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Haiders "Leuchtturmprojekte" - Vom Babygeld bis zur Hypo

Jörg Haider war von 1989 bis 1991 und von 1999 bis 2008 Landeshauptmann von Kärnten. Seine Amtszeit und auch die Zeit danach sind geprägt von Großprojekten, von denen einige nie realisiert wurden, andere grandios scheiterten oder enorme Summen verschlangen. Im Folgenden eine - unvollständige - Liste.

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Die Hypo Alpe-Adria Bank: Die einst kleine Landeshypothekenbank ist in der Ära Haider offensiv gewachsen, es gab eine massive Expansion in Richtung Balkan. Mit der sogenannten Swap-Affäre war 2006 die Chance auf einen Börsengang verspielt. Unter dem Druck einer fällig werdenden Wandelschuldanleihe des Landes in Höhe einer halben Million Euro wurde die Bank 2007 an die BayernLB verkauft. Haider jubilierte: "Kärnten ist reich!" Knapp 20 Milliarden Euro an Landeshaftungen für Kredite, die die Bank auch teilweise auf Druck Haiders vergeben hatte, blieben bestehen. Im Zuge des Verkaufs der Hypo an die Bayern wurde auch das später berühmt gewordene Birnbacher-Honorar ausgezahlt. Haider entging durch seinen Tod anders als die anderen Protagonisten von damals einer Verurteilung wegen Untreue. Wie der Richter im Urteil treffend bemerkte, war Haider beim Prozess 2012 "nicht mehr verfolgbar". Die Bank hatte jede Menge faule Kredite in den Büchern, als die Bayern sie 2009 in die Pleite schicken wollten, musste Österreich die Bank verstaatlichen. Wenn die Hypo in Konkurs gegangen wäre, wären nämlich die Landeshaftungen schlagend geworden und Kärnten bankrott gewesen. Die juristische Aufarbeitung dauert an.

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