KärntenFrau gequält und vergewaltigt: Drei Jahre Haft für Kärntner

56-Jähriger hatte Frau in der Silvesternacht 2016 fünf Stunden lang gequält. Am Freitag wurde er am Landesgericht zu drei Jahren Haft, davon ein Jahr unbedingt, verurteilt. Er ist geständig und nahm das Urteil an, das noch nicht rechtskräftig ist.

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Ein 56-jähriger Kärntner ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt wegen Vergewaltigung zu drei Jahren Haft, davon ein Jahr unbedingt, verurteilt worden. Der Mann hatte eine Frau in der Silvesternacht 2016 fünf Stunden lang gequält. Der Angeklagte hatte sich schuldig bekannt - obwohl er angab, dass er zum Tatzeitpunkt stark betrunken gewesen sei und sich deshalb nicht mehr an die Tat erinnern könne.

"Als ich den Fall erstmals auf den Tisch bekommen habe, war ich mir nicht sicher, ob der angezeigte Sachverhalt zu einer Verurteilung führen wird. In der Einvernahme hat aber das Opfer absolut glaubwürdig und detailliert geschildert, was es erleben und erdulden musste", sagte Staatsanwältin Bettina Dumpelnik, für die in der Verhandlung "außer Frage" stand, dass sich der Vorfall so zugetragen hat wie vom Opfer geschildert.

Glaubwürdiges Opfer

Auch Richter Dietmar Wassertheurer, der dem Schöffensenat vorsaß, verwies in seiner Urteilsbegründung auf die glaubwürdigen Schilderungen des Opfers. Demnach hatte der 56-Jährige die Frau mehrmals mit der Hand geschlagen, ihr mit der Faust gedroht und sie so zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Mildernd kamen dem Mann seine Unbescholtenheit und sein Geständnis zugute - "auch wenn es ein Geständnis im untergeordneten Sinn ist, wenn Sie sagen, dass Sie sich nicht erinnern können", sagte Wassertheurer. Somit sei man mit dem Strafmaß im Bereich eines Drittels der Höchststrafe für Vergewaltigung geblieben, worauf bis zu zehn Jahre Haft stehen. Der 56-Jährige nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

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