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Ausstellung in LaibachWie man in Slowenien die Abstimmung sieht

Eine Ausstellung in Laibach zeigt mit Dokumenten aus Slowenien, Serbien und Kärnten, wie es zur Volksabstimmung kam und warum sie für Österreich ausging.

Die Demarkationslinie verlief 1920 über den zugefrorenen Wörthersee
Die Demarkationslinie verlief 1920 über den zugefrorenen Wörthersee © Kärntner Landesarchiv
 

Das Gewehr in seiner Pranke steht der Tschusch da an der Schranke, drüben blüht Deutschösterreich, doch das ist dem Tschuschen gleich, niemand darf mehr in die Stadt, weil der Tschusch das Vorrecht hat; Kärntner, wollt ihr nicht Tschuschen heißen, müsst ihr den weißen Zettel zerreißen. Wählet grün, dann flieht der Feind und die Heimat bleibt vereint!“ – dieses Gedicht des österreichischen Karikaturisten Fritz Schönpflug (1873–1951) ist ein aufschlussreiches Beispiel für die Propagandaschlacht, die von beiden Seiten vor der Volksabstimmung in Kärnten geführt wurde. Das Gedicht steht unter einem Bild, das einen serbischen Soldaten zeigt, der mit Gewehr an einem Schlagbaum steht, im Hintergrund wohl Klagenfurt. Gezeigt wird die Karikatur in der Ausstellung im „Volksmuseum“ (Narodni muzej) in Laibach; sie umspannt den Zeitraum vom Ende der Monarchie 1918 bis zur Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920.

Kommentare (3)

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eston
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Wesentliches fehlt im Bericht

im Museum auf der Burg Ljubljana steht auf einer Zeittafel auch auf Deutsch:
10. Oktober 1920
In Kärnten fand die Kärntner Volksabstimmung statt, gemäß welchem ein Teil slowenischen Gebietes an die Republik Österreich fiel.
Also ich habe immer gedacht, dass Südkärnten nicht Österreich zugefallen ist, sondern bei Österreich verblieben ist.
Man sollte vielleicht einmal grenzüberschreitend gemeinsam die Geschichte aufarbeiten. Ein diesbezügliches Projekt mit Tschechien gibt es schon.

Lepus52
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Slowenien gibt es als Staat erst seit 1991.

Daher kann nicht die Enttäuschung in Slowenien groß gewesen sein, sondern nur von Slowenen. 41 Prozent waren in der Abstimmungszone enttäuscht und jenseits der Grenzen waren es vielleicht auch einige. Die Gottscheer waren vielleicht auch enttäuscht, dass sie nicht gefragt wurden.

saubertl
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ich bin Windischer Abstammung und kann nicht "Windisch"

Meine Großmutter, eine tolle Frau, sagte immer, wenn wir, damals als Kinder in den Raum kamen :"Schindl am Doch" und unterhielt sich mit ihrer Schwester windisch weiter. einer der Gründe, weshalb ich diese Sprache nicht erlernen durfte. Die Volksabstimmung löste viele Mechanismen aus. Als Demokrat mag ich keine Adeligen. Das hat mit den Windischen nichts zu tun. Viele von Ihnen waren in der Landwirtschaft. viele von Ihnen waren wie die Deutschen auch einfache Leut. Als wagabundierender sozialistischer Demokrat habe ich viele Reaktionen gesehen. Ganz Rote und ganz ganz Braune, . Beide haben nicht gut getan. (Keine kaiserlichen, die hätte ich auch nicht gemocht) Einige davon haben nicht nur 1920 ihre Ursache.
Der Saubertl