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KärntenNach Wildunfall: Jäger klagten Autofahrerin

Weil eine Kärntnerin einen „Einser-Bock“ niederfuhr, soll sie 2460 Euro an die Jagdgesellschaft zahlen. Das Urteil könnte Auswirkung auf alle Autofahrer haben. Bereits 16 ähnliche Fälle bei Gericht.

Musterprozesse: Die Jäger wollen eine Mitschuld oder Schuld der Autofahrer juristisch erreichen
Musterprozesse: Die Jäger wollen eine Mitschuld oder Schuld der Autofahrer juristisch erreichen © APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
 

Eine Autofahrerin hatte einen Wildunfall. Das Tier musste erlegt werden, das Auto wurde schwer beschädigt. Unangenehm genug, möchte man meinen. Doch es geht noch unangenehmer: Nach dem Unfall im Bezirk Klagenfurt-Land bekam die Lenkerin eine Klage von der Jagdgesellschaft. „Die Autofahrerin soll Schadenersatz für den Verlust des Wildes zahlen“, bestätigt Wilhelm Waldner, Leiter des Bezirksgerichtes Klagenfurt.

Kommentare (33)
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eliweiss
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Landwirt versus Jäger

Wenn ein Stier oder Schwein eines Bauern auskommt und einen Unfall verursacht, haftet der Landwirt. Was ist mit der Jägerschaft, die Wild in Übermaß züchtet und durchfüttert, dass die Forstschäden sehr hoch sind.

permanentmarker
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da dürften

sehr viele Rechtsanwälte in dieser Klagenfurter Jagdgesellschaft aktiv sein.

MG1977
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Der Jäger sollte zahlen

Er ist ja für den Wildbestand verantwortlich

himmel17
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Die Lösung!

Für Rehe und Hirschrudel sollen Jäger verpflichtet werden eine Ablebensversicherung abzuschließen! Die Wildschadenversicherung übernehmen weiterhin wir Autofahrer. Zu Melkkühen der Jägerschaft wollen wir nicht auch noch verdonnert werden. Waidmanns Heil!

zeus9020
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O TEMPORA O MORES...

...leider leben wir heute offenbar in einer Zeit völlig fehlenden Rechtsbewusstseins oder -Verständnisses.... es widert an, wie dumm, nein komplett verblödet und frei jeden Gefühls man sein kann, Derartiges einzuklagen... da nehme ich jene, die dazu raten dies zu tun und dies dann auch vertreten gar nicht aus!

Bergr
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Absurd

Der Autofahrer hat sicher absichtlich einen Unfall geplant um an einen Rehbraten zu kommen. Bleiben wir am Boden, die Gerichte haben genug zu tun.

VH7F
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Die Jäger sollen einen Zaun um ihren Wald bauen

Das Wild hat auf der Straße eh nichts verloren 😉🦌

KleineMeinung
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Das bedeutet also...

....wenn ein Landwirt seine Kühe in einer Weide hält und eines der Tiere „ausbüchst“ und am Straßenrand ein Schild steht „Achtung Weidevieh“ ...... kregt er donn a die Kua ersetzt wenn sie ana zommfihrt?
Wohrscheinlich nit, ga... wegen Zaun und so

erstdenkendannsprechen
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nein, er muss noch nachweisen,

dass der zaun gewartet und lochfrei ist - und dass das ausbrechen von ihm nicht vorhergesehen oder verhindert werden konnte. kann er das nicht - ist er haftbar.
aber wild und nutztier sind zwei verschiedene dinge.
aber steht eh oben: musterprozesse. kommt nur darauf an, wie sie ausgehen.

madermax
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Absolut korrekt…

Und wenn mein Hund sich mal von der Leine reißt, auf die Straße läuft und totgefahren wird, verklage ich den Autofahrer auf 15.000 Euro. Soviel ist mir mein Einserhund nämlich wert… Die Hundehütte, sowie das Futter und die Impfungen über die Jahre hinweg, sind in den 15k aber noch nicht mit eingerechnet… 😉

Foks
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Selber Jaeger

Das sich fūr sowas eine Jagdgesellschaft hergibt ist einfach nur dumm

zeus9020
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DRINGLICHE EMPFEHLUNG

Angesichts dieser ungeheuerlichen Frechheit von Jagdgemeinschaften empfehle ich DRINGEND, im Falle eines Wildunfalles fortan sofort die örtliche Jagdgemeinschaft auf Schadenersatz wegen unsachgemäßer Haltung Ihrer (Wild)Tiere zu klagen!
Nur so kann ma Hirschen begegnen! 😡

Klgfter
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hege und pflege ?

ich dachte die schiessen nur die armen, kranken und schwachen aus dem rudel ........

joschi41
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Diskurs

Schon eigenartig, was da an Meinungen gepostet wird. Ich war immer der Meinung, die Haftpflicht zahlt dann, wenn der Versicherte einem Dritten gegenüber einen 'Schaden angerichtet hat. Bei einem Einser-Rehbock wird allerdings die Deckungssumme nicht ausreichen, weil der Einser, der ist bei den Jägern so wertvoll wie dem Bauern sein bester Stier. Trophenfetischismus pur!

erstdenkendannsprechen
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der beste stier eines bauern ist im duchschnitt

1.800 - 2.200 euro wert. alles drüber sind einzelpreise - meist bei jubiläumsversteigerungen von zuchtgemeinschaften aus bayern bezahlt - dafür kaufnen dann die genossenschaften draußen auch einmal bei jubiläen einen teuren stiert.

helmutmayr
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Der kürzeste Weg zwischen zwei Hirschen

Der Schuss

swordfish
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Gute Reise

Von so einem Fall hätte ich ja noch nie gehört! Aber gut zu wissen, sollte das Auto nicht kasko- versichert sein, müsste man sich ab sofort im genannten jagdgebiet eben selbst um die Wildbret Versorgung (Verwertung) kümmern

Ludolf
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Verschuldensfrage

klären - vielleicht ist sogar der 1er Bock schuldig weil er nicht links und rechts geschaut hat - wie krank ist das denn - sollen die Jäger auf ihre Böcke schauen unf ihnen gut zureden das das queren einer Strasse gefährlich ist 🙈🙈🙈

frogschi
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Zahlt die

Haftpflicht

diesunddas
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Vollkommen gerechtfertigter Schadenersatz

Denn, auch die Jägerschaft muss im Fall eines Wildschadens (Baumverbiss, Schälschäden, Flurschäden in Land und Forstwirtschaft) tief in die Tasche greifen und den geschädigten den Schaden finanziell ersetzen - warum darf das nicht auch umgekehrt sein!!!

Ludolf
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hots dich erwischt ...

der Bock soll im Wold bleibn und net auf da Stroßn ummalungsn - Versicherung ablehnen !!!

rahuder
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Traurig diese Ansicht....

...wenn es hier nur um die Kosten eines 1 Bocks geht und nicht um das Tierwohl! Eine Warntafel bedeutet dementsprechend auf Sicht zu fahren und die Geschwindigkeit ist anzupassen. Leider nimmt der Egoismus vieler Autofahrer überhand und Rasen wird zur Normalität. Koste es was es wolle. Was ist schon ein verletztes leidendes Reh am Straßenrand? ...das ist die traurige Einstellung unserer Gesellschaft - Rücksichtslosigkeit auf höchstem Niveau.
Dahingehend und anderswertig betrachtet sind die Prozesse positiv zu sehen. Wenn solche Unfälle den unachtsamen Autorasern Geld kosten, dann wird vielleicht einmal das Hirn eingeschaltet und leidvolle Wildunfälle tunlichst vermieden.

silentbob79
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Die Summe von 2500€

ist auch für einen "Einser-Bock" (den es im Jagdgesetz schon seit Jahren nicht mehr gibt) absurd hoch. Der Erlös des Wildprets liegt (je nach Vermarktungsart) bei 100€-250€. Und niemand zahlt für einen Rehbock-Abschuss 2000€ oder mehr ...

Aber wenn man den ganzen Bericht liest, kann man auch die JG ein verstehen. Offenbar gibt es dort eine extreme Häufung an Wildunfällen, die auf Dauer für eine Jagdgesellschaft durchaus auch ins Geld gehen. Und einige dieser Unfälle wären bei einer angepassten Fahrweise sicherlich vermeidbar gewesen ...

struge1
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Bis dato hat noch kein Lenker

je einen Cent bezüglich dieser Unfälle bezahlt, bezahlen muss immer die Versicherung des Lenkers, außer man hat grob fahrlässig gehandelt und ist im Rausch Zustand unterwegs. Also ist der erste Satz im Vorspann irreführend, dass die Lenkerin bezahlen soll. Außerdem gehört das Wild niemanden, bis zu dem Zeitpunkt wo es erlegt bzw. zusammen gefahren wurde und auf der Straße liegt! Also kann man der JG keine Schuld zuschieben. Warum haben die Versicherungen bisher bereits in 12 Fällen bezahlt?

silviab
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Die Jagdgesellschaft

muss man schon verstehen! Jetzt können die Mitglieder einen 1er Bock weniger schießen. Die Lenkerin hatte, wenn das Urteil zu ihren Ungunsten ausfällt Glück im Unglück. Denn, hätte sie einen 1er Hirsch geschossen, na dann Pfüati Gott Messner.... :-) Vielleicht Gegenklage an Jagdgesellschaft, weil diese die Hirschen und Rehe im Revier nicht im Griff haben. Beide Klagen sind ein Absurdum!

calcit
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Na sowas...

...da erdreistet sich doch ein Wildtier die Straße zu überkehren. Da gehören doch alle gleich weggeschossen weil die gefährden ja die armen Autofahrer und machen die Autos kaputt...

 
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