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Kärntner des TagesAlbert Strießnig: Ton-Dichter des Kärntnerlieds

Albert Strießnig aus Feldkirchen schreibt seit 30 Jahren Kärntnerlieder. Nun erschien das erste Liederbuch des 64-Jährigen.

Albert Strießnig mit seinem Liederbuch „Wort in Ton“. Das Cover ziert ein Bild seiner Heimat
Albert Strießnig mit seinem Liederbuch „Wort in Ton“. Das Cover ziert ein Bild seiner Heimat © KLZ/Karin Hautzenberger
 

"Wånn mei Janka kennt, red’n tat ih singan dazua.“ Mit diesen Worten beginnt ein Lied von Albert Strießnig (64) aus Feldkirchen. Und tatsächlich hat sein „Janka“ (Jacke) schon so manch lustige, berührende oder spannende Geschichte mit dem begeisterten Sänger erlebt. Über diese Erlebnisse schreibt Strießnig seit 30 Jahren in Form von Kärntnerliedern. Jetzt hat er diese gesammelt als Liederbuch herausgebracht. „Wort in Ton“ heißt das Werk, das mit dem Kärntner Volksliedwerk entstanden ist und an dem auch zahlreiche bekannte Größen des Kärntnerliedes – von Gretl Komposch über Veit Obersteiner bis Josef Inzko – mitgewirkt haben.

„In meiner Familie wurde schon immer viel gesungen und ich selbst war auch in mehreren Chören aktiv, wie beim Kärntner Doppelsextett, mit dem ich 25 Jahre lang viele schöne Konzerte mitgestaltet habe“, erzählt der pensionierte Postbeamte, der in Waiern bei Feldkirchen geboren wurde. An sein erstes Kärntnerlied erinnert sich Strießnig noch genau: „Es war das ,Haisle am Ran’.“ Da er unsicher war, ob seine Zeilen als Liedtext geeignet sind, schrieb er Gretl Komposch – und bekam eine positive Rückmeldung. Also machte er weiter.

Auch nachts küsst ihn die Muse

„Ich hatte früher immer etwas zum Schreiben dabei und manchmal fällt mir sogar in der Nacht etwas ein. Dann stehe ich auf und schreibe es nieder“, sagt Strießnig, der heute seine Lied-Ideen meist mit dem Handy aufnimmt. Mit seinen ersten zehn Liedern wandte er sich an einen Experten am Konservatorium in Klagenfurt. Auch ihm gefielen die Lieder. Und so kam es, dass Strießnigs Texte mit einem Satz versehen wurden. Manche Melodien stammen vom 64-Jährigen selbst, bei anderen Texten hat er sich Hilfe geholt.

Auch auf die Unterstützung von Frau Christine, die selbst begeisterte Chorsängerin ist, kann er immer zählen. Und die Töchter Daniela (39) und Sarah (25) teilen die Liebe zur Musik mit ihren Eltern. „Daniela hilft mir beim Korrigieren meiner Lieder. Und Sarah singt ebenfalls im Chor.“

Mittlerweile werden viele von Strießnigs Liedern von Kärntner Chören aufgeführt, einige wurden auf CDs veröffentlicht. Und jetzt sind diese erstmals in einem Buch vereint. „Wort in Ton“ umfasst 38 Kärntnerlieder über die Liebe, die Heimat, Feste und Jahreszeiten – eben über das Leben. „Ein Lied habe ich für meinen Bruder geschrieben, ein anderes für einen Freund, als er in einer schweren Lebenssituation war.“ Auch bei anderen Liedern schwingt Schwermut mit, immerhin sei es als eines von zehn Kindern nicht immer leicht gewesen. „Aber im Grunde bin ich ein lebenslustiger Mensch“, sagt Strießnig. Und mit seiner Musik will er vor allem eines: Die Menschen berühren.

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