Alpen-Adria-UniversitätPolitisches Beben bei der ÖH-Wahl

Bei der ÖH-Wahl in Klagenfurt verlor die Plus erstmals seit Jahren ihre absolute Mehrheit. Sieger war der Vsstö. Die Wahlbeteiligung war erschreckend niedrig.

© KLZ/Weichselbraun
 

Es hat gebebt in der Klagenfurter Universitätsvertretung, mitbekommen haben es allerdings nur wenige. Bei der ÖH-Wahl verlor die Plattform unabhängiger Studierende (Plus) erstmals seit Jahren ihre absolute Mehrheit. Die Plus kam nur mehr auf 40,75 Prozent, vor zwei Jahren waren es noch 48,5 gewesen. Dahinter folgt der Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (Vsstö): Mit 20,96 Prozent ist die linke Fraktion der große Wahlsieger. Denn bei der Wahl 2015 hatten sie nur 10,6 Prozent erreicht.

Auf Platz drei folgen die Grünen und Alternativen Student_Innen (Gras). Sie haben verloren: Bei der letzten Wahl erreichte die grüne Fraktion noch 25,6 Prozent, diesmal sind es 19,5. Nur leicht verloren hat die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG). Sie erreichte 10,3 Prozent (2015: 11,5 Prozent).

Abgeschlagen dann der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) mit 5,85 Prozent (2015: 3,8 Prozent) und die Jungen liberalen Studierenden mit 2,63 Prozent (2015 waren sie nicht angetreten). Für diese Fraktionen reicht es damit nicht für ein Mandat.

Die Mandatsverteilung an der Uni Klagenfurt sieht damit wie folgt aus:

Erschreckend niedrig war die Beteiligung an der Wahl der Universitätsvertretung mit nur 16,65 Prozent. 1745 Studenten gaben ihre Stimmen ab. Die Detailergebnisse zur ÖH-Wahl an der Uni inklusive der Stimmen für die Bundesvertretung finden sich hier.

100-Prozent-Siege an FH und PH

Gewählt wurde auch an der Fachhochschule Kärnten und an der Pädagogischen Hochschule. Die Wahl zur Hochschulvertretung an der FH gewann mit 100 Prozent die Fraktion Unabhängiger Studierender (Frust). Die Wahlbeteiligung lag bei 8,54 Prozent. Noch weniger Studenten wählten an der PH. Nur 4,14 Prozent gaben ihre Stimme ab. Den Sieg holten sich Studis and Buddies (ÖH-SUB) mit 100 Prozent. Details zu Wahl an der FH gibt es hier. Zur Stimmabgabe an der PH hier.

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Danke für Ihr Verständnis.

herrgraf
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Vielleicht wollen Studenten ja einfach keine politischen Ereignisse auf der Uni haben. Studieren, Freude in der Studienzeit haben. Warum muss da auch noch Platz für Politik sein? Mich wundert es nicht, dass sich so wenige dafür interessieren. Am besten dieses möchtegern Fraktionsgehabe abschaffen und Studenten Studenten sein lassen und nicht gleich wieder in politische Lager stecken. Die Wahlbeteiligung sagt ja schon alles darüber aus wie viel die Wahl wirklich wert ist und wie sehr studierende das ganze interessiert.

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