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Karrierestart in KlagenfurtWie Kärntner ins Visier des "Plagiatjägers" geraten

Stefan Webers Arbeit hat schon so manchen Politiker die Karriere gekostet. Nach einem Abschied in Unfrieden von der Uni Klagenfurt begann er einst mit Plagiatsforschung. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten in Kärnten im Visier.

Stefan Weber hat sich auf Plagiatsforschung spezialisiert © Weber/KK
 

Ganz verarbeitet hat Stefan Weber sein „kleines Kärnten-Trauma“ bis heute nicht, gesteht er augenzwinkernd. „Alle Wege führen nach Klagenfurt. Das war ein Knackpunkt“, sagt der als „Plagiatsjäger“ bekannte Kommunikationswissenschaftler. Erfahrungen, die der Salzburger einst an der Uni Klagenfurt gemacht hatte, trugen maßgeblich dazu bei, dass er zum Plagiatsforscher wurde.

Kommentare (8)
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writeladyy
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Ankläger ja - Richter nein!

Das sich einer als Plagiatsjäger verdient, hat schon so seine Berechtigung. Abschreiben hat im akademischen Sektor keinen Platz. Was aber nicht geht, finde ich, ist, wenn er auch selbst beurteilt. Ob "Plagiatsfragmente und Ungereimtheiten" ausreichen, um einen Titel abzuerkennen, das obliegt wohl nicht ihm, sondern der von der Uni eingesetzten, unabhängigen Kommission. Da ist schon zu hinterfragen, warum er bei Kaiser zurückzieht, bei Weidinger nicht. Ob das Zuspielen zu den Medien wird wohl Teil des bezahlten Auftrags ist? Oder macht er das nur zum Spaß? Weil, seriöser wäre schon die Vorgehensweise, einen Verdacht der Uni zu melden, und dann an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn klar ist, ob was dran ist an der Gschicht (siehe der Fall Norbert Lammer oder Gio Hahn). Beim Kaiser ging es noch dazu um eine Dissertation, die akademisch schon viel mehr Gewicht hat als eine Diplomarbeit.
Vielleicht sollte man sich den Kaiser doch auch mal anschauen. Bei einem Landeshauptmann sollten alle Zweifel ausgeräumt sein. Und das zu beurteilen, ist nicht der Job vom Weber, finde ich...

joektn
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Naja

Weber seine Gutachten waren aber schon des öfteren völlig daneben und stellten sich als Falsch heraus. Da gibt es mehrere prominente Beispiele von deutschen und österreichischen Politikern (CDU, ÖVP, SPÖ) aus der Vergangenheit, wo er falsch lag und es keine Plagiate waren. Angepatzt hat er sie trotzdem, Entschuldigung von ihm hat aber vermutlich bislang niemand erhalten.

scaramango
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Wundert mich nicht auf der Klagenfurter Uni...


... in Studentenkreisen gilt sie seit jeher als "leichter" !

cathesianus
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Andere "aufplattln",...

... vernadern, denunzieren! Da muss es einem ja selbst nicht gut gehen, dass man sich für so was hergibt...
Die Aufgabe der Professoren und Prüfer wäre es, Plagiate herauszufinden, nicht eines selbst ernannten "Richters"! Ekelhaft!

wussly
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@ cathe...

Ich glaube, denen, die betrügen, geht es wohl nicht gut.

Denunzieren?
Schau mal im Duden nach, was dieser Begriff bedeutet.

Ekelhaft ist wohl, wenn jemand bescheixxxt, um sich anderen gegenüber einen Vorteil zu verschaffen.
Wenn jemandem der Titel gar so wichtig ist, sollte er/sie halt das Minimum an Engagement dafür aufbringen.
Schwer machen sie es einem auf den Universitäten auch nicht.

Außerdem gäb‘s da sowas wie Vorbildwirkung.
Warum sollten noch Studierende ehrlich sein....

Mein Graz
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@cathesianus

Und wenn es die Professoren und Prüfen nicht tun? Und dass dem so ist wurde ja gerade in letzter Zeit bewiesen.

Sollen die Leute, die da ganz bewusst betrügen und lügen, ungeschoren davon kommen? Oder soll da doch kontrolliert werden?

Und warum sollte es nicht Unternehmer geben, die solch "unschöne" Arbeiten übernehmen? Es gibt auch andere Sparten, in denen unsaubere Dinge angegangen werden. Schau einmal, welche Winkelzüge manche Juristen hinlegen, um einen Klienten "rein zu waschen".
Ist das besser?

campanile
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strengere kontrollen

sind notwendig, aber kopfgeldjäger ist ein widerlicher job.

petera
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Ich finde Webers Arbeit für gut

In Österreich gibt es eine ausgeprägte Plagiatskultur. Hängt wohl einerseits an der "Titelgeilheit", andererseits auch an "wird schon irgendwie gehen" Mentalität.