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Neues TierschutzgesetzPetrovic: "Tierschutz-Novelle ist ein unfassbarer Pfusch"

Vereine, die kein Tierheim in Österreich betreiben, dürfen ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten. Dieser "unfassbare gesetzliche Pallawatsch" beträfe Hunderte private Tierschutzvereine und Pflegestellen in Österreich, die nun nicht mehr helfen können.

© source/HELMUT FOHRINGER
 

Unter anderem, um dem illegalen Hundeschmuggel das Handwerk zu legen, sieht das neue Tierschutzgesetz Beschränkungen für das Inserieren bzw. Vermitteln von Tieren über das Internet vor. Doch Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV), ortet bei der Novelle einen "Pfusch", der die Arbeit kleiner Tierschutzvereine ohne Heime unmöglich machen würde. Die Vereine sind verzweifelt und zum Nichtstun verdammt.

Solche Inserate darf es künftig nicht mehr geben Foto © Screenshot Willhaben.at

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet die Gesetzesänderung laut WTV: Vereine, die kein Tierheim in Österreich betreiben, dürfen ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten. Die Tierschutzorganisationen benötigen eine Betriebsstätte und ausreichend qualifiziertes Personal, um weiterhin inserieren zu dürfen.

"Keiner blickt mehr durch"

Dieser "unfassbare gesetzliche Pallawatsch" beträfe Hunderte private Tierschutzvereine und Pflegestellen in Österreich, die nun um ihre Existenz bangen müssten. Der Wiener Tierschutzverein (WTV) habe bereits vor längerer Zeit beim Ministerium mit der Bitte um sofortige Änderung interveniert. "Die Antworten fielen leider unbefriedigend aus und waren derart unterschiedlich, dass es kein Wunder ist, dass die kleinen Vereine hier nicht mehr durchblicken", sagte Petrovic. Das sei ein ein Akt der völligen Unvernunft: „Ist das tatsächlich ernst gemeint? Der Gesetzgeber wälzt die Verantwortung für den Pfusch beim neuen Tierschutzgesetz einfach auf Dritte ab?“.

Dabei sei das Parlament selbst davon ausgegangen, dass anerkannte, kleine Tierschutzvereine von dem Verbot des Online-Handels ausgenommen sind und weiter inserieren dürfen. "Aber durch Pfusch und Lobbying für die Landwirtschaft sowie durch die vielen Ausnahmen in der Novelle, die in letzter Sekunde noch hineingezwängt wurden, sind schlicht legistische Fehler passiert", meint die Ex-Politikerin.

willhaben löscht Inserate

So würde jener Paragraf, welcher die Tätigkeit der Tierschutzvereine ohne Tierheim regelt, nicht auf jenen verweisen, der die Zulässigkeit des Online-Handels ermöglicht. Als Folge werde das Kleinanzeigenportal willhaben.at, für viele Vereine das wichtigste Tool zur Tiervermittlung, keine privaten Tierinserate mehr zulassen.

>>> Online-Petition gegen das neue Tierschutzgesetz

Die besorgten Vereine, die sich hilfesuchend an das Gesundheitsministerium wenden, würden dort die Antwort erhalten, sie sollen sich doch bezüglich ihrer geretteten Schützlinge am besten an Tierheime wenden und diese dort unterbringen. Für Petrovic ein Akt der völligen Unvernunft, stoßen doch die meisten Tierheime bereits selbst an ihre Kapazitätsgrenzen.

Kommentare (3)

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2e333a254fdcd0464d544dd97ea0366d
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Tierschutz- Novelle

Die gesamte Tierschutz -Novelle muss wieder gekappt werden!
Fragen Sie bei den Hundevereinen nach!
Die haben bald keine Vereinsmitglieder mehr, weil nur mehr Zertifizierte Hundetrainer die Prüfung abnehmen dürfen!
Aber in den Vereinen helfen meist ehrenamtliche Tiertrainer, die erstens nicht die Zeit und zweitens sich die teuren Kurse in Wien nicht leisten können, oder wollen!
Aber dabei ist es so einfach mit Tier und Mensch! Die Hundeschule soll ein Ort sein, indem die Tierhalter lernen richtig mit dem Tier umzugehen, und dass sie das erlernte immer wieder mit den Hunden TRAINIEREN sollen, das kann man den Hundehalter auch ohne ZERTIFIKAT vermitteln!!
Abgesehen davon, wollen Trainer mit teurem Zertifikat Geld verdienen, da der Kurs sehr teuer ist!
Dann wird natürlich alles teurer und die Hundebesitzer gehen mit ihren Tieren überhaupt in mehr in die Vereine!
Wie es dann mit den unerzogenen Hunden ausschaut! Und wo die Hunde dann abgegeben werden, wem sie "schlimm" sind!?

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unterhundert
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Alles für den Hund,

aber nichts für Kinder. Wo in früheren Zeiten kinder in Sandkästen, oder auf den Spielplätzen getobt haben, ist teilweise alles von den Hunden oder Katzen zugeschixxen. Da regt sich keiner auf, aber es ist schon eine Schlagzeile wert, wenn Hundebesitzer im Sommer mit dem Hund in der Stadt spazieren geht. Verkehrte Welt..Hundenahrung..Vegane Hundenahrung...es wird immer schlimmer, aber es wird Verkauft und viel Geld gemacht, ob es dem Hund gefällt oder nicht. Meine Mutter sagte schon vor Jahren, ein Hund gehört nicht in die Stadt, geschweige in eine Wohnung.

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Alles für den Hund

man merkt schon wie gerne sie Tiere haben!
Aber Hunde und auch andere Haustiere haben sehrwohl eine wichtige Funktion für den Menschen!
Wenn Sie allein sind oder bei vielen Krankheiten als Therapie und Schnüffelhunde! Als Schutzhunde, Blindebbegleithunde, Hüdehunde! Da wären noch Wachhunde, Jagdhunde, einfach für die Menschen um ihre Einsamkeit zu vergessen usw.......!
Es gibt natürlich auch Menschen, die keine Tiere mögen! Aber mögen die sich selbst, und erst anderen Mitbürger?
Und da wäre noch die enorme Industrie
um die Tire herum! Da geht es um Arbeitsplätze!!

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