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Urlaub am Bauernhof

Urlaub, wie es ihn nicht überall gibt

Seit insgesamt 25 Jahren kann man in Kärnten Urlaub am Bauernhof verbringen. Ulli und Thomas Wirnsberger sind mit ihrem Simonhof von Anfang an dabei gewesen.

© Achim Meurer
 

Ulli und Thomas Wirnsberger sind stolz auf ihren Bauernhof hoch oben im Liesertal über Trebesing und stolz auf das, was sie in 25 Jahren geschafft haben: ein Urlaubsparadies am Bauernhof, in dem sich Kinder und Erwachsene sofort zu Hause fühlen. Auf die Frage, was Ferien am Simonhof so besonders machen, überlegt das Ehepaar nicht lange: „Weil wir einen Urlaub bieten, den es nicht überall gibt und weil wir die Gäste an unserem Leben teilhaben lassen.“ Urlaub eingebunden in die tägliche Arbeit der Bauern, die oft hart und unbarmherzig, vom Wetter abhängig aber immer authentisch ist. Eine Urlaubsform, so modern, wie nie zuvor.

Mutter Christa war Mitglied der ersten Stunde beim Verband Urlaub am Bauernhof in Kärnten. Da hatte der Simonhof erst zwei Ferienwohnungen. Mittlerweile sind es fünf. Ulli und Thomas investieren ständig in Erneuerung und Gemütlichkeit. Als gelernter Tischler macht Thomas die Einrichtung höchstselbst. Neuerdings zwei duftende „Zirbenwohnungen“.

Drei Standbeine

Urlaub am Bauernhof ist eines von drei unverzichtbaren Standbeinen auf dem idyllischen Hof. Milchwirtschaft wird mit 25 Mutterkühen betrieben, regelmäßig geschlachtet und die selbst gemachten Wurstwaren, Brot und Speck auf dem Bauernmarkt in Gmünd verkauft.

„Die Urlauber leben und zittern mit uns, wenn das Heu noch nicht eingebracht ist und der Wetterbericht Regen prophezeit“, bilden die Wirnsberger bereits ein Team mit ihren Gästen. Die drei Kinder mit sechs und zwei Jahren sind schon kleine „Animateure“. Sie freuen sich jedes Jahr auf die Gästekinder, die schon zu Stammgästen geworden sind. „Sie wachsen mit den Gästen auf, wie ich mit ihnen aufgewachsen bin“, erinnert sich Thomas Wirnsberger.
Europas erstes Babydorf Trebesing, die zahlreichen Veranstaltungen für Kinder und Eltern, die Kooperationen zwischen den Betrieben und das professionelle Marketing kommen den bäuerlichen Vermietern zugute. „Wir investieren sehr viel Geld in die Infrastruktur“, so der Landwirt.

Mit Internet ins Bett

Im Verband Urlaub am Bauernhof fühlen sich die beiden Vermieter geborgen, wie die Urlauber in ihren Zirbenbetten. Ulli Wirnsberger kommen die vielen Angebote zur Weiterbildung und die Organisation der Onlinebuchungen zugute. Die Buchungen kommen ausschließlich über das Internet ins Haus. „Postkarten und Briefe gibt es längst nicht mehr“, lacht Ulli, hin und wieder einen Anruf von Gästen, wenn sie sich im Internet informiert haben. Auch in dieser Hinsicht ist sie dem Verband dankbar, dass die modernen, unverzichtbaren Buchungsmethoden so einfach vermittelt worden sind.

Das Ehepaar Wirnsberger
Das Ehepaar Wirnsberger Foto © Wolfgang Jannach

„Der Verband gibt die Richtung vor, die wir vertreten.“
Seit der Gründung im Jahr 1990 hat sich der Verband als größte, freiwillige Angebotsgruppe etabliert. Mit seinen 422 Mitgliedsbetrieben und 742.000 Nächtigungen erzielt der Verband eine Wertschöpfung von rund 60 Millionen Euro. „Hinter den Erfolgszahlen steckt ein gelungenes Zusammenspiel zwischen den engagierten Vermietern und dem Verband“, sind Obmann Hubert Reiner und Geschäftsführerin Edith Sabath-Kerschbaumer auch mit ihrer Arbeit zufrieden.

Erfolgsgeschichte zum Herzeigen

Der Verband Urlaub am Bauernhof hat Geburtstag. Eine 25-jährige Erfolgsgeschichte?
KOHL: Das kann man wohl sagen. Urlaub am Bauernhof ist eine Parade-Erfolgsgeschichte.
Worin liegt der Erfolg begründet?
KOHL: Die bäuerlichen Vermieter haben in den 25 Jahren ihre Bodenständigkeit nie verloren, obwohl sie über Grenzen gegangen sind. Sie vermitteln traditionelle Werte, die heute aktueller sind, denn je. Und sie zeigen ihre Freude am Beruf, was man von manchen Vermietern in Kärnten oft vermissen muss.
Ein Urlaubsmodell für die Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Welt?
KOHL: Gerade in einer anonymer werdenden, übertechnisierten Welt sind Werte wie Sehnsucht nach Echtheit, Vertrautheit, und Regionalität mehr denn je, gefragt. Man strebt nach Erdung und einer heilen Welt. All das sind Werte, die sich Urlaub am Bauernhof trotz hoher Professionalität erhalten haben.
Welchen Rat haben Sie?
KOHL: Die bäuerlichen Vermieter sollen sich ihre Echtheit erhalten.

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