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KärntenWarum Jagdaufseher-Chef mit Tierschützern hart ins Gericht geht

Kehrt der Wolf zurück? Kärntens Jagdaufseher-Chef Bernhard Wadl spricht vor der Jahrestagung seiner Vereinigung Klartext.

Die mögliche Rückkehr des Wolfs sorgt für Diskussionen © 
 

Maßnahmen für den Fall des Auftauchens von Wolfsrudeln auch in Kärnten wird Bernhard Wadl, Obmann der Kärntner Jagdaufseher, bei der Jahreshauptversammlung heute, Samstag, in Gnesau thematisieren. Wadl verweist auf Frankreich und Deutschland, wo man große Probleme mit Wolfsrudeln habe: „Auch dort begann es mit einzelnen Tieren.“

Der Nachweis von Wölfen ist in Kärnten längst durch Fotofallen geglückt, für Wadl ist es eine Frage der Zeit, bis man ein Rudel sichten wird.

Das würde speziell die Almwirtschaft massiv betreffen. Was der Großräuber unter Weidevieh anrichtet, zeigen in Jägerkreisen kursierende Videos aus Frankreich mit schockierenden Aufnahmen von Schafsrissen durch Wölfe.

In diesem Zusammenhang geht Wadl hart mit Tierschützern ins Gericht, die sich für eine Wiederansiedelung des Wolfs starkmachen: „Dieser Tierschutzgedanke ist mir unverständlich. Man kann nicht einfach das Leid des Weideviehs ignorieren und ausschließlich an das Wohl des Wolfs denken.“

Wadl appelliert an das Land, Vorkehrungen für etwaig notwendige Wolfsabschüsse zu treffen. Diese sollten durch Jagdschutzorgane erfolgen.

Wadl will in Gnesau erneut auch die Ablehnung der Windkraft ansprechen, wofür die Jagdaufseher heftig kritisiert wurden. „Man hat uns vorgeworfen, wie eine NGO zu agieren.“ In diesem Fall sehe er den Jagdaufseherverband als NGO für die Erhaltung von Wildtierlebensräumen und des einzigartigen Kärntner Landschaftsbildes. Im Interesse der Jägerschaft will er alle rechtlichen Möglichkeiten gegen Windkraftanlagen ausschöpfen.

Viel diskutiert dürfte das Thema „Jagd und Social Media“ mit einem Fachvortrag von Michael Baumgartner werden.

Dieser Tierschutzgedanke ist mir unverständlich. Man kann nicht einfach das Leid des Weideviehs ignorieren und ausschließlich an das Wohl des Wolfs denken.

Bernhard Wadl, Obmann des Jagdaufseherverbandes

Kommentare (3)

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Hiasenbichler
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Futterneid?

Wenn Wadl vom Schutz der Weidetiere spricht meint er wohl sein geliebtesSportobjekt,das Rotwild.In ganz Europa,(Abruzzen,Pyräneen,Slowenien) werden nicht nur geduldet ,sondern auch streng geschützt.Die selbstverwaltete Jägerschaft sollte ,bevor sie eineWolfsrudelbildung an dieWand malt vorerst ihre Abschusspläne erfüllen,damit wäre der Natur mehr gedient als mit reißerischer Wahlwerbung in eigener Sache.

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struge1
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Wieder einer,

der keine Ahnung von der Materie hat und nur Blödsinn verzapft. Alleine das Rotwild als Sportobjekt zu bezeichnen, zeigt von geistiger Umnachtung!

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Hiasenbichler
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Bravo Struge1

Ihre Wortwahl zeugt von hoher Bildung,ein echter Jäger halt

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