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Schneemassen in Kärnten und OsttirolGefahr steigt! Es drohen weitere Lawinen, Muren und Überschwemmungen

Alle aktuellen Nachrichten rund um die Wettersituation, Straßensperren, Warnungen und mehr finden Sie hier aktuell zusammengefasst.

Lawinenabgang in Hopfgarten im Defereggental © Brunner Images
 

Spätestens seit Samstag ist der Winter vollständig in Kärnten und Osttirol angekommen. Die Freude über die weiße Pracht ist allerdings mancherorts schnell wieder verschwunden.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Wetterlage sowie der Situation auf den Verkehrsverbindungen in Kärnten und Osttirol.

  • In der Nacht zum Sonntag sind in Oberkärnten zwischen 50 und 70 Zentimeter Neuschnee gefallen. Im Lesachtal könnten bis zu drei Meter Schnee zusammenkommen.
  • In Osttirol und Teilen Oberkärntens herrscht die höchste Lawinenwarnstufe 5, der Großteil Oberkärntens steht derzeit auf Warnstufe 4.
  • In Nussdorf-Debant ging eine Mure ab, im Lienzer Talboden und in Mölltal kämpft man gegen Überschwemmungen an. Zu einem Lawinenabgang kam es in Hopfgarten im Defereggental.
  • Lawinen- und Murenabgängen haben auch viele Straßen im Mölltal unpassierbar gemacht. Die Gefahr ist noch nicht gebannt!
  • Aus diesem Grund bleiben am Montag viele Schulen und Kindergärten in Oberkärnten und Osttirol geschlossen.

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19.05 Uhr: Bleiben Sie zuhause!

Die Feuerwehr Mallnitz meldet in einem Update auf Facebook Sperren der Ankogelstraße sowie der Verbindungen ins Tauern- und Dösental. Es drohen Schneebruch und Lawinen. Bürgermeister Günther Novak appeliert an die Bevölkerung, die Häuser in den kommenden Stunden nicht zu verlassen. Morgen um 9 Uhr wird die Situation von der Lawinenkommission neu bewertet.

18.50 Uhr: 800 Kärntner Haushalte ohne Strom

In Kärnten sind laut Kelag derzeit mehr als 1000 Haushalte ohne Strom, unter ihnen auch rund 140 im Glantal in der Gegend von Sörg. Allein im Lesachtal sind 600 Haushalte betroffen. Probleme bei der Behebung der Schäden an den Leitungen gibt es vor allem in Oberkärnten. Viele Orte sind für die Monteure wegen der Lawinengefahr oder wegen der Straßensperren nicht erreichbar. "Wir wissen nicht, was die Nacht bringt, denn es schneit vielerorts noch immer", sagt Kelag-Sprecher Josef Stocker.

18:05 Uhr: Lage im Mölltal immer gefährlicher

Die Mölltal-Straße ist im Bereich der Ortschaft Schmelzhütten, Gemeinde Flattach, voraussichtlich bis morgen, Montag, für den gesamten Verkehr gesperrt. Es sind mehrere Muren und Nassschneelawinen abgegangen. Sperren gelten in Flattach außerdem für die Innerfraganter Landesstraße sowie für die Bergstraßen Grafenberg, Flattachberg und Waben. Die 18 Bewohner von insgesamt acht Häusern mussten evakuiert werden, da die Gebäude im unmittelbaren Gefahrenbereich liegen. 

Bereits seit 15.30 Uhr ist die Großglockner-Straße ab der Ortschaft Großkirchheim "wegen Gefahr im Verzug" gesperrt. Auf Grund des starken Schneefalls stürzten Bäume auf die Fahrbahn und eine Stromleitung wurde beschädigt. Die Sperre bleibt trotz der Aufräumarbeiten durch die Straßenmeisterei und die FF Heiligenblut bis voraussichtlich Montag Mittag aufrecht. Laut Polizei ist die Gefahr wegen der angespannte Wetterlage nicht gebannt!

Im Gemeindegebiet von Heiligenblut kam es zum Abgang einer Nassschneelawine. Dabei wurde ein unbewohntes Ferienhaus beschädigt, sowie die Zufahrtsstraße zu einem Hotel meterhoch verlegt. Teilweise ist in der Ortschaft auch der Strom ausgefallen.

17.35 Uhr: Pumpen laufen auf Hochtouren

Im Lienzer Talboden ist der Schneefall mittlerweile in Regen übergegangen. Das Wasser kann aber nicht abfließen. Um Überflutungen zu vermeiden, ist die Feuerwehr mit Pumpen ausgerückt.

Abpumparbeiten im Lienzer Talboden Foto © Brunner Images

17.00 Uhr: Auch die Glan ist über die Ufer getreten

In den Bezirk Feldkirchen und St. Veit/Glan kämpfen die Einsatzkräfte ebenfalls gegen die Folgen der starken Niederschläge und des Sturms. In Glanhofen musste die Feuerwehr am Nachmittag die nach einem Murenabgang verlegte Ossiacher-Tauern-Straße wieder freiräumen. Bei Brückl stürzten Bäume auf die Diexer Landesstraße.

Die Glan ist in einigen Abschnitten zwischen Liebenfels und St. Veit über die Ufer getreten. Der Spazier- und Radweg am Ufer muss daher aus Sicherheitsgründen von der Schießstattallee in St. Veit bis auf Höhe der Gemeindegrenze von Liebenfels gesperrt werden. In der Glangasse wurde der Hochwasserschutz aufgebaut.

FF Glanhofen
Eine Mure verlegte die Ossiacher-Tauern-Straße © FF Glanhofen

In Finkenstein sind wegen Überflutungen und Murenabgängen derzeit alle Zufahrten zu den Ortschaften Altfinkenstein, Outschena und Untergreuth gesperrt. Alle Feuerwehren des Gemeindegebietes stehen im Einsatz, ebenso in Bad Bleiberg.

Überflutete Straßen, Gärten und Keller beschäftigen die Feuerwehren in der Gemeinde Finkenstein Foto © Hermann Sobe

16.15 Uhr: Noch immer viele Haushalte ohne Strom

220 Mitarbeiter des Tiroler Stromversorgers TINETZ sind derzeit mit der Behebung von Störungen in Osttirol und Nordtirol beschäftigt. Aktuell sind rund 3000 Haushalte betroffen, davon 2300 in Osttirol. Umstürzende Bäume sorgen immer wieder für Unterbrechungen der Stromversorgung, unter anderem im Villgratental, Defreggental und Lesachtal. Aufgrund von behördlich verordneten Straßensperren war in vielen Fällen bis jetzt keine Schadensbehebung möglich. TINETZ-Geschäftsführer Thomas Trattler: „Wir rechnen frühestens am Montagabend mit einer Entspannung. Am Montag werden dann zusätzlich in Abstimmung mit den Behörden Hubschrauberflüge durchgeführt – diese sind bis dato aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich."

Umgestürzte Bäume haben vielerorts die Stromversorgung unterbrochen Foto © TINETZ

15.55 Uhr: Stromlose Drei-Hauben-Küche

In Innervillgraten bei Drei-Hauben-Koch Josef Mühlmann im Gannerhof ist auch der Strom ausgefallen, also musste man kreativ werden.

Bei Drei-Hauben-Koch Josef Mühlmann wurde stromlos gekocht

15.38 Uhr: Böschung in Seeboden auf Straße gerutscht

Sonntagnachmittag rutschte im Gemeindegebiet von Seeboden aufgrund des starken Regens zwischen Tangern und Schloßau eine etwa zwei Meter hohe Straßenböschung auf einer Länge von rund zehn Metern auf die Fahrbahn. Der Fahrstreifen Richtung Schloßau ist bis Montag unpassierbar und wurde durch die Straßenmeisterei abgesichert. Die L 17 ist einspurig befahrbar. Personen kamen nicht zu Schaden.

15.05 Uhr: Postbuslinienverkehr für das Obere Mölltal eingestellt

Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse und einzelner Straßensperren wird der Postbuslinienverkehr für das Obere Mölltal bis auf weiteres aus Sicherheitsgründen eingestellt. Davon nicht betroffen ist die Strecke zwischen Obervellach und Spittal an der Drau. Die ÖBB bitten alle Reisende von Postbus Kärnten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten.

14.49 Uhr: Die Gail geht über

Hochwasser auch in Villach. Auf Höhe der Infineon ist die Gail bereits über die Ufer getreten.

14.28 Uhr: Überschwemmungen und kleine Muren in Finkenstein

Sämtliche Feuerwehren der Gemeinde Finkenstein stehen seit Vormittag im Einsatz.

14.10 Uhr: Noch 2600 Haushalte in Tirol ohne Strom

In Tirol waren am frühen Sonntagnachmittag noch rund 2600 Haushalte ohne Strom, sagte Tinetz-Sprecher Christian Ammer der APA. Die Störungen in Nordtirol seien vorerst großteils behoben, nicht so jedoch in Osttirol. Dort seien nach wie vor etwa Inner- und Außervillgraten, das Defereggental sowie das Tauerntal betroffen. Dort würden die Einsatzkräfte derzeit nicht oder nur sehr schwer zu den Störstellen gelangen.

13.54 Uhr: Niederschlagsmengen teilweise im Rekordbereich

Zwischen Freitag und Sonntagvormittag fielen Niederschlagsmengen von bis zu 300 Liter pro Quadratmeter. Auch bei den 24-Stunden-Neuschneemengen fielen Rekorde. Dienstag und am Mittwoch bringt das nächste Italien-Tief in Oberkärnten und Osttirol wieder verbreitet Schneefall und Regen.

13.22 Uhr: Noch mehr Schnee erwartet

Das nächste Italientief wird am Dienstag laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bei uns wetterwirksam und weitere feuchte Luftmassen stauen sich an der Alpensüdseite. Besonders betroffen sind damit erneut Osttirol und Oberkärnten, wo bis zum Mittwoch wieder erhebliche Mengen Regen und Schnee zusammen kommen dürften. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 1100 Meter.

13.10 Uhr: Appell, keine Dächer zu besteigen

Die massiven Schnee- und Regenfälle halten in Kärnten nach wie vor an. Entspannung ist erst für Montag vorausgesagt, wobei für Dienstag das nächste Tief mit Schneefall prognostiziert wird. Aktuell sind alle Einsatzfahrzeuge der Straßenmeistereien im Dauereinsatz, um der Niederschläge Herr zu werden. Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner und Markus Hudobnik, der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes, richten einen dringenden Appell an die betroffene Bevölkerung in Oberkärnten, sich an die Anordnungen der Einsatzkräfte zu halten: „Bitte bleiben Sie in ihren Häusern und besteigen sie keinesfalls die schneebedeckten Dächer, um sie freizuschaufeln“, so Fellner und Hudobnik.

12.52 Uhr: Lebensgefahr - Ortschaften Siflitz und Bärenbad gesperrt

Wie die Freiwillige Feuerwehr Lind/Drau auf Facebook mitteilt, sind die Ortschaften Siflitz und Bärenbad (Gemeinde Kleblach-Lind) gesperrt: "Es herrscht akute Lebensgefahr, bitte bleiben Sie zu Hause!"

12.35 Uhr: Landeshauptmann sichert Osttirol finanzielle Hilfe zu

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) reagiert auf die anhaltend intensiven Niederschläge, die über das Wochenende zu Lawinen, Murenabgängen und Stromausfällen in Ost- und Nordtirol geführt haben. Er sicherte Osttirol finanzielle Unterstützung zu und kündigte in einer Aussendung des Landes an, sich selbst ein Bild der Lage machen zu wollen, sobald es die Lage zuließe. Indes appellierte Bezirkshauptfrau Olga Reisner an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben.

11.55 Uhr: Lawinenwarnstufe 4 und 5 in Kärnten

Wie der Lawinenwarndienst Kärnten am Sonntag bekannt gab, ist die Lawinenwarnstufe in Oberkärnten auf 4 bzw. zum Teil sogar auf 5 angestiegen. Der Lawinenwarndienst Tirol hat für Osttirol die Lawinengefahrenstufe 5 und für den Bereich der Ötztaler, Stubaitaler und Zillertaler Alpen die Lawinengefahrenstufe 4 ausgegeben.

11.32 Uhr: Felbertauernstraße gesperrt

Wie das Baubezirksamt Lienz mitteilt, ist auch die B 108 Felbertauernstraße zwischen Huben und Brühlbrücke ab sofort gesperrt

11.24 Uhr: 3500 Haushalte ohne Strom

In Tirol waren am späten Sonntagvormittag rund 3500 Haushalte wegen umgestürzter Bäume auf Stromleitungen im Zuge der starken Schneefälle und Unwetter ohne Strom. Dies sagte Christian Ammer von der Tinetz-Stromnetz Tirol der APA. 22 Gemeinden mit insgesamt 95 unversorgten Trafostationen waren vorerst betroffen - und das nicht nur in Osttirol, sondern auch in Nordtirol vom Brenner über das Wipptal bis ins Ötztal.

11.18 Uhr: Überschwemmungen in Möllbrücke

11.03 Uhr: Mölltaler Straße gesperrt

In Richtung Spittal gibt es eine Sperre der B106 Mölltaler Straße zwischen Obervellach und Napplach. Hier könnte eine Mure abgehen. Alle aktuellen Verkehrsmeldungen finden Sie hier.

10.51 Uhr: Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Im Lienzer Talboden sind derzeit Hunderte Feuerwehrleute im Hochwasser-Einsatz, auch Hubschrauber fliegen. In Nussdorf-Debant ging eine Nassschneelawine ab, ein "See" hat sich gebildet. Die Lawine erstreckte sich über das Haidenberger Feld und kam direkt hinten den dortigen Häusern zum Stillstand. Durch den Wassereintritt wurden zwei Häuser beschädigt, Personen kamen keine zu Schaden. Die Bewohner der im Gefahrenbereich befindlichen Häuser wurden evakuiert. 

Foto © Maria Schwaiger

10.39 Uhr: Lawinenwarndienst-Chef: Könnte wesentlich schlimmer sein

Der Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes, Rudi Mair, macht sich ob der Situation in Osttirol mit Warnstufe "5" einerseits zwar "große Sorgen", die Lage könnte aber andererseits noch "wesentlich schlimmer sein". Der Grund: Die relativ warmen Temperaturen auch noch in höheren Lagen rund um 1.500 Meter "spielen uns ein bisschen in die Karten", wie Mair im APA-Gespräch erklärte. Von einer Entspannung könne man aber noch nicht sprechen.

Die Temperaturen sowie der in Osttirol derzeit auch vorherrschende Regen würden zu Nassschnee- und Gleitschneelawinen führen, die wiederum nicht diese extreme Zerstörungskraft hätten. "Salopp formuliert, in der Fachsprache sagt man: 'Die verhungern eher'", so Mair. "Wäre es 15 Grad kälter, müsste man mit Staublawinen rechnen, die ein hohes Zerstörungspotenzial haben", betonte der Lawinenwarndienst-Leiter. Nichtsdestotrotz könnten Schneebretter exponierte Straßen und Siedlungen gefährden bzw. auf diese abgehen.

10.24 Uhr: Heftiger Schneefall in Heiligenblut

10.15 Uhr: Feuerwehr Latschach im Einsatz

In Altfinkenstein und Untergreuth lagen Bäume auf der Straße.

09.52 Uhr: Weitere Straßensperren

9.35 Uhr: Lawinenabgang in Hopfgarten im Defereggental

Auch in Hopfgarten im Defereggental kam es zu einem Lawinenabgang. Dabei wurden einige Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen. Nach ersten Angaben wurde jedoch niemand verletzt. Derzeit laufen die Aufräumungsarbeiten.

9.15 Uhr: "Lawinenwarnstufe 5"

Die anhaltend starken Schneefälle sowie Sturm auf den Bergen haben in Osttirol die Lawinengefahr weiter ansteigen lassen. Der Lawinenwarndienst Tirol gab für Sonntag Stufe "5", also die höchste Gefahrenstufe, aus.

8.58 Uhr: Straßensperren

Die B111 Gailtalstraße ist zwischen Kötschach-Mauthen und Obertilliach ist gesperrt. Wegen des Schnees gibt es von beiden Seiten kein Durchkommen. Außerdem ist der Plöckenpass gesperrt. Die Totalsperre zwischen Fleißkehre und Döllach dauert bis mindestens Montag an.

8.34 Uhr: Bergführer rechnen mit Verschärfung der Situation

"Wir bitten die Einwohner sich bzgl. Straßensperren und Informationen zur Situation an die Meldungen aus Rundfunk und der jeweils eingerichteten Krisenstäben der Gemeinden zu orientieren, dies sind die offiziellen Stellen wo alle Informationen zusammenlaufen" - heißt es dazu auf der Facebook-Seite der Großglockner Bergführer.

8.18 Uhr: Drei Meter Schnee

„Der Tiefdruckeinfluss bleibt erhalten“, sagt Reinhard Prugger von meteo experts. „Vor allem im Westen sollte es weiterhin noch ergiebiger schneien oder regnen. Im Lesachtal können bis zu drei Meter Schnee zusammenkommen.

7.56 Uhr: Auch die Polizei braucht Schneeketten

Kommentare (2)
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kukuro05
25
0
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nur

die Tiere tun mir leid

radisoft
0
7
Lesenswert?

Welche Tiere? Im Wald? Im Stall? Hauskatzen wegen dem Lockdown?

Wenn das eine Aussage ist, die polarisieren bzw. aufregen soll (vermute ich mal wegen dem 'nur'), dann müssen sie schon etwas konkreter werden...