Seltener Einzelfall?Fehlmessung bei Radargerät: Lenker bekam Recht

Oberkärntner sollte Führerschein abgeben, weil er auf der Tauernautobahn um 51 km/h zu schnell unterwegs gewesen sein soll. Er erhob Einspruch und deckte damit Fehler eines mobilen Radargerätes auf.

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"Ich habe sofort gewusst, da passt etwas nicht", sagt der Oberkärntner. Im Februar flatterte eine Strafverfügung ins Haus: Am 27. November 2020 hätte er auf der Tauernautobahn (A 10) im Bereich des Knoten Lieserhofen mit seinem Auto die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 51 km/h (nach Abzug der Messtoleranz) überschritten. Gemessen wurde das von einem an diesem Tag aufgestellten mobilen Radargerät der Landesverkehrsabteilung Kärnten. "Weil mir nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern vor allem der Entzug des Führerscheins drohte, erhob ich Einspruch", sagt der Oberkärntner. Zusätzlich wandte er sich an Rechtsanwalt Hannes Gabriel.

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levis555
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Ich möchte ja gar nicht wissen, wie oft ungerechtfertigte Strafen verhängt und auch bezahlt werden,

weil die Systemerhalter von schon im Vorhineine jegliche Fehlerkultur ausschliessen und sich im Bewusstsein der Fehlerlosigkeit wähnen.
PS Wer bezahlt eigentlich die Rechtskosten? Wie üblich der Unschuldige, wenn der Gegner ein staatliches Organ ist?

Dissentio
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wer zahlt?

im Normalfall besitzt man für sowas eine RSV, die das deckt.

wollanig
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Brauchst ja

keinen Anwalt zu nehmen.

OE39
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"Eigentlich überhaupt nicht"

aber scheinbar doch!

2ae0034172a8647356c2ff760ba3b141
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Mir ist dasselbe passiert nur aus der anderen Richtung kommend

Ich fahre an dieser Stelle immer besonders vorsichtig, weil mit dem, auf einer Autobahn einmaligen, Murks der Abzweigung ins obere Drautal für äußerst gefährlich halte. Die haben mich geblitzt und eine Geschwindigkeit vorgeworfen, die ich sogar auf der freien Autobahn nie fahren würde.
Chance hatte ich keine. Schwafelten etwas von "Gerät wurde in Krumpendorf überprüft und ist einwandfrei" und ließen mich € 300,- bezahlen. Bin sicher dass sie ein anderes Auto blitzten und mir die Schuld gaben. Die Seebodener Polizei arbeitet mit diesen Machloikes offensichtlich regelmäßig.

teuchlfex
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Einmalig ist das sicher nicht

Ob es in Österreich noch weitere Linksausfahrten gibt weiß ich nicht, aber in Deutschland gibt es mehrere, z. B. auf der A81 bei Stuttgart. In einem Artikel der Stuttgarter Zeitung sagt eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums dazu: „Solche Linksausfahrten sind immer lokalen Besonderheiten oder historischen Entwicklungen geschuldet und stellen eine von der Regellösung abweichende Einzelfalllösung dar“. Bei Seeboden wird es sicher ähnliche Gründe dafür gegeben haben.

wollanig
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Die Seebodner Polizei

macht keine Radar Messungen.