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Kärntner des Tages

Sammler der Sprayerkunst

Stefan Wogrin aus Ebenthal fotografiert Graffiti. Eine Auswahl seiner rund 100.000 Fotos wird derzeit ausgestellt.

© KLZ/Schild
 

F ür die einen ist es ,Schmierage', für mich aber ist es Kunst", erklärt Stefan Wogrin sein ausgefallenes Hobby. Der 23-jährige Kunststudent sammelt Fotos von Graffiti. Rund 80.000 Aufnahmen hat der Ebenthaler in den vergangenen zwölf Jahren von besprayten Flächen allein in der Landeshauptstadt gemacht, weitere 20.000 Graffiti hat Wogrin in ganz Kärnten abgelichtet. Seine aussagekräftigsten Bilder werden von der Klagenfurter Artlane Galerie noch zwei Wochen lang ausgestellt (Donnerstag bis Samstag, jeweils ab 16 Uhr).

"Ich wollte das Aufgesprühte für die Nachwelt erhalten. Denn nach ein paar Tagen war vieles übersprüht, anderes war der ursprünglichen Farbe der Mauer gewichen", erklärt der Ebenthaler, der gerne reist und dabei fotografiert. Das Bildmaterial veröffentlicht er auf seiner Homepage "spraycity.at". Eine Auswahl kann man sich im Hochglanzmagazin "Offline" anschauen, das Wogrin heuer zum zweiten Mal in einer Auflage von 1000 Stück produzieren ließ. "Es ist derzeit das einzige Graffiti-Magazin in Österreich. Die Spraydosen-Industrie finanzierte es mit Werbung. Das Heft wird in Graffiti-Shops in mehreren Ländern verkauft, auch in Übersee", sagt Wogrin.

Wogrins Sammlerleidenschaft hat sich herumgesprochen. Sprayer schicken ihm Fotos ihrer Werke anonym zu. "Zum Leidwesen der Polizei, die schon öfter bei mir anklopfte, weiß ich wirklich nicht, wer Fotos auf meine Internetseite hochlädt", sagt Wogrin. Statistiken führt er aber im Hinterkopf. Das Graffiti "Olta" sei eines, das österreichweit am häufigsten zu sehen sei. Und das älteste Klagenfurter Graffiti sei - mit circa 30 Jahren - "Schnee ist das Blut der Geister" in der Eggergasse.

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