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Offenes BekenntnisSo haben Petzner und Haider die öffentliche Meinung manipuliert

Was ist wahr? Was Lüge? Der ehemalige freiheitliche Wahlkampfmanager Stefan Petzner packt in ORF-Sendung aus: Über seine Kampagne „Kärnten wird tschetschenenfrei“ und Jörg Haiders angebliche Ermordung.

Stefan Petzner mit Hanno Settele im Wörthersee Stadion
Stefan Petzner mit Hanno Settele im Wörthersee Stadion © ORF
 

Schon im Prozess um die BZÖ-Wahlbroschüre zu Beginn dieses Jahres hat Stefan Petzner als Angeklagter mit seinen Aussagen aufhorchen lassen: Für einen Wahlsieg hätte er fast alles gemacht. Nicht nur Steuergeld im Wahlkampf einzusetzen, wofür er als einer von vier Angeklagten zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt worden ist.

Was der 36-jährige, jetzige Kommunikationsberater, unter „fast alles“ versteht, machte er Mittwochabend in „DOKeins“ deutlich. Thema der ORF-Sendung: „Lügen an der Macht? Alternative Fakten, Fake News, Lügenpresse".

Petzner, ehemaliger Mastermind vieler freiheitlicher Wahlkampagnen, ließ Moderator Hanno Settele in die Giftküche eines Fake News-Erfinders blicken. Stilgerecht inszeniert im leeren und viel zu großen Wörthersee Stadion - eines von vielen teuren Erbstücken der Ära Haider – packte Petzner aus. Etwa wie er und der damalige Landeshauptmann Jörg Haider die ungeheuerliche Kampagne „Kärnten wird tschetschenenfrei“ inszeniert haben.

Hotline um Asylwerber zu melden

Im Frühjahr 2008 wurde tatsächlich ein junger Kärntner von einem Asylwerber aus Tschetschenien verprügelt und schwer verletzt. Diesen tragischen Einzelfall haben er und Haider genommen, um eine ganze Kampagne zu starten, sagte Petzner. „Wir haben daraus einen General- und Pauschalverdacht gegen sämtliche tschetschenischen Asylwerber gemacht“, so Petzner. Angebliches Ziel: „Wir schieben die alle ab.“ In Postwürfen und offenen Briefen wurden Menschen aufgefordert, „problematische Asylwerber zu melden“. Sogar eine eigene Hotline wurde eingerichtet. „Und wissen Sie was: Die Telefone sind heiß gelaufen“, erzählte Petzner vom „Erfolg“ der Kampagne, die in Wahrheit nur ein Ziel hatte: einen Erfolg bei der nächsten Wahl einzufahren.

"Geil, des moch ma"

Und Petzner pflegt in der ORF-Sendung sein Bild eines einzelgängerischen, genialen Kampagnenerfinders: „Kärnten wird Tschetschenenfrei“ sei ihm in seinem „zehn Quadratmeter großen Büro in der Kärntner Landesregierung“ eingefallen, „alleine, eingehüllt in Rauchschwaden und mit fünf Cafe Latte am Tisch“. Danach sei er zu Haider gegangen, habe ihm den Slogan präsentiert, mit den Worten: „Des fohrt, des ist guat.“ Haiders Reaktion laut Petzner: „Geil, des moch ma.“ Eine unwahre, menschenverachtende Kampagne war geboren. Ein Feindbild war da, tatsächliche Probleme waren eine zeitlang kein Thema. Da half es nichts, dass die Kärntner Polizei im Jahr 2008 mehrmals ungewöhnliche Schwierigkeiten mit gewalttätigen Tschetschenen dementiert hat.

Mordtheorie befeuert

Auch eine weitere Legende, besser: Fake News, hält sich hartnäckig und nicht zufällig: Jörg Haider, 2008 bei einem selbstverschuldeten Verkehrsunfall gestorben, sei „in Wahrheit“ das „Mordopfer“ unbekannter Mächte, denen er „zu gefährlich“ geworden ist. Diese Verschwörungstheorien haben man „bewusst befeuert“, sagt Petzner, „indem dort einer auftaucht und das erzählt“ und dann „wieder einer eine Anzeige macht“. Das Ergebnis: Bei einer Umfrage würden wohl an die 50 Prozent der Menschen nach wie vor glauben, Jörg Haider sei ermordet worden, sagt Petzner, der sich mittlerweile als Paulus, nicht mehr als Saulus sieht. Wenns wahr ist!?

Kommentare (42)

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Kowesnock
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Wahl

Und jetzt sind wieder bei Blau und Schwarz zwei Machtlüstige im Rennen,der blaue hat nur Ausländer in seinen Konzept,Österreich hat aber auch noch andere Sorgen und verpflichtigungen,und der Schwarze hat es bisher auch nur mit Ausländer und Außenpolitik befaßt,aber die Gier nach Macht muß aber sehr groß sein das er mit der eigenen Partei Schlitten fährt,kein Konzept vielleicht nicht öffentlich ließ er seine Parteikollegen und Landeshauptleute dümmer gehts nicht mehr präsentieren,es ist die gleich Masche wie beim Haider und ich hoffe das normal Denkende Volk ihr Hirn einschalten wird beim Wählen.

pekavau
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Dummes Wahlvolk?


Und wenn noch so viel menschenverachtende Praktiken aufgezeigt werden, der hohe Prozentsatz an Ignoranten zeigt sich am Wahltag.

Armes Österreich, wenn sich sogar der Obmann seiner Partei schämt und zur Wahl mit einer Konkurrenzliste antritt.

Wortkarg
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Abschreckend

sind solche Berichte auf jeden Fall. Neu sind diese Geschichten aber nicht. Alle populistischen Bewegungen setzen auf hemmungslosen und rücksichtslosen Aktionismus, selbst um den Preis der Aufwiegelung und Unruhestiftung. Es ist einfach unverständlich wie derartige Parteien zweistellige Wahlergebnisse einfahren können. Freiheitliche Politiker setzen diese Politik ungeniert fort. Selbst um den Preis der Gefährdung des friedlichen Zusammenlebens. Ich finde das - mit Helmut Zilk zu sagen - zum Kotzen!

pantau
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der hc und seine kumpanen

haben dieses system noch weiter verfeinert und perfektioniert!

H260345H
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.... und derKURZ kupfert alles von den BLAUEN ab,

aber er macht das alles noch hinterlistiger ohne Rücksicht auf auch nur irgendjemanden!

pinsel1954
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Für mich der Beweis......

......die miesesten Charaktere treibt es in die Politik.
Und viel glauben den Blendern..... schade und gefährlich für unser Land.

schetzgo
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da haben sich zwei gefunden

unnötiger gehts nimmer!

hermannsteinacher
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Bravo,

Herr Settele!

ba41d4abf88503c1dcf64666eb60b537
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Petzner

völlig durchgeknallt!

SoundofThunder
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🤔

Nur:Wo ist der Unterschied zwischen damals und heute?

GordonKelz
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Das Frage ich auch......

....wo ist der Unterschied? Es gibt keinen, die Menschen lassen sich weiterhin alles gefallen!
Schauen wir nach Villach... Seit ein Herr Albel Bürgermeister ist, geht der Staatsanwalt in der Gemeinde ein und aus!
Eine Lüge und Ungereimtheit folgt der anderen!
Habe noch von keinem Journalisten gelesen, das es nun endlich genug sei, und der Bürgermeister Zeit bräuchte zum Nachdenken!
Denn das ist, was ihm offensichtlich gänzlich fehlt!!
Gordon Kelz

ugglan
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Damals

sprach man noch von Einzelfällen - glückliche Zeiten!

checker43
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Und heute

ist etwa jeder der 100.000 Flüchtlinge ein Vergewaltiger? Selbst 1000 von 100.000 wären noch Einzelfälle. Jeder einer zuviel, aber pauschalisieren kann man heute wie damals nicht.

blueenzian
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Nicht jeder

Aber 1000 sind schon ein Trend oder eine Bewegung

Scaurus
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Und heute

produzieren sie diese Lügenkampagnen am laufenden Band. Traurig :´(

Leberknoedel
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Und was ist jetzt die

Neuigkeit?

nasowasaberauch
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Tja, wenn man nicht nur Luft zwischen den Ohren hat, ...

... dann ist Ihre Reaktion die Normale.

Aber, dass offensichtlich viele jetzt überrascht sind, kann man ja an den Wahlergebnissen ablesen. Und der Stimmung in diesem Land.

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