Zahl der Beratungen explodiert Jetzt melden sich die Gewalt-Opfer

Es schien, Corona würde Fälle häuslicher Gewalt nicht nach oben schnellen lassen. Frauen und Mädchen konnten sich aber nicht artikulieren, weil die Täter daheim waren.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© artit - stock.adobe.com
 

Existenzängste, Homeschooling, Kurzarbeit, Beziehungskonfliktedie Sorge war groß, dass häusliche Gewalt in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ansteigt. Und sie war berechtigt.
Betrachtet man nur die Betretungsverbote, so könnte man fälschlicherweise aufatmen. 339 waren es in Kärnten im ersten Halbjahr 2020 und 309 im Vorjahr. Aufatmen deshalb, weil der Bund die Zählweise geändert hat: Wurde bis 31. Dezember 2019 pro Täter eine Wegweisung registriert, so werden ab heuer die Wegweisungen pro Opfer vermerkt. Das heißt: Gibt es in einem Vier-Personen-Haushalt einen Täter und drei Betroffene, so erfasst die Statistik nun drei Wegweisungen. Damit würde Kärnten unter den Vorjahreswert rutschen.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen