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Kärntner des TagesDavid Pašek radelt ohne Pedale

David Pašek (43) ist diese Woche als Mitorganisator und aktiver Sportler bei der Tretroller-EM in Salzburg.

Pašek sattelte vom Rad auf den Tretroller um. Damit durchquerte er bereits Zypern und Österreich
Pašek sattelte vom Rad auf den Tretroller um. Damit durchquerte er bereits Zypern und Österreich © KK/Reiser
 

Unsere Europameisterschaft ist wohl die einzige, bei der jeder Österreicher mitmachen und sich mit den Europameistern messen kann“, schmunzelt David Pašek. An diesem Wochenende findet am Salzburgring und am Gaisberg die EM im Tretrollerfahren statt. Zweiflern sei gesagt: Die Spitzensportler bewältigen die 42,2 Kilometern Marathondistanz in unter 1:30. Marathonläufer Roman Weger würde fast eine Stunde später im Ziel einlaufen. "Der Tretroller ist wie ein Fahrrad ohne Pedale, Gangschaltung oder Sattel", erklärt der Austro-Tscheche. Die Profis wechseln nach vier Tritten den Standfuß – je öfter desto schneller.

"Noch eine Randsportart"

In der "Treter-Szene" spricht man daher vom Kickbike oder Footbike. Pašek selbst ist vor drei Jahren vom Rad auf das Kickbike umgestiegen. Von Prag nach Klagenfurt gezogen, verbrachte er seine Kindheit in Kärnten. Nach der Matura zog es ihn zum Architekturstudium nach Wien. Mittlerweile leitet der Architekt dort ein Architekturbüro und den Tretroller und Tretschlitten Verband Österreich. "In Österreich sind wir noch eine Randsportart", sagt Pašek. Seine Eltern könne man hingegen zwischen Klagenfurt und Pörtschach auf Tretrollern antreffen. Nur Sohn Hugo (11) konnte Pašek noch nicht überzeugen: "Das wird hoffentlich noch."

200 Teilnehmer bei EM

In der Freizeit zieht es den Architekten zurück nach Kärnten – auch zum Kickbike fahren: Am liebsten fährt er die 180 Kilometer lange Ironman-Radstrecke. Lange Strecken sind für Pašek kein Problem – er ist bereits quer durch Österreich und Zypern getreten.

In Finnland und Tschechien erfreue sich der Sport immer größerer Beliebtheit: "Dort ist das Tretrollerfahren in der Breite und im Tourismus angekommen." Für das Gelände gibt es sogar Crossroller.

Die kommende EM soll auch hierzulande mehr Aufmerksamkeit auf diesen Sport lenken. Pašek rechnet mit bis zu 200 Teilnehmern. "Auf die Weltmeisterschaft in Australien folgt zum ersten Mal Austria", freut sich Pašek. Auch am Salzburgring werde die Weltspitze vertreten sein. Ein Drittel des Feldes ist weiblich.

Pašek ist nicht nur als Organisator, sondern auch als aktiver Sportler dabei. 2015 wurde er österreichischer Meister: "Es wird schwer heuer meine Zeit von 1:37 Stunden zu wiederholen."

Der Tretroller

Herkunft. Der moderne Sportroller „Kickbike“ wurde in Finnland als Sommertrainingsgerät für den sogenannten Tretschlitten erfunden.
Sport. In Österreich werden unter anderem auf dem Salzburgring Tretrollrennen ausgetragen. Dort findet heuer erstmals die Tretroller-EM in den Kategorien Sprint, Bergkriterium, Staffel und Marathon statt.
Preis. Ein Renngerät mit 28-Zoll-Reifen kostet um die 500 Euro. In der üblichen Ausstattung ist das Hinterrad kleiner als das Vorderrad.

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