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Lignano"Invasion der Barbaren": So berichten italienische Medien über die Österreicher

Italienische Medien scheinen von den österreichischen Partytouristen nicht begeistert zu sein. Dabei ist die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Eine Bilanz.

Am Strand Lignanos wurde ausgelassen gefeiert © Felsberger
 

“Invasion der Barbaren” titeln italienische Zeitungen. Die Rede ist von den tausenden Österreichern, die das Pfingstwochenende in Lignano verbracht haben. Ganz so dramatisch, wie lokale Medien berichten, waren die vergangenen Nächte dann doch nicht – zumindest im Vergleich mit dem Vorjahr.

Bestätigen können das Heimo Bartlmä und Martin Macor. Die beiden Kärntner Polizisten haben ihre italienischen Kollegen in den vergangenen drei Nächten unterstützt. Dabei ging es vor allem um die Überwindung sprachlicher Barrieren zwischen Partygästen und den italienischen Carabinieri.

So feiern die Österreicher in Lignano

„Gleich in der ersten Nacht hat ein Betrunkener randaliert. Er wollte sich nicht beruhigen lassen“, sagt Bartlmä. Die Auseinandersetzung gipfelte darin, dass sich der Mann auf der Polizeiinspektion übergab. Die Folge: Eine Ausweisung. Er ist einer von sieben Leuten aus Kärnten, Salzburg, Oberösterreich, Tirol und der Steiermark, die in den nächsten zwei Jahren nicht nach Lignano zurückkehren dürfen. „2017 war die Zahl der Betretungsverbote mit 17 aber wesentlich höher“, sagt Bartlmä.

Pfingsten: So feiern die Österreicher in Lignano

Alle am Meer

Feldbacher, Weizer, Grazer, Klagenfurter, Feldkirchner, Villacher ... beinahe ganz Steiermark und Kärnten feiert dieser Tage in Lignano. 

Felsberger

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Auch Anzeigen wegen Ordnungsstörungen im betrunkenen Zustand gab es heuer weniger – die Zahl ist von 42 auf 15 zurückgegangen. Dennoch musste die Rettung immer wieder Urlauber ins Krankenhaus bringen - einen Großteil davon, weil sie zu viel Alkohol konsumiert hatten. Alleine 13 solcher Einsätze gab es in der Nacht auf Samstag, berichten italienische Zeitungen.

Ein besonders tragisches Ende hat das Wochenende für einen 17-jährigen Grazer genommen. Der Fußgänger wurde am Freitagabend von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Inzwischen konnte er nach Graz überstellt werden.

Zur Wehr gesetzt

Nicht nur die Rettung, auch die Polizei hatte trotz des Rückgangs an Anzeigen alle Hände voll zu tun. Bartlmä: „Es gab viele Fälle, bei denen wir intervenieren konnten, sodass die Beteiligten einsichtig wurden und keine Anzeige erstattet werden musste.“ Aber nicht alle wollten sich beruhigen lassen. Drei Feierwütige setzten sich mit Fäusten zur Wehr und wurden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt.

Zwischen Vorfällen mit Aggressiven und Alkoholisierten gab es aber auch schöne Momente, wie Bartlmä sagt: „Immer wieder sind Österreicher zu uns gekommen und haben gesagt, dass sie gut finden, dass wir da sind. Eine Gruppe Jugendlicher hat uns sogar ein Ständchen gesungen.“

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>> Jungfamilie: "Wir mussten vor den Feiernden flüchten"

 

Kommentare (11)

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bluebellwoods
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Es ist zum Fremdschämen

Party ja aber doch nicht so. Nur weil man nicht "zuhause" ist, muss man doch nicht jegliche Manieren vergessen. Wenn ich "zuhause" weggehe, zerstöre ich auch keine Möbel, uriniere auf offener Straße oder Laufe grölend und stockbesoffen durch die Stadt.

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sugarless
6
36
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peinlich

nichts im Kopf, außer Auto, Alkohol, so wie im Mittelalter die vom Norden, es hat sich nichts geändert

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Reipsi
3
2
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Sie haben es zugelassen

und wollten die große Kohle machen , nun haben sie den Teufel gerufen und der ist jetzt da. müssens akzeptieren.

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Smusmu
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Als ob...

...die Damen und Herren die hier schreiben, in ihrer Jugend nie Party gemacht und gefeiert hätten.
Ist ja kein Wunder das rund um die Kärntner Seen alles einschläft.
Feierns am Wörthersee und Faakersee (GTI) passt nicht.
Feierns in Lignano - passt nicht.
Feierns auf Mallorca- passt nicht.
Feierns zu Hause in der Garage - passt auch nicht.
Schön langsam komm ich mir vor wie in eigenem riesengroßen Altersheim!

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plolin
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Es kommt immer darauf an

WIE man feiert. Klar haben wir in unserer Jugend auch Gas gegeben. Aber zerstört haben wir NIE etwas.

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Smusmu
6
1
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„Naaaaaaaa....

... ich doch nicht!“
„bin überhaupt nie übermütig gewesen!“
„War nie und niemals nimmer bei irgendwelchen Blödsinn dabei.“ „bin das brave Schaf 🐑 in Person“ ...
Samma uns ehrlich: Bissi spießig sind wir schon geworden!!!

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ememem
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...

Wenn der Basti die Mittelmeerroute schließen will dann wär heut der richtige Tag dafür

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ememem
19
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...

Menschen die nach Lignano fahren, haben die Kontrolle über ihr Leben verloren

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cleverstmk
22
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Bierzelt

Da fehlt doch nur noch der Ha Tsche mit seinem Bierzelt!!!!

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gerbur
36
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Nur peinlich unsere "Landsleute"

Da wird das Ergebnis der Nationalratswahl erst so richtig verständlich!

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Lamax2
6
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Kalkulation?

Die Verantwortlichen müssten ja auch rechnen können-- einmal Wirbel und abkassieren und im restlichen Jahr keine "Normaltouristen meh haben--zahlt sich das aus? Als nicht so hessblütiger Tourist fahre ich dort nicht mehr hin.

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