das Tor werden Pilger schreiten, wenn sie sich „mit ihm“ in Gedanken auf den Pilgerweg nach Maria Saal machen. „Es wird der Startpunkt des bekannten Weges werden, ein klar definierter Treffpunkt“, sagt Klagenfurts Dompfarrer Peter Allmaier.
„Paradies am Dom“
Heilige Hemma macht Platz für 800 Gräber direkt beim Klagenfurter Dom
Ein neuer Friedhof entsteht mitten in der Stadt, 800 Urnen werden Platz finden. Erde wird Zentimeter für Zentimeter abgetragen, Heilige Hemma wurde verabschiedet.
© Markus Traussnig