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"Connect"-Affäre: Strabag bezahlte Rechnung von FPK-Agentur

Auch die Strabag hat Rechnungen von der FPK-Werbeagentur "Connect" erhalten, zumindest eine Rechnung über 24.000 Euro für "Layout-Beratung" wurde auch bezahlt. Die FPK versucht nun, die laufenden Enthüllungen per einstweiliger Verfügung zu stoppen.

 

Das Nachrichten-Magazin "News" macht seine Ankündigung wahr und veröffentlicht in der neu erscheinenden Ausgabe weitere Rechnungen der FPK-Werbeagentur "Connect" an Baufirmen. Die Zeitschrift erhebt den Vorwurf, dass es sich dabei um versteckte Parteienförderung handelt. FPK-Parteichef Uwe Scheuch will trotz angekündigter "100-prozentiger Aufklärung" der Causa die Berichterstattung verhindern.

Die FPK hat am 24. März beim Landesgericht in Wien einen Antrag auf einstweilige Verfügung eingebracht. Damit soll "News" untersagt werden, weitere Rechnungen zu veröffentlichen. Die Tatsache, dass dieser Antrag schon in der Vorwoche eingebracht worden ist, nennt Chefreporter Kurt Kuch "hinterfotzig. Denn: "Da sieht man, was Scheuchs Angebot (in der Fernseh-Ssendung "Im Zentrum"am vergangenen Sonntag, Anm.) die Angelegenheit gemeinsam aufzuarbeiten, wert ist." Scheuch wiederum begründet die Vorgangsweise so: "Auf den veröffentlichten Rechnungen scheinen ja auch immer die Namen von Dritten auf. Das sind private Persönlichkeiten, die nicht einfach an die Öffentlichkeit gebracht werden können, wie das bei einer Partei der Fall ist. Dieses Recht gilt es, zu wahren."

Von denen neu aufgetauchten Rechnungen sind zwei für "Layout-Beratungen" in der Höhe von 84.000 und 24.000 Euro an Hans Peter Haselsteiners Bauriesen Strabag gegangen. Der Eingang und die Bezahlung der Kleineren wurden von Pressesprecherin Daniela Klein bestätigt, die Größere wurde in der Buchhaltung "nicht gefunden".

Weitere Rechnungen sind an die Firmen Fürstauer im Mölltal (5000 Euro), Kostmann in St. Andrä im Lavanttal (20.000 Euro), Dolomit Eberstein im Görtschitztal (11.400 Euro) und die Firma Massivbau (5000 Euro) ergangen (in Klammern die jeweilige Rechnungssumme).

Detaillierte Auskünfte darüber wollen die Firmen nicht erteilen ebenso wenig wie der ehemalige Geschäftsführer der "Connect", Manfred Stromberger, der nicht erreichbar ist. FPK-Chef Scheuch hat keine Erklärung für die Vorgangsweise der parteieigenen Werbeagentur: "Operative Tätigkeit und Rechnungsprüfung dieser Firma liegen nicht in meiner Verantwortung. Danach muss man den Geschäftsführer fragen." Als Empfänger ist auf allen Rechnungen das Partei-Konto bei der Hypo-Bank angegeben.

Kuch kündigt an, auch in den nächsten Wochen "Connect"-Rechnungen veröffentlichen zu wollen: "Der Nachschub hat bisher gut funktioniert. Von Gerichtsklagen lassen wir uns nicht beeinflussen. Denn diese offensichtliche Art der Parteienfinanzierung muss endlich ein Ende haben." Als einzige Kärntner Partei reagierten die Grünen: Sie fordern eine rückwirkende Überprüfung aller öffentlicher Bauaufträge und Vergabeverfahren.

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