Wenn in Sachsenburg der Gemeinderat gewählt wird, dann steht keine FPÖ auf dem Stimmzettel. Bei der EU-Wahl am Sonntag erzielten die Freiheitlichen dort mit 44,86 Prozent und einem Plus von 19,39 Punkten österreichweit einen ihrer größten Zugewinne. In den Katakomben des Gemeindeamts, einem ehemaligen Pfarrhof, holt Bürgermeister Wilfried Pichler am Holztisch mit der Sachsenburg-Fahne im Blick zur Analyse der Wahl aus. „Das war eine einwandfreie Watsche für die Regierung“, sagt der seit 1992 amtierende Chef einer „bürgerlichen“, wie er sagt, Aktionsgemeinschaft. Man wäre nicht überrascht, wenn das Ergebnis bei der Nationalratswahl im Herbst noch eindeutiger ausfallen würde.
Plus 19,39 Prozentpunkte
Bei der EU-Wahl wurde sogar eine „FPÖ-freie“ Gemeinde tiefblau
Reportage.
In Sachsenburg in Oberkärnten legte die FPÖ um knapp 20 Prozentpunkte zu. „Eine Watsche für die Bundesregierung“, heißt es. Den Rest haben Renaturierung und ein Asylheim im Ortskern zum Ergebnis beigetragen.
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