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KärntenWas die "Bluesbreakers" in 35 Jahren erlebt haben

An die 2000 Mal sind die „Bluesbreakers“ bereits auf der Bühne gestanden. Angefangen hat alles im Gasthaus-Probelokal in Steindorf. Am Samstag wird zum Jubiläumskonzert geladen.

Die aktuelle Blues-Formation mit Helmut Spreitzer, Dieter Themel, Jörg Friessnegg, Kiki Oswald und Arthur Ottowitz (von links) © Nika Hölzl Praper
 

Er habe seinen Bandkollegen Arthur Ottowitz an der Hand genommen und gesagt: „Jetzt stehen wir Kärntner Bauernbuam in Peking im Workers Gymnasium Center und spielen vor 18.000 Menschen.“ Und obwohl die legendäre China-Tour der „Bluesbreakers“ schon fast 30 Jahre her ist, schwingt in der Stimme des Musiker-Urgesteins Dieter Themel noch immer eine große Portion Respekt und Ehrfurcht mit, wenn er davon erzählt. Für ihn war diese Tour sozusagen der „musikalische Olymp“, den die Blues-Musiker in ihrer jahrzehntelangen Karriere erklimmen konnten. 35 Jahre ist Themel mit seinen Bandkollegen bereits „on the road“, also auf der Straße – so auch der Titel des Jubiläumskonzertes, das am Samstag, 17. November, im Feldkirchner Stadtsaal über die Bühne geht.

Aber vom bevorstehenden Jubiläum zurück zu den Anfängen der Band. Begonnen hat alles im Jahr 1983 in einem Gasthaus in Steindorf, wo der erste Proberaum der „Bluesbreakers“ eingerichtet war. Hinter diesem Namen, welcher an die britischen Musiker „John Mayall and the Bluesbreakers“ angelehnt ist, standen fünf Musiker, die eines verband, und zwar die Liebe zum Blues. Und das in einer Zeit, in der diese Musikrichtung nach Jahrzehnten der Hochblüte in einen Art Dornröschenschlaf gefallen zu sein schien.

Die „Bluesbreakers“ mit Konstantin Wecker Foto © KK/Privat

Die Startformation bildeten Reinhold Habernig, Herbert Pappitsch, Fritz Jagoditsch, Walter Mühlbacher und Dieter Themel. Der St. Veiter Themel ist dabei der längstdienende „Bluesbreaker“, gefolgt von den später Hinzugekommenen, Arthur Ottowitz und Jörg Friessnegg. Gemeinsam bestritt man knapp 2000 Konzerte, fast über den ganzen Erdball verteilt.

 

Darunter war nicht nur die legendäre China-Tour 1989 – auf der übrigens ihr bekanntester Titel „Yellow Moon“ entstand – oder die Königsstädte-Tour in Marokko 1993, sondern auch der Auftritt im Jahr 1998 im legendären „Continental Club“ in Austin in Texas – jene Stadt, die sich selbst als die Welt-Hauptstadt für Live-Musik bezeichnet.

 

Info

Die Band blickt auf mehr als 1800 Auftritte – in Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Türkei, China, Marokko, USA, Kroatien und Spanien – zurück.
Auftritte mit Chris Farlowe, Nazareth, Spencer Davies Group, Stephen Bruton, Colosseum oder Carl Verheyen.

Der Abend wurde übrigens auch auf CD gepresst und kam unter dem Titel „America – Live in Austin/Texas“ auf den Markt. Im selben Jahr ging es dann noch einmal über den großen Teich, zu Konzerten nach Memphis (Tennessee), Natchez (Mississippi) und New Orleans (Louisiana).
Am kommenden Samstag sind die Mannen rund um Themel „on the road“ nach Feldkirchen, wo ab 20 Uhr das Jubiläumskonzert stattfindet. Und an ein Ende der Blues-Ära denkt man noch lange nicht. Themel: „Solange die Musik, die wir spielen, den Menschen gefällt, sind wir mit Freude dabei.“

Bild eines Konzertberichts der damals einzigen farbigen Zeitung Pekings Foto © KK/Privat

 

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