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In Zeiten von CoronaDie Rückkehr der Gefiederten - auf Zeit

Sind Singvögel seit dem Lockdown wirklich präsenter als sonst oder war dies nur unser subjektiver Eindruck? Experten klären auf.

Der Wiedehopf wurde in dichter besiedelten ländlichen Regionen vermehrt beobachtet
Der Wiedehopf wurde in dichter besiedelten ländlichen Regionen vermehrt beobachtet © Michael Dvorak/BirdLife Österreich
 

Einer der unzähligen Effekte, den die Covid-19-Pandemie mit sich brachte, war ein durchaus angenehmer: Eine neue Stille legte sich über das Land. Der bis zum Virus allgegenwärtige Alltagslärm wich einer neuen, zwangsverordneten Ruhe. Als Profiteur davon galt die Tierwelt. Besonders in unser Blickfeld rückten heimische Singvögel, die ihre Gesangsrepertoires eindrucksvoller denn je abrufen konnten. Trog der Eindruck oder wurden viele Arten wirklich präsenter in den letzten Wochen?

Für Andreas Kleewein, Biologe und Geschäftsführer von BirdLife Kärnten (siehe auch Interview), war es beides: "Die Vogelwelt konnte durch die Ruhe, die der Lockdown bot, wieder Gebiete zurückerobern, die ansonsten vom Menschen stark frequentiert sind und somit für die Vogelwelt eine Beunruhigung darstellen. Vor allem in den Städten und in dichter besiedelten ländlichen Ortschaften wurde das bemerkbar", so der Experte.

Kommentare (5)

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schraglboart
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1
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Nur Corona?

Habe nicht tausende Singvögel ihre Reise durch Italien
überlebt ? Weil tausende Vogelfänger auf Grund der Corona-Bestimmungen im Haus bleiben mussten.
Wie viele Singvögel werden jedes Jahr von Italienern in riesigen Netzen gefangen?
Was macht Österreich? Was macht die EU ???

bimsi1
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Gottes Kreativität ist schon faszinierend.

Am Beispiel vom Wiedehopf: Köstlich die Schöpfung Gottes.

Jamestiberius
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Wundervoll!

Absolut, was für ein Geschöpf!

Die Natur, genial und sich selbst genügend.

leli
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Vertane chancen

Unsere gier und rücksichtslosigkeit geht zu lasten der fauna und flora. Das wissen
wir schon lange. Leider wird die chance unsere gesellschaften neu aufzustellen nicht genutzt. Wo finden die entsprechenden dialoge statt? Welcher politiker äussert offen seine bedenken gegenüber der sog. Normaliät vor corona und formuliert neue ziele aus denen auch neue massnahmen und neue jobs oder wirtschaftsweisen und verhaltensweisen hervorgehen? Es könnte doch zuerst die frage stehen: wie sollen wir zb.unsre lebensmittelproduktion, unsre mobilität so aufstellen,dass wir die artenvielfalt erhalten und nicht wie möglichst wenige viel geld meist zu lasten der umwelt, natur und vieler, vieler menschen und tiere verdienen! Es ist einfach nur traurig.

zweigerl
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Cars kill birds

Wieder einmal ein beklemmender Bericht über den Artenverlust, der deutlich macht, dass die Vielfalt der evolutionär entstandenen natürlichen Lebewesen durch das Billiardentonnenzeugs der technisch hergestellten Artefakte eine gnadenlose Selektion zugunsten von naturzerstörerischem ZIvilisationsmüll betreibt. Wollen Sie einen der 125 Tsd. Gebrauchtwagen auf der PKW-Autohalde ("Willhaben"-Werbung) samt der sinnlosen Formel 1 in Spielberg oder wollen Sie das Überleben des Grauhammers, der zu 91% ausgerottet ist? Nur die Stumpfsinnigsten würden für den "XC60D4 INscrition" mit VOLLAUSSTATTUNG votieren. Freilich, der LH würde in Richtung Magna sagen: Wir brauchen Jobs, Jobs, Jobs. Und damit ist auch der Appell nach der Rückkehr der Singvögel ein wirkungsloses: Pieps.