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Kärnten

Gleich mehrere Schlösser und Burgen suchen neue Eigentümer

Burg mit Folterkammer zu verkaufen! Welche historischen Immobilien in Kärnten derzeit auf dem Markt sind, was sie zu bieten haben und wie viel sie kosten.

© KK/Herzog-Immobilien
 

In einer mittelalterlichen Burg zu leben, oder gar in einem märchenhaften Schloss – mit dem nötigen Kapital kann dieser Kindheitstraum wahr werden.

Mehrere historische Liegenschaften stehen in Kärnten derzeit zum Verkauf. „Deren Kaufpreise sind in der Regel nur ein Bruchteil vom Sachwert“, sagt der Kärntner Makler Stephan Ebner. Doch Folgekosten für Sanierung, Instandhaltung und Betrieb seien nicht zu unterschätzen. Neben den finanziellen Mitteln sollte der Käufer aber auch eines haben: ein Herz für Historie.

„Für ein Schloss oder eine Burg braucht man eine gewisse Hingabe“, ist sich ein Großteil der Makler einig. Ob Burgen inklusive Folterkammer, sagenumwobene Schlösser oder ehemalige Residenzen Adeliger– einige geschichtsträchtige Immobilien gibt es hier im Überblick.

Sagenumwobene Luxusburg

In der Burg Geiersberg (siehe Hauptbild), in Friesach ist ein Schatz verwahrt – das geht zumindest aus einer alten Sage hervor. Im Preis von 1.500.000 Euro ist das versteckte Gold wohl nicht inbegriffen. Dafür befinden sich neben der renovierten Wohnburg auch eine Parkanlage, ein Pool, eine Sauna, ein Tennisplatz und eine eigene Kapelle auf dem 39.500 Quadratmeter großen Grundstück am Geiersberg. Dieser befindet sich vom Friesacher Hauptplatz aus gesehen hinter dem Petersberg. Nachdem schon Erzbischöfe und Adelige dort residiert haben, wird das seit 1912 wieder als Wohnburg genutzt.

Ein Turm mit Ausblick

Schrottenturm Klagenfurt September 2011
Foto © KLZ/Markus Traussnig

Nein, der Klagenfurter Schrotturm wird nicht abgetragen, wie das Baugerüst am Fuße des Turmes diese Woche vermuten ließ. Nur die Fassade, die zur Straße gerichtet ist, wird saniert. Der Turm ist also nach wie vor zu verkaufen. Einen Preis will Eigentümerin Inge Unzeitig zwar nicht nennen: „Aber wichtig ist, dass es Ideen für den Turm gibt.“ Das Objekt steht auf einem 6500 Quadratmeter großen Grundstück und bietet einen traumhaften Ausblick auf den Wörthersee.

Schloss als Schnäppchen

Foto © KK

Um ein Haar wäre das Schloss Mittertrixen in Völkermarkt vergangene Woche verkauft worden, doch der Kunde entschied sich um. „Jetzt haben wir mit einem anderen Interessenten wieder Verkaufsgespräche aufgenommen“, sagt Makler Franz Sablatnig. 1,7 Hektar umfasst die Grundstücksgröße, 2400 Quadratmeter die Wohnfläche. Der Kaufpreis von 690.000 Euro sei im Vergleich zum Sachwert sehr gering, so Sablatnig. Aber: „Es sind Sanierungen notwendig.“

Historische Liegenschaft

Foto © KK

Das Dominikanerkloster wurde bereits verkauft. Eine schlossähnliche Liegenschaft, die sanierungsbedürftig ist, aber durch ihre Arkaden besticht, ist dafür in Friesach um 499.000 Euro zu haben. Bis 1258 war dies ein Kloster der Zisterzienserinnen (am Foto). „Es gibt zwar Interessenten“, sagt Eigentümer Günther Herbst. „Aber historische Gebäude zu vermitteln ist schwierig.“ Dem pflichtet Makler Stephan Ebner bei: „Der Aufgabe, es instand zu setzen, ist nicht jeder gewachsen.“

In adeligen Händen

Foto © KK

25 Jahre lang war Erzherzog Franz Ferdinand Eigentümer des Schlosses Lölling. Wer dessen nächster Besitzer sein wird, steht zwar noch nicht fest, aber laut Maklerin Melanie Sima gibt sind einige teils internationale Kunden von dem Objekt angetan. Um 2.900.000 Euro kann man das Jagdschloss mit seinen 23 Zimmern und einer Wohnfläche von 1710 Quadratmetern erstehen. Die Grundfläche umfasst 19.000 Quadratmeter. Das Inventar ist nicht im Preis inbegriffen.

Folterkammer inbegriffen

Foto © KK
Um 3.450.000 Euro bekommen Liebhaber des Mittelalters in Seeboden alles, was ihr Herz begehrt: Nicht nur Burg Sommeregg, sondern auch ein Restaurant, ein Jagdschlössel mit Gärntnerhaus, eine 8000 Quadratmeter große Festspielwiese und ein mittelalterliches Foltermuseum – und zwar inklusive Foltergeräten – sind im Preis inbegriffen. „Die Burg ist durchaus bewohnbar“, sagt Makler Matthias Siekiera von der Grazer Immobilienfirma „one-immo“.

CLAUDIA FELSBERGER

 

Kommentare (5)

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christbaum
0
3
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sind die Raubritter knapp bei Kasse?????

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Phoenix198
2
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Hach

Die Burg Sommeregg... in meiner Kindheit sehr viele Sommer dort verbracht. Ich bin mit dem Sohn der Besitzer befreundet.

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kurtii
6
14
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Die Immobilienmakler danken für diese kostenlose Werbeeinschaltung

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Corklifter
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Das wird nicht viel bewegen

99 % der Leser werden das nicht kaufen können/wollen und die paar seriösen Interessenten werden darüber schon persönlich informiert worden sein.
Also freue ich mich über die Info was ich mit meinem heutigen Lottogewinn so alles machen könnte... ;-)

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hkwt69wjcy7cd0x3otg4gn7nflck4wua
4
10
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ich sehe es als interessante Information..

es gibt ja schlimmere Werbungen.

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