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Starkregen und Schnee Mehr als 400 Feuerwehreinsätze in Kärnten

Seit Freitagnachmittag sind 2353 Einsatzkräfte dabei, die Folgen des Unwetters zu beseitigen. Bis Sonntagabend mussten die Feuerwehren 401 Mal ausrücken. Teilweise sind Straßen gesperrt, Haushalte waren ohne Strom.

Das Lesachtal hat wieder rund 40 Zentimeter Neuschnee dazu bekommen © Klz/Hans Guggenberger
 

Die prognostizierten Schnee- und Regenmassen führten am Wochenende zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. 2353 Feuerwehrmänner und - frauen mussten laut LAWZ insgesamt 401 Mal ausrücken.

Auch in der Nacht auf Sonntag ging es in Kärnten aufgrund starker Regen- und Schneefälle rund. "Großteils rückten die Einsatzkräfte aus, um Straßen zu räumen, umgestürzte Bäume zu beseitigen, Keller auszupumpen und gegen das Glatteis anzukämpfen", sagt Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter des Landes. Diesmal waren die Haupteinsatzgebiete die Bezirke St. Veit, Feldkirchen, Klagenfurt-Land und Völkermarkt, ebenso das untere Drautal.

Unwetter: Feuerwehren im Dauereinsatz

Die FF Faak war nach nur einer kurzen Verschnaufpause in den frühen Morgenstunden im Einsatz. Sie unterstützte die  FF Ledenitzen bei einer großflächigen Überschwemmung in Ledenitzen.

FF Faak

Pumparbeiten in Ledenitzen.

FF Faak

Überflutungen in Ledenitzen.

FF Faak

Voller Einsatz in Ledenitzen.

FF Faak

Durch die heftigen Regenfälle ging auf der B 92 Höhe CHK-Metalle am Sonntag in den frühen Morgenstunden eine Mure ab und verlegte die Straße. Die FF Brückl unterstützte die Straßenmeisterei Eberstein.

FF Brückl

Die FF Brückl reinigte die Straße.

FF Brückl

Um 4.07 Uhr früh heulten in Brückl und St. Walburgen die Sirenen. In Labegg stand in einem Keller das Wasser. "Nach Erkundung war schnell klar, dass beim Öltank, der im Freien vergraben ist, Wasser durch die Zuleitung zur Heizung in den Keller eingedrungen war. Mit die Restlossauger war es schnell wieder erledigt", schreibt die FF Brückl auf ihrer Facebook-Seite. Im Einsatz standen auch die FF  St. Walburgen und Polizei Brückl.

FF Brückl

Aufgrund der heftigen Regenfällenfälle musste auch die FF Köttmannsdorf zu mehreren technischen Einsätzen ausrücken. Kurz vor Mitternacht sogar zu zwei Einsätzen gleichzeitig. "Während einmal die Abwendung von Wassereintritt erfolgreich durchgeführt werden konnte, mussten wir beim zweiten Einsatz Pumparbeiten in einem Gebäude durchführen", schreibt die FF Köttmannsdorf auf ihrer Facebookseite.

FF Köttmannsdorf

Kurz nach halb 5 musste die FF Köttmannsdorf zu einem überfluteten Keller ausrücken. Das Wasser stand rund 40 cm hoch.

FF Köttmannsdorf

Der FF Köttmannsdorf gelang es, den Keller auszupumpen und weitgehend trocken zu legen.

FF Köttmannsdorf

Das Wasser stand 40 Zentimeter hoch.

FF Köttmannsdorf

Kurz nach Mitternacht wurde die FF Kötschach-Mauthen unsanft aus dem Schlaf gerissen. Obwohl die B 110 am Plöckenpass gesperrt ist, wollten drei Personen aus Rom mit ihrem Auto von Italien nach Kötschach-Mauthen fahren. "Aufgrund der Schneesituation war aber auf Höhe Kreuztratten die Fahrt zu Ende und der Pkw musste von uns und der Mithilfe der Straßenmeisterei Kötschach befreit werden", schreiben die Kameraden auf Facebook.

FF Kötschach-Mauthen

Im Einsatz standen 22 Kamerden der FF Kötschach-Mauthen, die Straßenmeisterei mit einem Traktor und die Polizei.

FF Kötschach-Mauthen

Die FF Zell-Gurnitz half den Ebenthaler Kameraden, Sandsäcke zu füllen.

FF Zell-Gurnitz

Die FF Latschach wurde Sonntag gegen 5.42 Uhr zur Unterstützung nach Ledenitzen alarmiert. Die Kameraden unterstützten Pumparbeiten bei einer großflächigen Überschwemmung. Im Einsatz standen noch die Feuerwehr Ledenitzen und die Freiwillige Feuerwehr Faak am See. Vom Einsatzleiter der Feuerwehr Ledenitzen wurde die Großraumpumpe des Kärntner Landesfeuerwehrverband angefordert.

FF Latschach

Die Feuerwehren konnten nach fünf Stunden wieder einrücken. Die FF Latschach und Ledenitzen standen im Einsatz.

FF Latschach

Auch Privatpersonen haben alle Hände voll zu tun. So wie hier der junge Mann in Bad Kleinkirchheim, der dem  matschigen, schweren Schnee mit einer Schaufel zu Leibe rückt.

Klz/Kalser
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Lesachtal wieder mit Strom versorgt

Sonntag in der Früh waren alleine im Lesachtal wieder 500 Haushalte ohne Strom, am Nachmittag konnte die Versorgung wieder hergestellt werden. Weitere 200 Haushalte im ganzen Land waren bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder ans Stromnetz angeschlossen sein. Die Kärnten Netz-Monteure arbeiteten auf Hochdruck.

Zufahrt Maltatal Hochalmstraße bis Dienstag gesperrt

In der Nacht ging im Bereich der Zufahrt zur Maltatal Hochalmstraße  eine Schneelawine ab. Der Lawinenkegel reicht bis unmittelbar vor die Gemeindestraße. Verletzt wurde niemand, Sachschaden entstand ebenfalls keiner. Der Bürgermeister der Gemeinde Malta, Klaus Rüscher, verfügte wegen Gefahr in Verzug die Sperre der Gemeindestraße im betreffenden Abschnitt. Die Sperre bleibt bis mindestens Dienstag, 5. Februar, aufrecht. An diesem Tag wird ein Erkundungsflug durchgeführt und die Lage neu beurteilt werden.

Defereggental war eingeschneit

Bitte warten hieß es in St. Jakob im Defereggental. Die Defereggentalstraße L 25 war aufgrund des Schnees seit Freitagnacht gesperrt. Ab Hopfgarten war das Tal somit von der Außenwelt abgeschnitten. "Wir müssen jetzt einmal abwarten, bis es aufhört zu schneien. Am Nachmittag machen wir dann mit dem Hubschrauber einen Rundflug, um uns einen Überblick zu verschaffen", sagte Ingo Hafele, Bürgermeister von St. Jakob im Defereggental. Am späten Nachmittag konnte die  L 25 wieder freigegeben werden.

Lkw-Unfall auf der A 10

Ein wegen der Schneefälle umgestürzter Baum hat in der Nacht auf Sonntag auf der Tauernautobahn A10 bei Paternion einen Verkehrsunfall ausgelöst. Ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus Griechenland verriss wegen des Hindernisses sein Fahrzeug und prallte gegen die Leitschiene. Der Sattelschlepper wurde laut Polizei schwer beschädigt, der Lenker verletzt ins Spital gebracht.

Straßensperren und Schneekettenpflicht

Die Antenne informiert hier laufend über die Verkehrssituation in Kärnten. Aufgrund der aktuellen Wetterlage bleibt der Plöckenpass und die L 19 Innerkremser Straße zwischen Innerkrems und Schönfeld bis auf Weiteres gesperrt. "Ein Schneebrett hat die Straße verlegt, der Schneepflug kommt hier nicht mehr durch. Es wird daran gearbeitet, dass die Straße im Laufe des Tages wieder befahrbar wird", sagt Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter der Landes.

Die B 100 Drautal Straße war Sonntagvormittag in beide Richtungen beim Radlacher Damm gesperrt. Grund dafür waren umgestürzte Bäume. Auch in Ledenitzen gab es eine Sperre. Die St. Martiner Straße Richtung Rosegg war wegen Abpumparbeiten gesperrt.

Lawinenwarnstufe 4 und 3

In Oberkärnten und in Osttirol gilt laut Lawinenwarndienst des Landes Lawinenwarnstufe 4 (große Gefahr) - dazu zählen Glockner-, Ankogel- und Kreuzeckgruppe sowie die Lienzer Dolomiten, in den Nockbergen und Karawanken herrscht am Sonntag Lawinenwarnstufe 3, also erhebliche Gefahr.

Schwerpunkte der Nacht

Die Schwerpunkte in der ersten Nachthälfte zum Sonntag lagen mit 20 Einsätzen im Bezirk Klagenfurt-Land und mit 19 Einsätzen in Villach-Land. "In St. Veit mussten die Feuerwehren 15 Mal ausrücken, der Rest verteilt sich auf ganz Kärnten", sagte Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter des Landes, in der Früh.

In der zweiten Nachthälfte verlagerte sich das Schlechtwetter in den Oberkärntner Raum. Bäume knickten unter der Schneelast um und verlegten Straßen. Die Gailtal Straße B 111 war im Bereich Nötsch und St. Stefan kurze Zeit gesperrt. Auch auf der Plöckenpass Straße B 110 kam es immer wieder zu Behinderungen wegen Schneebruchs. Die Seebergstraße B 82 in der Gemeinde Brückl war gegen 4 Uhr früh nur erschwert passierbar. Rund zehn Kubikmeter Erdreich verschütteten eine Fahrbahnseite. Die Straßenmeisterei Eberstein und die FF Brückl konnten den Schlamm beseitigen. Ab 8 Uhr war die Straße wieder befahrbar.

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