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EinsprücheRuf und Echo

Wie ehrlich sind wir mit uns und mit den anderen?

Den Ruf hören © (c) Petair - Fotolia
 

Benni* wächst in einem System von Gewalt und Vernachlässigung auf. Bereits mit neun Jahren ist sie so verhaltensauffällig, dass keine Betreuungseinrichtung, keine Schule, keine Pflegefamilie sie mehr aufnehmen will. Bennis eigene Mutter ist mit dem Leben überfordert und kann die Liebe zu ihrem Kind in keine geordneten Bahnen lenken. Die Mutter kommt nicht, wenn sie sich zum Besuch ankündigt, verspricht Dinge, die sie nicht halten kann, und die Wut und Verzweiflung des Mädchens werden immer größer. Einmal entdeckt Benni eine Stelle im Wald, wo sie ihr eigenes Echo hören kann. Sie beginnt zu rufen: „Mama! Mama“, herzzerreißend, immer eindringlicher, immer lauter, immer wieder. Doch alles, was zurückkommt, ist der Nachhall ihrer eigenen Stimme. Ihre tiefe Sehnsucht nach mütterlicher Geborgenheit, nach Aufgehobensein bleibt unerfüllt.

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